Die Michael Averko Story
Wäre die ganze Angelegenheit nicht so traurig, sie würde sich durchaus eignen einen Film aus ihr zu machen. Einen Film der den Titel: “Der Hijacker, oder die Kunst auf Kosten Anderer einen Blog zu bekommen“ tragen könnte.
Der Hauptdarsteller ? Wäre er nicht schon verstorben, ich würde Louis De Funes besetzten. Das Genre ? Nun, auf den ersten Blick scheint die „Tragikomödie“ geeignet, auf den zweiten wird es aber eher ein „Drama“.
Jeder von uns kennt die Kindheitsträume bezüglich der zukünftigen Berufswahl, wer wollte als Kind nicht einmal Lokomotivführer, Astronaut oder Feuerwehrmann werden ? Glücklich sind diejenigen die sich ihre Kindheitsträume erfüllen konnten, sie repräsentieren aber wohl eher die Minderheit denn sonst gäbe es heute keine Gehirnchirurgen, Anwälte oder Journalisten. Wir würden alle für die Bahn arbeiten, die Erde umkreisen oder mit „großem Tatü-Tata“ in feuerroten Spielmobilen durch die Gegend rasen.
Wie der kleine feuerspeiende Drache Grisu („Ich will Feuermann werden“) eignet sich auch nicht unbedingt jeder für den Traumberuf aus Kindheitstagen. Kein Mensch würde zahlen um mich singen zu hören (nicht das ich früher einmal Sänger werden wollte) oder zu sehen wie ich, bei meiner Statur und Körpergröße, über ein Basketball – Feld hechele. „Shit happens“ sagt der Angelsachse, „get over it“.
Was machen aber diejenigen die einen Traumberuf aus Kindheitstagen unbedingt, und mit aller Gewalt, ausüben wollen, sich aber in keinster Weise für ihn eignen ? Was tun diejenigen die vielleicht hunderte von Bewerbungen schreiben und nur Absagen kassieren ?
Die überwiegende Mehrheit dieser Unglücklichen wird wohl nach Alternativen suchen und sich in ihrer Berufswahl anderweitig orientieren. Es muss auch Klempner, Installateure und Reinigungskräfte geben, ohne diese würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.
Es gibt aber leider auch jene, die sich nicht abzufinden vermögen, die sich in den krankhaften Wahn versteigen einen „Beruf“ ausüben zu müssen den sie nicht haben und für den sie sich nicht eignen.
Das Leben ist hart und grausam, besonders für Leute die an einer Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und dem gleichzeitigen Wahn leiden etwas zu sein was sie nicht sind.
Wir kennen alle den „verhinderten Polizisten“ der tausendfach durch die psychologische Eignungsprüfung rasselt und danach, „bewaffnet“ mit Block und Bleistift, durch die Straßen zieht und jeden Falschparker zur Anzeige bringt. Oder die Dicke, mit den „schönen Haaren“, die in jeder Talkshow auftritt um letztendlich doch noch irgendwann ein „Superstar“ zu werden.
Nicht das ich etwas gegen liebenswerte Exzentriker hätte, wenn ich aber in meiner Lebensqualität durch einen „Hilfssheriff“ eingeschränkt werde, oder die „Dicke“ auf jedem Fernsehsender erscheint den ich empfangen kann, dann ist „Schluss mit Lustig“. Dann nervt es kolossal und wird lästig.
Nervig und kolossal lästig ist auch Michael Averko, der „verhinderte Journalist“, der seit Jahren bereits die Blogosphäre heimsucht und lauthals verkündet
„Ich bin ein Journalist“.
Jedoch nicht lediglich ein gewöhnlicher „Journalist“, laut eigener Erklärung ist Averko vielmehr ein „unabhängiger Außenpolitik – Analytiker und Medienkritiker“, geschmückt mit dem Zusatz „Extraordinaire“.
Averko gibt an erfolgreich in diversen Medien veröffentlicht worden zu sein, so beispielsweise in der renommierten New York Times. Mit Vehemenz beharrt Averko auf der Behauptung, die New York Times habe wiederholt seine „Op-Ed’s“ gedruckt.
In angelsächsischen Medien gibt das Editorial dezidiert die Meinung der oder des Herausgeber(s) und/oder der Chefredaktion wieder. Zudem gibt es die besonders in den USA seit Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gepflegte Institution des „Opposite Editorial“ (kurz: Op-Ed). Dieses beinhaltet Kommentare von Kolumnisten, die oft bewusst von der Redaktionslinie abweichen. Ursprünglich kommt der Ausdruck daher, dass im Zeitungsdruck diese Meinungsartikel den Herausgeber-Editorials gegenübergestellt waren.
Man bemerke, die Schreiber der „Op-Ed’s“ sind Kolumnisten die von eben jener Zeitung beschäftigt werden die auch die Schreiber des „Editorial“ beschäftigen. Lediglich in Europa ist es üblich Gastkolumnisten um ein „Op-Ed“ zu bitten, in Averkos Heimat (den USA) ist dies nicht der Fall. Die amerikanischen Zeitungen pflegen also (teilweise) den Stil auf einer Zeitungsseite (dem Editorial) eine Meinung oder These zu vertreten, dieser aber auf der genau gegenüberliegenden Zeitungsseite eine „Gegenmeinung“ entgegen zu stellen und damit eine Antithese zu veröffentlichen.
Ist Averko also ein angestellter, oder freiberuflicher, Journalist im Dienste der New York Times ? Nein, das ist er nicht. Den Tatsachen entsprechend hat Averko seit 1993 mehrfach Leserbriefe an die New York Times geschrieben, von welchen insgesamt neun in der Rubrik „Leserbriefe an die Redaktion“ tatsächlich gedruckt und veröffentlicht wurden. Bravo ! Was Averko verschweigt und verschleiert, bzw. fälschlicher Weise behauptet, ist die Tatsache das ein „Leserbrief“ kein „Opposite Editorial“ ist. Eine glatte und bewusste Lüge.
Aber nicht nur die New York Times wird von Averko fälschlicher Weise als Medium für seine „journalistischen Werke“ bemüht. Gleiches behauptet Averko von The Moscow Times und News Week, mit gleichem „Wahrheitsgehalt“.
Averko verwechselt auch die von Privatpersonen oder Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO oder NRO) betriebenen „Blogs“, mit Zeitungen und Magazinen. Seit Jahren überschüttet Averko Blogs mit Kommentaren oder bringt die Eigentümer dazu seine „Gastbeiträge“ zu veröffentlichen.
Averko, der weder Russisch spricht noch über ein fundiertes Wissen über Russland und die russische Politik verfügt, hat sich „Russland und die Ehemalige Sowjetunion“ als Betätigungsfeld gewählt. Daher ist kein Blog, der sich mit Russland und der ex-UdSSR beschäftigt, vor Averko sicher.
Sei es Sean Guillory’s „Sean’s Russia Blog“, Andy Young’s „Siberian Light“ oder „Yuri Mamchur’s „Russia Blog“, alle leiden inzwischen an der „Averko Seuche“. David Johnson von „Johnson’s Russia List“ bezeichnete Averko bereits als „eine Krankheit“. Sean Guillory meinte kürzlich scherzhaft, er denke darüber nach, seinen Blog in „The Averko Russia Blog“ umzubenennen da inzwischen mehr „Kommentare“ Averkos auf dem Blog zu finden seien als eigene Artikel.
Averko schreibt nicht nur völlig unprofessionelle und unhaltbare „Expertisen“, er zieht auch gerne auf „Kreuzzüge“ gegen diejenigen die ihn nicht „veröffentlichen“ wollen oder ihm widersprechen. Besonders David Johnson ist Averkos bevorzugtes „Opfer“. Averko weigert sich beharrlich seine „Qualifikationen“ aufzudecken, weder wo er Journalismus studiert haben will noch über welche Abschlüsse er in den Bereichen der Politischen Wissenschaften oder der Geschichte verfügt. Die Universität, an der er studiert haben will, sei zu klein und unbekannt um jemandem geläufig zu sein, sein Studiengang habe „irgendetwas mit Osteuropäischer Geschichte zu tun gehabt“. Nach eigener Aussage sei er aber nie über das Grundstudium hinaus gekommen und habe sich gänzlich für die „professionelle Schreiberei“ entschieden. Auch verschweigt Averko beharrlich womit er gegenwärtig seinen Lebensunterhalt verdient. So, So.
Vielerorts werden Averkos Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit der eigenen Muttersprache angezweifelt. Richtig ist, dass Averkos „Werke“ regelmäßig voller Rechtschreibfehler und grammatikalischer Unzulänglichkeiten sind. Nicht das meine eigenen Fähigkeiten über jeden Zweifel erhaben wären, weder in Deutsch noch in einer meiner Fremdsprachen. Besonders mit der Interpunktion stehe ich „auf dem Kriegsfuß“. Allerdings bin ich auch kein „unabhängiger Außenpolitik – Analytiker und Medienkritiker“, kein „gefeierter Journalist“, geschmückt mit dem Zusatz „Extraordinaire“, sondern vielmehr ein unbedarfter Blogger.
Averkos Bemühungen einen eigenen Blog auf die Beine zu stellen sind kläglich gescheitert. Auf „Blogger.com“ existiert seit 2005 ein „Blog“ namens „Averko’s Russia Report“, mit einem einzelnen „Artikel“ und 33 selbst geschriebenen „Kommentaren“. Averko führt an er sei kein „Techie“, also kein technisch versierter Mensch. Technische Dinge würden ihn überfordern und auch nicht sonderlich interessieren.
Dies ist offensichtlich richtig. Besonders auf „Sean’s Russia Blog“ finden sich in den Kommentaren zu diversen Artikeln endlose Einträge Averkos, in denen er seitenweise Zitate und Kommentare aus anderen Medien per 1:1 Kopie wiedergibt, ohne, wie allgemein im Internet üblich, einen „Link“ zu setzen und einfach auf den betreffenden Quelltext zu verweisen. Dieses Verhalten macht die von ihm heimgesuchten Blogs nicht nur extrem unübersichtlich sondern vielmehr auch schwer zu lesen.
Averko gibt zwar an er habe bereits großzügige Angebote “renommierter Agenturen” bekommen, die für ihn den technischen Part übernehmen und auch die Kosten hierfür tragen wollen, leider ist dies aber offensichtlich nie realisiert worden.
Die vielstimmigen Bitten, doch bitte endlich einen eigenen Blog zu erstellen und die eigenen Gedanken doch dort zu veröffentlichen, prallen an Averko ab wie das Geschoss einer Kinderpistole von einem Panzer. Ein Blogger meinte bereits, Averkos Behauptung, er könne die technischen Herausforderungen eines Blogs nicht bewältigen, sei gleichbedeutend mit der Aussage er wüsste nicht wie man mit einem Bleistift umgeht und was man mit diesem anfangen könne. Das das Fehlen eines eigenen Blogs lediglich die Angst repräsentiere durch einen nicht frequentierten und nicht gelesenen eigenen Blog „das künstliche Image des erfolgreichen Autors“ zu „verlieren“.
Abgesehen von den unzähligen Blogs, die Averko heimsucht, erscheinen seine „Werke“ nun auch in Medien zweifelhaften Rufs. So, beispielsweise, in den online Ausgaben von „Zeitungen“ wie „Serbianna“ und „The Tiraspol Times“. Erstere eine pro-Serbische, letztere eine pro-Transnistrische, beide im Ruf stehend „Propagandablätter“ zu sein und alles und jeden zu „veröffentlichen“. Man hat sich gesucht und gefunden.
Uns Bloggern sei gewünscht das Averko zukünftig nur noch auf „Serbianna“ und „The Tiraspol Times“ schreiben möge. Dann wären zumindest die englischsprachigen Kollegen wieder die Herren der eigenen Blogs.
Und den Bloggern blieben auch die vielen “Sockpuppets” erspart, die unzähligen gefälschten Identitäten in denen Averko regelmäßig auftaucht, sich zu seinen eigenen Kommentare “beglückwünscht”, um sich selbst für vermeintlich großartige journalistische Leistungen auf fremden Blogs zu applaudieren.
Auch wäre ich brennend daran interessiert endlich einer, oder mehreren, der oftmals von Averko angeführten “Medienschaffenden außergwöhnlichen Rufes und unzweideutiger Reputation” begegnen zu dürfen die Herrn Averko, so sagt er, die unzähligen aufmunternden und motivierenden “Glückwunsch E-Mails” schreiben. Die E-Mails die ihn dazu auffordern seine “erstklassige und unübertroffene journalistische Arbeit” im Interesse der Allgemeinheit fortzusetzen und die Blogosphäre weiterhin mit seinen “Analysen und Expertisen” zu beglücken.
Wer das wohl sein mag ?
