Literaturtipp: Heinz Hartlepp - Erinnerungen an Samara
Deutsche Luftfahrtspezialisten von Junkers, BMW und Askania in der Sowjetunion von 1946 bis 1954. AVIATIC VERLAG GmbH, Oberhaching, ISBN 3-925505-83-0 .
Auszug aus dem Klappentext:
Auf Befehl der sowjetischen Militäradministration wurden am 22. Oktober 1946 aus der ehemaligen Luftfahrtindustrie der Firmen Junkers, BMW und Askania 606 Spezialisten mit 517 Ehefrauen, 6 Großmüttern und 929 Kindern in mehreren Sonderzügen unter militärischer Gewalt in die Sowjetunion nach Kuibyschew (heute wieder Samara) an der Wolga zwangsverlagert. Ihre Aufgabe bestand in der Weiterentwicklung von Strahl- Propellerturbinen für die Sowjetische Luftfahrtindustrie.
Eine weitere Gruppe von 522 Flugzeugspezialisten mit Familien hat im gleichen Zeitraum bei Moskau die Entwicklung von modernen strahlgetriebenen Flugzeugen durchführen müssen. Die Askania-Leute waren für Aufgaben der Fernsteuerung von Flugkörpern eingesetzt.
Da es weder eine vertragliche Regelung über diesen Arbeitseinsatz noch eine soziale Absicherung gab, war dies ein rechtloses Leben in völliger Ungewissheit, gleichsam staatenlos in einem fremden Land. Bei den Arbeiterfamilien erschwerten finanzielle Sorgen das Leben beträchtlich. Die verzweiflung führte in Uprawlentscheski zu 4 Selbstmorden. Insgesamt waren über 50 Todesfälle zu beklagen, darunter 8 Kinder.
Dennoch wurden im Verlauf des 8-jährigen Exils 60 Kinder geboren.
Die Entlassung von den Spezialisten mit ihren Familien nach Deutschland erfolgte in Etappen 1950, 1951 und 1953. Die letzten 100 Strahltriebwerks-Spezialisten wurden zur Erfüllung einer Sonderaufgabe im Dezember 1953 nach Sawjelowo (nördlich von Moskau) verlagert. Dorthin wurden zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls die noch in Podberesje tätigen Flugzeug-Spezialisten gebracht.
Nachdem das Projekt für ein strahlgetriebenes Mittelstreckenverkehrsflugzeug, das in der ehemaligen DDR gebaut werden sollte, fertiggestellt war, konnten beide Gruppen im Juli 1954 nach Deutschland zurückkehren.
“Российская Федерация” kauft Antonow AN-124 aus Libyen
“Российская Федерация” hat heute gegen ungefähr ein dutzend Handelsembargos und Proliferationsabkommen verstoßen und eine Transportmaschine des Typs Antonow AN-124-100 aus dem “Schurkenstaat Libyen” (amtliche Kurzform: Libysch-Arabische Republik) gekauft.
Die Maschine hat die amtliche Kennung 5A-DKL und ist in den Farben der Libyan Air Cargo lackiert, einer 100 % - igen Tochter der Libyan Arab Airlines.
Die Übergabe der Maschine fand heute, dem 01.05.2007 in aller Heimlichkeit und Stille auf dem Flughafen Düsseldorf (DUS) / Deutschland statt.
Der Kaufpreis wurde in bar entrichtet, aus verständlichen Gründen wurde über die Höhe des Kaufpreises strengstes Stillschweigen vereinbart.
Insiderkreise bestätigen, dass dies bereits der dritte Erwerb einer AN-124-100 ist den “Российская Федерация” in den letzten 12 Monaten, ohne großes Aufsehen und ohne Medienpräsenz, aus der Portokasse getätigt hat.
Vor circa einem halben Jahr wurden bereits eine AN-124-100 in der Lackierung der Polet Airlines, amtlichen Kennung RA-82075, und eine Maschine gleichen Typs in der Lackierung des Antonov Design Bureaus mit der amtlichen Kennung UR-82027 erworben. Somit besitzt “Российская Федерация” nunmehr drei Maschinen des Typs Antonow AN-124-100, die noch nicht einmal der russische Oligarch Roman Abramowitsch sein Eigen nennen kann.
Informierte Kreise aus London und Anadyr berichten Abramowitsch wolle sich zu dem neuen “Deal” seines Konkurrenten Heribert Schindler nicht äußern.
Einziger Haken an der Geschichte ist, dass alle Maschinen Modelle im Maßstab 1:400 / 1:500 sind und somit nicht zu erwarten ist, dass “Российская Федерация” kurzfristig in das internationale Luftfracht - Schwertransport Geschäft einsteigen wird.
