Schlechte Verlierer …
… sind mal wieder unsere “Amerikanischen Brüder” von der CIA.
Wie RIA Novosti berichtet, echauffieren sich die “Spooks” (englischer Spitzname für “Spione”) gerade gewaltig über das Buch “Legacy of Ashes” (Das Erbe der Niederlagen) von Tim Weiner.
Weiner listet ausführlich die Schlappen der US-Geheimdienste auf und kommt zu dem Schluss, die CIA habe in der Schlacht gegen die sowjetische Aufklärung den Kürzeren gezogen.
Die Kommentare der CIA lauten wie folgt:
Das Buch ‚Legacy of Ashes’ von Tim Weiner, welches vor kurzem herausgegeben worden ist, malt ein ziemlich düsteres Bild von der Vergangenheit der CIA. Gestützt auf ziemlich umfangreiche Zitate, die aus dem Zusammenhang herausgerissen worden sind, und begeistert von allem Negativen, bemerkt Weiner nicht, dass er die Erfolge der Verwaltung auf ein Minimum reduziert oder entstellt.
und
Weiner berichtet korrekt über die sowjetischen Quellen, die aufgrund des Verrats von Aldrich Ames ermordet worden sind. Doch nirgends werden das Können und die Erfahrungen erwähnt, der es bedurfte, um diese Quellen zu werben und die Geheimdienstinformationen zu beschaffen, die sie den USA übergeben haben.
Auch nett ist …
Tim Weiner hatte die Chance, die Geschichte eines komplizierten und wichtigen Themas ausgewogen zu behandeln, doch er hat es nicht getan. Seine Vorurteile haben die Oberhand über die Kompetenz des Forschers gewonnen. Die wahre Geschichte der CIA kann man aus “Das Erbe der Niederlagen” nicht erfahren
Im Vorwort seines Buches weist Weiner daraufhin, dass er sich auf mehr als 50 000 Dokumente gestützt habe, vor allem aus den Archiven der CIA, des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums. Mehr als 2 000 Offiziere der amerikanischen Nachrichtendienste, Soldaten und Diplomaten habe er befragt. In mehr als 300 Interviews aus der Zeit seit 1987 seien Offiziere und Veteranen der CIA zu Wort gekommen, darunter auch zehn CIA-Direktoren.
Auf über 700 Seiten schildert Weiner verschiedene Aspekte aus der Tätigkeit der CIA, welche, wie er überzeugt ist, zu Fehlschlägen und Niederlagen geführt haben. Seine Hauptschlussfolgerung besteht indes darin, dass die amerikanischen Präsidenten die Hauptschuld an dem Fiasko der CIA haben.
Sein wir doch mal ehrlich zueinander … die Amerikaner haben doch erst gemerkt, dass die deutsche Wiedervereinigung anstand, als ihnen die Brocken von der Berliner Mauer auf den Kopf gefallen sind. Fürs Ego ist es jedoch besonders schlimm, dass sich ein Journalist dieses Themas annimmt und die “Spooks” öffentlich vorführt.
Weiner schreibt treffend …
Um ihr institutionelles Überleben in Washington zu sichern, braucht die CIA ganz unmittelbar das Ohr des Präsidenten. Doch die Verwaltung hat sehr schnell begriffen, dass es gefährlich ist, dem Präsident das zu sagen, was er nicht hören will. Die Analytiker haben gelernt, im Trott mitzumarschieren. Die CIA hat die Kraft des Kommunismus überschätzt und die Bedrohung durch den Terrorismus falsch eingeschätzt.
Quelle: RIA Novosti

Ich weiß, ich kanns nicht lassen … aber dennoch sei folgendes angemerkt:
Tim Weiner ist Reporter der New York Times und Pulitzer-Preisträger, also nicht die amerikanische Version des Jürg “Krusenstern” Vollmer.
Sorry, ich konnte nicht anders …