Российская Федерация

29 06 07

“Scorpion Down” - das Buch

Gespeichert unter: Die ehemalige Sowjet-Union, Russland, USA — Heribert Schindler @ 14:53

Nach vermeintlich 25-jähriger Recherche erscheint nun das Buch “Scorpion Down” des amerikanischen Authors Ed Offley . Die “Scorpion” (USS Scorpion - SSN 589), ein nukleargetriebenes Angriffs-Uboot der “Skipjack-Klasse” der US-NAVY, sank am 27. Mai 1968 ca. 400 (nautische) Meilen - 720 Km - südwestlich der Azoren.

“Von den Sowjets versenkt, vom Pentagon begraben” lautet nun die Kernaussage Offleys, dies obwohl seit der Veröffentlichung des ersten Untersuchungsberichtes der US-NAVY im Jahre 1969 technische Gründe, die zum Verlust des Bootes führten, als die wahrscheinlichste Ursache angesehen werden.

Im Jahre 1993, als die US-Regierung den gesamten Bericht des Jahres 1969 freigab, wurde ersichtlich, dass für die Ermittlungskommission ein Torpedounfall am wahrscheinlichsten war. Dieser Annahme widersprach jedoch das  “Kommando für Waffentechnik” der US-NAVY, dessen Ansicht nach Torpedoexplosionen innerhalb eines U-Bootes “unmöglich” seien.

Dennoch gilt in Marinekreisen ein eventueller “Hot Run”, der unbeabsichtigte Start der Antriebseinheit eines Torpedos innerhalb des Bootes, als durchaus wahrscheinlich.

Ein solcher unbeabsichtigter Start kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen, so z.B. bei der “Diagnose” des Torpedos, bei der die Waffe routinemäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit “getestet” wird und das Diagnosegerät irrtümlich einen “Startbefehl” an die Waffe abgibt. Die Antriebseinheit wird dadurch in betrieb gesetzt und die Schrauben des Torpedos drehen sich bereits im Torpedorohr, nicht erst nach dem Ausstoss der Waffe (mittels Pressluft). Der Torpedo kann dadurch “heiss laufen” und den Gefechtskopf im Torpedorohr zünden.

Da die “Waffentechnik” der US-NAVY jedoch für ausgeschlossen hält das ein Torpedo im Rohr explodieren kann, wird alternativ angenommen, dass ein Torpedo, nach einem unbeabsichtigten Start des Antriebes, ausgestoßen wurde und dann, trotz diverser Sicherheitsvorkehrungen, sein eigenes Boot angegriffen und versenkt haben könnte.

Eine weitere Möglichkeit, neben dem “Hot Run”, ist ein Feuer in einer Torpedobatterie. Diese Theorie beruht auf Tests einer Batterie, die explodierte nachdem sich die Chemikalien (Elektrolyte) durch eine beschädigte Membran mischten, was zu Hitzeentwicklung und schließlich einem Brand führte.

Gerade vor dem Hintergrund der regelmäßigen aufgetretenen Vibrationen an Bord der Scorpion wird dies als wahrscheinlichste Unfallursache angesehen, da auch die “Vibrationstests” an der Batterie den Riss der Membran verursacht hatten. Und dieser vibrationsanfällige Batterietyp war in den Torpedos der “Scorpion” verbaut.

Amerikaner wären aber keine Amerikaner wenn es nicht auch die passende “Verschwörungstheorie” gäbe …  oder aber einen konspirativ verschleierten “heimtückischen Angriff des Feindes”.

Einen weiteren Grund für eine mögliche Versenkung der Scorpion sehen “Konspirationstheoretiker” im zwei Monate vor dem Verlust der “Scorpion” geschehenen Unfall an Bord des sowjetischen U-Bootes der “Golf-Klasse”  (K-129) im Pazifik.

Hier kursierten Gerüchte, wonach die “K-129″ von U-Booten der US-Marine versenkt worden sei. Hartnäckig hält sich daher die “Theorie”, dass im Gegenzug  die “Scorpion” , aus Rache,  von den Sowjets versenkt worden sein könnte.

Genau dieser “Theorie” widmet Offley nun sein Buch. In Wahrheit sei die “Scorpion” von einem sowjetischen Atom-U-Boot der Echo-2-Klasse versenkt worden, das nach kurzem Kampf die “Scorpion” torpediert habe, so Offley.

Die Mannschaft der “Scorpion” sei im heldenhaften Kampf gegen die Sowjets gefallen, behauptet Offley. Er wirft der Johnson-Regierung die Verheimlichung der wahren Ursachen für den Verlust des Bootes vor.

Dies passt politisch in die gegenwärtige Welt der “Neo-Cons”. Die perfiden und hinterhältigen Sowjets, und deren verbrecherischer Kommunismus, sind für den “Heldentod” der “Scorpion” verantwortlich. Weitere 99 Namen müssen dem “Denkmal der Opfer des Kommunismus” hinzu gefügt werden.

Auch die Demokraten können abgewatscht werden, war doch Lyndon B. Johnson nicht nur der 36. Präsident der USA sondern obendrein auch noch Demokrat. Und Demokraten sind in der Sicht der “Neo-Cons” perfide “Dolchstoßer”, die nichts lieber tun als der “kämpfenden Truppe” in den Rücken zu fallen. Sind es nicht auch heute die “Demokraten”, die “Linken”, die der “Truppe” in den Rücken fallen indem sie auf einen “Rückzug” aus dem Irak drängen ? Diese Vaterlandsveräter ! Diese Kommunistenfreunde ! Pfui Teufel !

Der Verlag schreibt über das Buch:

In Scorpion Down , Ed Offley tells the true story of the USS Scorpion for the first time. In exhilarating narrative, he tells the dramatic story of a secret battle that could have brought about WWIII, and conclusively demonstrates that the Navy’s official story about the Scorpion incident—from the frantic open-ocean hunt for the wreckage to a Court of Inquiry’s final conclusions—is nothing more than a carefully-constructed series of lies.

Übersetzung: In “Scorpion Down” erzählt Ed Offley die wahre Geschichte der USS Scorpion zum ersten Mal. Im enthüllenden Bericht erzählt er von der dramatischen Geschichte, von einem heimlichen Kampf, der den dritten Weltkrieg verursacht haben könnte, und demonstriert abschließend,  dass die offizielle Geschichte der Marine über den “Scorpion-Vorfall” - von der wilden Wrackteil-Jagd auf dem offenen Ozean , bis zu dem Endergebniss der Untersuchungskommission - nichts anderes als eine sorgfältig gebaute Reihe von Lügen ist.

For decades, the real story of the disaster has eluded journalists, historians, and family members of the lost crew. But, as military reporter Ed Offley reveals, a handful of Navy and government officials knew the truth: the sinking of the USS Scorpion wasn’t an accident—it was an act of war.

Übersetzung: Seit Jahrzehnten hat sich die wahre Geschichte der Katastrophe Journalisten, Historikern, und Familienmitgliedern der verlorenen Mannschaft entzogen. Aber, wie der militärische Reporter Ed Offley offenbart, wusste eine Hand voll Marineangehörigen und Staatsangestellten die Wahrheit: Die Versenkung der USS Scorpion war kein Unfall - es war eine Kriegshandlung.

Was lernen wir aus Offleys Werk ? “Mit seiner atemberaubenden Arbeit und seinem recherchierenden Journalismus” (O-Ton des Verlages) offenbart Ed Offley, dass die US-amerikanische Marine vom allerersten Augenblick wusste, dass die “Scorpion” durch die Sowjets versenkt wurde. Schon bevor die “Scorpion” offiziell als vermisst gemeldet wurde, haben ranghohe Marinebeamte eine wohl durchdachte “Täusch-Und-Tarn-Aktion” begonnen, um die wahre Geschichte des Kampfes mit den Sowjets zu unterdrücken. Die Marine hat die Wahrheit vor der breiten Öffentlichkeit, und den Familien der Seeleute, fast vier Jahrzehnte lang verborgen:

Alle neunundneunzig amerikanischen Matrosen an Bord des Skorpions starben im Kampf gegen die Sowjets (sprich: Russen) und gaben ihr Leben für Freiheit und Demokratie. So wie die heutige US-Regierung keine Opfer scheut, um Freiheit und Demokratie nach Russland zu bringen. Der Dank des Vaterlandes ist ihnen gewiss.

De omnibus dubitandum, besonders bei “Heldengeschichten” aus dem “Kalten Krieg”.

27 06 07

Russland blockiert Nahost-Beauftragten Tony Blair

Gespeichert unter: Die Europäische Union, Die UNO, Russland, USA — Heribert Schindler @ 10:26

Russland-Aktuell berichtet:

Russland ist gegen die Kandidatur des scheidenden britischen Premierministers Tony Blair für das Amt eines EU-Sonderbeauftragten für Nahost. Am Dienstagabend hatten sich die vier amtierenden internationalen Vermittler in Jerusalem bereits auf die Kandidatur Blairs geeinigt, die offizielle Ernennung sollte am Mittwoch folgen, da legte Russland in letzter Minute sein Veto ein. Begründet wurde der Einspruch mit der Notwendigkeit, die Ernennung noch einmal innerhalb russischer Regierungskreise zu diskutieren.

Der EU-Vertreter auf dem Gipfel-Treffen in Jerusalem Mark Otte teilte den Medien mit, Russland habe kein grünes Licht für die Ernennung Blairs gegeben. Die Gründe seien ihm jedoch nicht bekannt.

Internationale Medien weisen darauf hin, dass es in der Nahost-Politik zwischen Russland und der EU beziehungsweise den USA in der jüngsten Vergangenheit bereits mehrfach Unstimmigkeiten gegeben habe.

Zuletzt habe sich Russland gegen die von der EU und den USA betriebene Isolation der Hamas ausgesprochen.

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Das russische Veto ist verständlich, widerspricht doch Blairs “Nibelungentreue”, seine bedingungslose, emotionale und potenziell verhängnisvolle Gefolgschaft gegenüber dem US-amerikanischen Präsidenten Bush, dem Sinn und Zweck des “Nahost-Quartetts”.

Hier sollen UN, EU, USA und Russland einen Weg mit dem Ziel der Beilegung des Nahostkonfliktes erarbeiten und mäßigend auf die Konfliktparteien einwirken.

Eine Funktion Blairs, in welcher Form auch immer, würde die verbliebene Glaubwürdigkeit des “Quartetts” noch weiter untergraben. Die unverholen pro-israelischen USA, die konsequent im UN-Sicherheitsrat gegen Israel gerichtete Resolutionen per Veto torpedieren, legen bereits durch ihre eigene Stimme im “Quartett” das Gewicht in die Israel bevorzugende Waagschale. Sollte nun auch die EU, durch einen “Sonderbeauftragten Blair”, den (berechtigten oder unberechtigten) Eindruck erwecken von den USA “ferngesteuert” zu sein, würde das “Nahost-Quartett” nur weitergehend und unnötig diskreditiert.

In der betroffenen Region gilt Blair als “Bushs Pudel”, als “Schoßhündchen” der USA, der willfährig die Anweisungen seines Herrchen ausführt und zu keiner eigenständigen Haltung fähig ist.

Dieser Anschein, richtig oder falsch, sollte keinesfalls seinen Schatten auf die EU-Beteiligung am “Quartett” werfen, der russische Einspruch erscheint mir daher gerechtfertigt und nachvollziehbar.

26 06 07

Über Beschattungen und Mordpläne …

Gespeichert unter: China, Die ehemalige Sowjet-Union, Russland, USA — Heribert Schindler @ 09:46

In dieser Woche gibt die CIA insgesamt 11 700 Seiten Geheimunterlagen aus der Zeit ab 1953 zur Veröffentlichung frei.

Wie CIA-Vertreter George Little der RIA Novosti bestätigt hat, werden die Geheimdokumente im Internet zugänglich sein.

Die so genannten Dokumente CAESAR/POLO/ESAU betreffen ihm zufolge die Analyse der sowjetischen und chinesischen Innenpolitik in den Jahren 1953 bis 1973 sowie der bilateralen Beziehungen zwischen Moskau und Peking in dieser Periode. Der zweite Komplex über die so genannten familiären Glanzstücke umfassen Informationen über die Tätigkeit der CIA in den 60er und 70er Jahren in den USA.

Die Unterlagen über die UdSSR und China sowie über Aufklärungsdaten zu den Militärprogrammen des Warschauer Vertrages, darunter über das amerikanische Spionageflugzeug A-12, werden auf Antrag des Nationalen Sicherheitsarchivs der George Washington Universität gemäß dem Gesetz über Informationsfreiheit freigegeben.

„Wir denken, dass es an der Zeit ist, die Geheimhaltung aufzuheben“, sagte Little. Auf die Frage von RIA Novosti, ob sich aus der Veröffentlichung Folgen für die Beziehungen der USA mit Russland und China ergeben könnten, sagte er, er wolle nicht spekulieren, doch lägen die Ereignisse schon recht lange zurück. „Das sind historische Dokumente, die Ereignisse von vor drei Jahrzehnten beleuchten. Über ihren Einfluss auf die Beziehungen der Gegenwart sollte nicht spekuliert werden“, stellte der Gesprächspartner der RIA Novosti fest.

Was die Informationen über die Tätigkeit der CIA in den USA angeht, versprechen sie Aufschlüsse über Geheimdienstmethoden der Vergangenheit und Gegenwart. Vor dreißig Jahren schnüffelte die CIA widerrechtlich Journalisten und Dissidenten aus. Außerdem entwarf sie Pläne zur Ermordung unliebsamer Politiker im Ausland.

Erst im vorigen Jahr waren die durch die CIA nach dem 11. September 2001 eingerichteten Geheimgefängnisse und die Programme zur Verfolgung von Kriegsgegnern enthüllt worden. Die nun zur Veröffentlichung freigegebenen 693 Seiten betreffen „Abhörprotokolle von Journalisten, Entführungen, illegale Wohnungsdurchsuchungen und Mordpläne“, die schon in den 70er Jahren Anlass zu Untersuchungen gegen die CIA gegeben hatten, stellt das Nationale Sicherheitsarchiv in einem Kommentar zur Freigabe der Dokumente fest.

Es heißt darin unter anderem auch, dass die CIA ein elektronisches Telefonabhörgerät getestet, 9900 amerikanische Kriegsgegner verfolgt und gefälschte Dokumente benutzt hat.

Auch wenn ein Teil der Fakten seit langem bekannt ist, ist das nun freigegebene Dokument laut dem Chef des Sicherheitsarchivs, Tom Blanton, 1975 von Juristen des Justizministeriums erarbeitet worden und bisher unbekannt gewesen. 

 CIA-Chef Michael Hayden rechtfertigte die Behörde, dass die Dokumente zur „Geschichte der CIA“ gehören. „Die Unterlagen vermitteln Einblicke in eine andere Zeit und in eine andere Behörde“, sagte er. Einen Vergleich mit den Methoden, die nach dem 11. September 2001 zur Anwendung gekommen sind, bezeichnete er als „unbedacht“.

RIA Novosti, WASHINGTON, 25. Juni 07

24 06 07

Eine Bahn für zwei Kontinente

Gespeichert unter: China, Deutschland, Polen, Russland, Weißrussland / Belarus — Heribert Schindler @ 16:23

Gütertransporte nach China sollen auf der Schiene nur noch zwei Wochen dauern.

Die in Moskau gegründete Bahngesellschaft »Eurasia Rail Logistic« will China mit Europa verbinden. Mit von der Partie ist auch die im Vorfeld des geplanten Börsengangs international expandierende Deutsche Bahn.

Von Berlin nach Peking mit der Bahn – das soll bald Wirklichkeit werden. Die deutschen, polnischen, weißrussischen und russischen Bahnen haben dieser Tage eine Bahngesellschaft gegründet, die Europa mit Asien verbinden soll. Das neue Unternehmen soll noch in diesem Jahr Containertransporte auf der Schiene in russische Regionen bis an die chinesische Grenze anbieten und vermarkten.

»Damit rückt auch die angestrebte Schienenverbindung von Deutschland nach China ein Stück näher«, sagt Bahnchef Hartmut Mehdorn.

Am Gemeinschaftsunternehmen»Eurasia Rail Logistic« werden die Russischen Eisenbahnen 40 Prozent halten. Die DB-Güterbahntochter Railion wird mit 35 Prozent zweitgrößter Anteilseigner. Die polnische PKP übernimmt 15 Prozent, die weißrussische Bahn 10 Prozent.

Das Projekt ist Chefsache: Am Donnerstag unterzeichneten die Bahnchefs persönlich in Moskau ein deutsch-russisches Kooperationsabkommen. Zu den Aufgaben des Unternehmens gehören die Optimierung der Transporte auf dem internationalen Bahnkorridor von Berlin über Warschau, Minsk und Moskau nach Nischni Nowgorod, die Einführung von neuen Logistikprodukten sowie die Steigerung des Gütervolumens. Doch das eigentliche Ziel ist der wachsende Markt in Asien.

»Das Vorhaben soll die Warentransporte aus China erleichtern«, sagt Marek Sieczkowski vom Marketingbüro der PKP.

Zu den wichtigsten Partnern werden große Konzerne zählen, die auf beiden Kontinenten tätig sind. Dazu gehören Sony, Siemens, Volkswagen und Samsung, wie aus dem weißrussischen Transportministerium verlautete.

Derzeit werden die meisten Produkte aus China in Containern auf dem Seeweg nach Europa geschickt. Es dauert 35 Tage, bis sie ans Ziel ankommen. Per Bahn soll sich diese Zeit auf 12 bis 15 Tage verkürzen, wenn die südliche Route der Transsibirischen Eisenbahn benutzt wird. Der zweite Vorteil für die Kunden: Alle Transportprozeduren werden mit nur einem Partner abgewickelt. Allerdings wird die Bahn das Schiff preislich nicht schlagen können. Laut Railion-Chef Klaus Kremper kostet die Verfrachtung eines Sechsmetercontainers per Schiff 1100 Euro, per Bahn 1600 Euro.

Auch in Peking hofft man auf die Bahntransporte. An Limin, Berater des chinesischen Transportministers, erklärte im Januar in Brüssel, dass er mit einem Aufschwung des interkontinentalen Frachttransport rechne.

(c) Aureliusz Pedziwol, Prag
Neues Deutschland, 23.06.07

23 06 07

USA gefährden Weltsicherheit

Gespeichert unter: Russland, USA — Heribert Schindler @ 16:01
USA an erster Stelle im Rating der die Stabilität bedrohenden Länder
MOSKAU, RIA Novosti, 23. Juni 07

Die USA, gefolgt von China, werden als die größten Gefahren für die Weltsicherheit bewertet. Russland liegt an sechster Stelle.

Das ergab eine Umfrage, die vom weltweit zwölftgrößten Marktforschungsunternehmen Harris Interactive geführt wurde, berichtet die russische Tageszeitung Wedomosti.

Laut Angaben von Harris Interactive sind 46 Prozent der Spanier, 32 Prozent der Deutschen, 31 Prozent der Franzosen, 30 Prozent der Briten und 21 Prozent der Italiener davon überzeugt, dass die USA die Hauptbedrohung für den Weltfrieden sind. Sogar unter den Amerikanern sind 11 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Der Generaldirektor des russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM, Valeri Fjodorow, sagt, dass solche Umfragen der Imagebestimmung von Ländern und deren Korrektur dienen würden.

Vor China fürchten sich 26 Prozent der Italiener, 22 Prozent der Franzosen, 20 Prozent der Amerikaner, 18 Prozent der Deutschen, 16 Prozent der Briten und 12 Prozent der Spanier. An dritter Stelle liegt Iran, das für sein Atomprogramm von den westlichen Mächten ständig kritisiert wird. Am meisten fürchten sich die Amerikaner vor Iran (23 Prozent). Der Irak belegt den vierten Platz. Sowohl in den USA als auch in Europa sehen ihn etwa 10 Prozent der Bevölkerung als Gefahr für die allgemeine Sicherheit. Auf dem fünften Platz ist Nordkorea, dem vor allem die Amerikaner (25 Prozent) mit Skepsis begegnen.

Der russische Abrüstungsexperte und Leiter des Zentrums für internationale Sicherheit am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen, Alexej Arbatow, betont, dass der Hauptgrund für die Angst vor Nordkorea darin liege, dass es das einzige Land sei, dessen militärisches Atomprogramm ausschließlich gegen die USA gerichtet sei.

Russland, das den sechsten Platz im Rating belegt, fürchten acht Prozent der Deutschen, sechs Prozent der Briten, fünf Prozent der Franzosen und Italiener, drei Prozent der Amerikaner und zwei Prozent der Spanier.

Fjodorow äußert, dass sich eine Reihe von Skandalen, darunter der rätselhafte Tod des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko sowie die scharfe Polemik zwischen Russland und den USA, negativ auf das russische Image ausgewirkt hätten.

Ivan Safrantchuk vom Washingtoner Institut für Weltsicherheit betont, dass vor allem diejenigen Länder bedrohlich erscheinen würden, die eine hyperaktive Außenpolitik betreiben.

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