Churchills Europäisches Erbe
We are with Europe, but not of it. We are linked but not comprised. We are associated but not absorbed. And should European statesmen address us and say, ‘Shall we speak for thee?’, we should reply, ‘Nay Sir, for we dwell among our own people’.”– Winston Churchill
“When I have to choose between you and Roosevelt, you should know that I will always choose Roosevelt. And when I have to choose between Europe and the wide open seas… I will always choose the wide open seas.”
– Winston Churchill (zu Charles DeGaulle)
Zwei Zitate eines bemerkenswerten Mannes. Sir Winston Leonard Spencer Churchill gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts.
Obwohl am 24. Januar 1965 in London verstorben, sein politisches Erbe prägt auch heute noch die britische Einstellung zu Europa.
Wir sind mit Europa, aber nicht seiner. Wir werden verbunden, aber nicht umfasst. Wir werden vereinigt, aber nicht absorbiert. Und sollten europäische Staatsmänner uns anreden und sagen, ‘werden wir für dich sprechen?’ sollten wir antworten, ‘Nein Herr, weil wir unter unseren eigenen Leuten wohnen’.”
“Wenn ich zwischen Ihnen (DeGaulle) und Roosevelt wählen muss, sollten Sie wissen, dass ich immer Roosevelt wählen werde. Und wenn ich zwischen Europa und den Weiten der See wählen muss, werde ich immer die Weiten der See wählen.”
Ich bin davon überzeugt, dass Europa erneut an einem Scheideweg steht. Das es an einem Punkt angekommen ist an welchem es mit einer Stimme und einer Meinung sprechen sollte.
Der Kalte Krieg ist vorbei. Europa blickt auf die längste Friedensperiode seiner jüngeren Geschichte zurück, einen Frieden den wir nicht ausschließlich der Hegemonialmacht jenseits des Atlantiks zu verdanken haben. Auch Russland, auch in der Form seiner Rechts-Vorgängerin, der Sowjet Union, hat seinen seinen Beitrag hierzu geleistet.
Europa verändert sich, es wird größer. Zumindest politisch und ökonomisch. Unsere Aufgabe als Europäer ist es ganz Europa in unseren Herzen und Gedanken zu behalten, nicht nur den Teil von ihm den wir “den Westen” nennen. Europa ist viel mehr als das.
Wir sollten unsere kleinlichen nationalistischen Querälen überwinden, uns als Teil eines Ganzen verstehen zu dem auch Russland gehört. Wir müssen verhindern das alte Pfründen und europafremde Interessen ein weiteres Zusammenwachsen Europas verhindern. Wir brauchen keinen “Raketenschild” der uns nicht schützt, sondern teilt.

Ein fulminanter Kommentar, mit dem ich weitgehend d’accord bin. Nur ob das mit Sarkozy (den ich im allgemeinen durchaus schätze) gelingen kann? Trotz all ihrer inhärenten Schwächen war die Konstellation des Jahres 2003 eben ein Glücksfall.