Российская Федерация

Die Russische Temperaturtabelle

Veröffentlicht in Humor, Russland by Heribert Schindler am August 9th, 2007

+10°C Die Bewohner von Mietwohnungen in Tobolsk drehen die Heizung ab. Alle anderen  Russen pflanzen Blumen

+5°C Die Russen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

+2°C Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Russen essen Eis und trinken kaltes Bier.

-4°C Die Katze will mit ins Bett.

-10°C Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die Russen gehen zum Schwimmen.

-12°C Zu kalt zum Schneien.

-15°C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C Die Tobolsker Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

-20°C Der Atem wird hörbar.

-22°C Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C Politiker beginnen  die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C Kein richtiges Auto springt mehr an. Der Russe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Schiguli.

-31°C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Moskaus Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

-35°C Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Russen schaufeln hemdsärmlig den Schnee vom Dach.

-39°C Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Russen schließen den obersten Hemdknopf.

-40°C Das Auto will mit ins Bett. Die Russen ziehen einen Pullover an.

-44°C Mein russischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

-45°C Die Russen schließen das Klofenster.

-50°C Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Russen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der Universität Sankt Petersburg wird ein Langlaufausflug organisiert.

-75°C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Russen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

-120°C Alkohol gefriert. Folge davon: Der Russe ist sauer.

-268°C Helium wird flüssig.

-270°C Die Hölle friert.

-273,15°C Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Die Russen geben zu: ‘Ja, es ist etwas kühl, gib’ mir noch einen Vodka’

Schlechte Verlierer …

Veröffentlicht in Die Spione, Die ehemalige Sowjetunion, USA by Heribert Schindler am August 9th, 2007

… sind mal wieder unsere “Amerikanischen Brüder” von der CIA.  

Wie RIA Novosti berichtet, echauffieren sich die “Spooks” (englischer Spitzname für “Spione”) gerade gewaltig über das Buch “Legacy of Ashes” (Das Erbe der Niederlagen) von Tim Weiner.

Weiner listet ausführlich die Schlappen der US-Geheimdienste auf und kommt zu dem Schluss, die CIA habe in der Schlacht gegen die sowjetische Aufklärung den Kürzeren gezogen.

Die Kommentare der CIA lauten wie folgt:

Das Buch ‚Legacy of Ashes’ von Tim Weiner, welches vor kurzem herausgegeben worden ist, malt ein ziemlich düsteres Bild von der Vergangenheit der CIA. Gestützt auf ziemlich umfangreiche Zitate, die aus dem Zusammenhang herausgerissen worden sind, und begeistert von allem Negativen, bemerkt Weiner nicht, dass er die Erfolge der Verwaltung auf ein Minimum reduziert oder entstellt.

und

Weiner berichtet korrekt über die sowjetischen Quellen, die aufgrund des Verrats von Aldrich Ames ermordet worden sind. Doch nirgends werden das Können und die Erfahrungen erwähnt, der es bedurfte, um diese Quellen zu werben und die Geheimdienstinformationen zu beschaffen, die sie den USA übergeben haben.

Auch nett ist …

Tim Weiner hatte die Chance, die Geschichte eines komplizierten und wichtigen Themas ausgewogen zu behandeln, doch er hat es nicht getan. Seine Vorurteile haben die Oberhand über die Kompetenz des Forschers gewonnen. Die wahre Geschichte der CIA kann man aus “Das Erbe der Niederlagen” nicht erfahren

Im Vorwort seines Buches weist Weiner daraufhin, dass er sich auf mehr als 50 000 Dokumente gestützt habe, vor allem aus den Archiven der CIA, des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums. Mehr als 2 000 Offiziere der amerikanischen Nachrichtendienste, Soldaten und Diplomaten habe er befragt. In mehr als 300 Interviews aus der Zeit seit 1987 seien Offiziere und Veteranen der CIA zu Wort gekommen, darunter auch zehn CIA-Direktoren.

Auf über 700 Seiten schildert Weiner verschiedene Aspekte aus der Tätigkeit der CIA, welche, wie er überzeugt ist, zu Fehlschlägen und Niederlagen geführt haben. Seine Hauptschlussfolgerung besteht indes darin, dass die amerikanischen Präsidenten die Hauptschuld an dem Fiasko der CIA haben.

Sein wir doch mal ehrlich zueinander … die Amerikaner haben doch erst gemerkt, dass die deutsche Wiedervereinigung anstand, als ihnen die Brocken von der Berliner Mauer auf den Kopf gefallen sind. Fürs Ego ist es jedoch besonders schlimm, dass sich ein Journalist dieses Themas annimmt und die “Spooks” öffentlich vorführt.

Weiner schreibt treffend …

Um ihr institutionelles Überleben in Washington zu sichern, braucht die CIA ganz unmittelbar das Ohr des Präsidenten. Doch die Verwaltung hat sehr schnell begriffen, dass es gefährlich ist, dem Präsident das zu sagen, was er nicht hören will. Die Analytiker haben gelernt, im Trott mitzumarschieren. Die CIA hat die Kraft des Kommunismus überschätzt und die Bedrohung durch den Terrorismus falsch eingeschätzt.

Quelle: RIA Novosti

Webseite: “Engines of the Red Army in WW II”

Veröffentlicht in Die ehemalige Sowjetunion, Linktipp by Heribert Schindler am August 9th, 2007

Heute gibts einmal einen “Linktipp”, sozusagen eine Webseite als “Literaturtipp”. Eine Webseite, die der Betreiber mit viel Liebe zum Detail und großem handwerklichen Geschick auf die Beine gestellt hat.

Ich kenne diese Seite schon eine ganze Weile, besuche sie immer wieder gerne,  kann daher auch etwas zur Historie dieser Seite sagen.

Ursprüngliches Thema waren die über 450.000 Fahrzeuge, welche die UdSSR im Zeitraum 1941 bis 1945 im Rahmen der sogenannten “Leih- und Pachtverträge” von den USA, Kanada und Groß Britannien erhielten und welche von der Sowjet Union im Kampf gegen Nazi-Deutschland eingesetzt wurden.

Kurz zum Hintergrund:

Die “Leih- und Pachtverträge” (Englisch: “Lend & Lease”) entstanden aus einem (so sehe ich es jedenfalls) “juristischen Trick”, fast unmittelbar nach Ausbruch des 2. Weltkrieges, in den USA.

Groß Britannien hatte, in der Schlacht bei Dünkirchen im Jahr 1940,  erhebliche Mengen an Kriegsmaterial eingebüßt und litt unter Versorgungsengpässen. Die deutsche Uboot-Waffe fügte der britischen Handelsmarine große Verluste zu und Groß Britannien benötigte dringend militärischen, sowie auch zivilen, Nachschub.

In den USA rangen zwei “politische Fraktionen” um die Frage des US-Amerikanischen Kriegseintritts auf Seiten Groß Britanniens. Die “Isolationisten” strebten die strikte Neutralität der USA in diesem Krieg an, die “Befürworter” wollten die sofortige Kriegserklärung.

Als sich Groß Britannien an die USA wandte, mit der Bitte um Kredite zum Ankauf von Kriegsmaterial, stieß dies auf Ablehnung der “Isolationisten”. Diese beriefen sich auf die “Cash & Carry” - Klausel in der Gesetzgebung bezüglich des Verkaufs von Kriegsmaterial (wonach ein Einkäufer von Kriegsmaterial dieses bar zu bezahlen und mit eigenen Mittel zu transportieren hatte) sowie auf die Tatsache, dass die US-Amerikanische Gesetzgebung die Vergabe von Krediten an “Schuldner” verbot.

Groß Britannien hatte in den USA noch erhebliche Kriegsschulden aus dem 1. Weltkrieg und die Gesetzgebung verbot “neue” Kredite solange die “Altschulden” nicht komplett beglichen waren.

Die “Befürworter”, zu denen auch President Roosevelt gehörte, fanden hierfür eine einfache, aber nicht unumstrittene, Lösung. Man durfte nach der geltenden Rechtsprechung zwar keine Kredite mehr vergeben, niemand verbot aber Kriegsgerät “zu verleihen oder zu verpachten”.

Als Groß Britannien über keine Mittel mehr verfügte um das Kriegsmaterial in den USA mit Barmitteln zu bezahlen bekam es das Material “verliehen und verpachtet”, mit der Auflage es zu einem späteren Zeitpunkt entweder zurück zu geben oder zu ersetzten. Abnutzung und Verschleiß war zu ersetzen, ahnlich einem “modernen” Leasing-Vertrag.

Als nach 1941 die Sowjet Union ebenfalls zum Kriegsteilnehmer gegen Nazi-Deutschland wurde, wurden die “Leih- und Pachtverträge” auch auf die UdSSR ausgedehnt. Die Sowjet Union drängte ständig auf die Eröffnung einer zweiten Front in Europa, die USA “erkaufte” sich das Wohlwollen Stalins (übergangsweise) mit Materiallieferungen.

So kamen, neben millionen von Tonnen an Hilfsgütern, Nahrungsmitteln und Munition auch die oben genannten 450.000 Fahrzeuge in die Sowiet Union.

Zurück zur Webseite:

Ursprünglich trug die Webseite daher den Namen “Trucks Lend-Leased To Russia In WW II” und beschäftigte sich ausschließlich mit eben jenen 450.000 Fahrzeugen aus den “Leih- und Pacht Verträgen”. Mit großer Liebe zum Detail wurden, in großer Zahl, Grafiken von diesen Fahrzeugtypen veröffentlicht, jeweils mit einer ausführlichen Beschreibung und Erklärung der technischen Details und weiterer wissenswerter Fakten.

Vor nicht zu langer Zeit wurde die Webseite jedoch um Fahrzeuge aus sowjetischer Produktion erweitert und zeigt seitdem auch Grafiken von LKW’s, Panzern und anderen Fahrzeugen welche nicht über “Lend & Lease” in die Sowjet Union kamen.

Der Name der Webseite änderte sich in den heutigen, der übersetzt (in etwa) lautet “Maschinen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg”.

Neben den, in meinen Augen hervorragenden, Grafiken werden auf der Webseite auch umfassende Informationen zu “Lend & Lease” (unter: Sources & Links), detaillierte Statistiken und Erklärungen gegeben, so z.B. über welche “Korridore” die Materiallieferungen die UdSSR erreichten.

Die Webseiten sind in Englisch geschrieben um ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Trotz der hervorragenden Leistung bleibt der Betreiber bescheiden und anonym (mir ist er namentlich bekannt) , obwohl er sich sicherlich nicht verstecken muss.

Also Leute, schaut euch diese Seite an und schreibt dem Betreiber ein paar nette Worte ins Gästebuch. Ich, als “Nostalgiker” und Liebhaber alter Fahrzeuge, schaue regelmäßig dort vorbei und freue mich über jede neue Grafik. Viel Spaß beim Lesen !