Российская Федерация

Du wen’ger, Du verzücktes Häuflein Elend !

Veröffentlicht in Das Internet, Die Blogosphäre, Humor by Heribert Schindler am September 5th, 2007

Der “Blogger-König” betritt die Szene: 

Der wackre Blogger lehrt dem Volk die Märe,
Und nie von heute bis zum Schluß der Welt
Wird Krusenstern - Крузенштерн Vollmer vorübergehn,
Daß man
es ihn nicht dabei erwähnen höre, 
Den wen’gen, Das verzückte Häuflein Elend,
Denn welcher heut sein Lob nicht über ihn vergießt,
Der wird sein Wolfspitz sein; sei er noch so wichtig,
Der heutge Tag wird tadeln seinen Stand.
Und Edelleut im Land der Schweizer, jetzt im Bett,
Verfluchen einst, daß sie dabei gewesen,
Und es wird einem übel werden, wenn nur jemand ihn erblickt,
Den der da kocht, vor Eigenlob, 
Am
FACTS.CH-erlag-dem-Vollmer-Krusenstern-Крузенштерн-Tag

Frei nach Willhelm Schüttelbier
König Vollmer-Krusenstern I.
Akt 1, Szene 1

Zweierlei Maß bei der Schweizer Justiz …

Veröffentlicht in Russland, Schweiz by Heribert Schindler am September 5th, 2007

… meint “Russland Aktuell” …

Russland-Aktuell, Mittwoch, 05.09.2007

Moskau. Ein Schweizer Gericht hat wegen des Überlingen-Crashs vor drei Jahren vier Mitarbeiter der Flugüberwachung Skyguide schuldig gesprochen. Das Urteil fiel mild aus – nach russischer Sichtweise viel zu mild.Drei der acht Angeklagten erhielten eine zwölfmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Ein vierter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, vier andere freigesprochen.

In Russland entstand dabei der Eindruck, dass die Schweizer Justiz mit zweierlei Maß misst – ein bekannter Vorwurf, der sonst gerne aus dem Westen über das russische Rechtssystem geäußert wird.

Aber es ist etwas dran: Einerseits lehnten die Schweizer Gerichte es ab, den vereinsamten Familienvater Witali Kalojew aus der Haft zu entlassen, der bei der Flugzeugkatastrophe Frau und Kinder verlor - und später, als die Skyguide-Führung sich noch nicht einmal entschuldigte – den vermutlich schuldigen Fluglotsen im Affekt niederstach.

Der Fluglotsenmörder wurde und wird härter angefasst

Kalojew wurde nicht zur Verbüßung der Haftstrafe nach Russland ausgeliefert und er wurde auch nicht nach Absitzen von zwei Dritteln der Haft freigelassen, wie es jetzt im August möglich gewesen wäre.

Andererseits werden Fluglotsen zu Geldstrafen und Bewährungsstrafen verurteilt und die verantwortliche Skyguide-Direktion kommt ganz bleibt ungeschoren davon.

Kalojews Bruder nennt das aktuelle Urteil dann auch formal, verspätet und ungerecht. Es fällt schwer, dem nicht zuzustimmen. (gim/rufo/Moskau)

Lasst uns lieber über das Geld anderer Leute reden … genau … das in der Schweiz.

Das Geld anderer Leute … Teil 2 …

Veröffentlicht in Russland, Schweiz by Heribert Schindler am September 5th, 2007

… das Yukos-Geld … wem gehörts ?

Rechtshilfe für Kreml abgelehnt

Ex-Yukos-Chef Newslin will Opposition gegen “repressives” Regime Putins stärken.

Bis auf einige Firmenkonten in der Schweiz sind die Spuren des einstigen russischen Erdölriesen Yukos verwischt.

Doch genau diese Konten könnten sich für Kreml-Chef Wladimir Putin nun als später politischer Bumerang erweisen: Seit er ab 2005 die Zerschlagung des einstigen Erdölriesen betrieb, wurden Putin dafür politische Motive unterstellt.

Nur Etappensieg über Rivalen
Der Hintergrund: Ex-Yukos-Eigentümer Michail Chodorkowski hatte keinen Hehl daraus gemacht, mit seinem Geld Putins Gegner zu unterstützen.

Nach Lesart des Kreml dagegen hatte sich der russische Staat mit der schrittweisen Filetierung von Yukos nur zurückgeholt, was ihm zustand: einen Berg uneinbringlicher Steuerschulden.

Schweiz gibt Gelder frei
Ein Teil des Yukos-Vermögens, das auf Konten in der Schweiz geparkt ist, war auf Drängen Moskaus eingefroren worden - ein Etappensieg für den Kreml. Nun setzte es jedoch einen Rückschlag: Die Schweiz entschied, die Konten wieder freizugeben. Den Zugriff darauf erhält Ex-Yukos-Chef Leonid Newslin.

Putin-Kritiker will Opposition stärken
Der gibt offen zu, was er damit vorhat: Ein Teil des Vermögens solle der Unterstützung der Opposition in Russland zugute kommen, sagte Newslin der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Es soll der “liberalen Bewegung” zufließen, so Newslin weiter. Mit Blick auf die bevorstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen in Russland sei es wichtig, dass es Kräfte gebe, die für demokratische Grundsätze, Meinungsfreiheit und eine unabhängige Justiz einstünden.

Der Geschäftsmann, der - wie der inhaftierte Chodorkowski wegen Steuerhinterziehung - in Russland per Haftbefehl gesucht wird und in Israel lebt, wolle Bürgerrechtsgruppen und Menschenrechtsorganisationen fördern, die ihre Tätigkeit in Russland trotz der “Repressalien” unter Putin fortsetzen, wurde er weiter zitiert.

250 Mio. Dollar aus Firmenkonten
Die Schweizer Behörden hatten erst vergangene Woche rund 250 Mio. Dollar (rund 184 Mio. Euro) freigegeben.

Einen russischen Antrag auf Rechtshilfe bei den Ermittlungen über die seinerzeitigen Geschäfte der ehemaligen Yukos-Spitze lehnte das Schweizer Bundesgericht dagegen ab. Bei den Geldern handelt es sich sowohl um Spesenkonten von Yukos-Mitarbeitern als auch um Konten von Unternehmen der Yukos-Gruppe.

Kreml: “Zwielichtige Geschäfte”
Russland hatte der Yukos-Führung auch vorgeworfen, Gelder aus zwielichtigen Geschäften mit Öl, Düngemitteln und anderen Produkten über Unternehmen oder Guthaben in der Schweiz gewaschen zu haben.

Yukos, einst der mächtigste Ölkonzern Russlands, war 2006 für bankrott erklärt worden. Aufgebaut hatte ihn Chodorkowski nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Er verbüßt nach seiner Verurteilung wegen Betruges und Steuerhinterziehung im Jahr 2005 eine mehrjährige Haftstrafe in Sibirien.

Nach neuen Anschuldigungen droht Chodorkowski eine Haftverlängerung auf insgesamt 15 Jahre.

Quelle: ORF.AT

Das Geld anderer Leute … Teil 1 …

Veröffentlicht in Russland, Schweiz by Heribert Schindler am September 5th, 2007

Wer erinnert sich noch an das Drama mit den “nachrichtenlosen Konten” ?

Zur Erinnerung …

Von Christiane Oelrich, dpa, vom Mittwoch, 23. Juli 1997 12:05 Uhr

Zürich (dpa) - Die Schweizer Bankiers gehen 52 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals aktiv und in großem Stil auf die Suche nach den Erben von Konto-Inhabern, die wahrscheinlich in der Mordmaschinerie des Nazi-Terror-Regimes ums Leben kamen.

Sie beugten sich damit internationalem Druck vor allem jüdischer Organisationen, deren Forderungen nach Auskunft sie bis zuletzt mit dem Hinweis auf halbherzige Suchaktionen in den 60er Jahren und das sakrosankte Bankgeheimnis abgewimmelt hatten.

Bankierpräsident Georg Krayer räumte ein, daß die späte Veröffentlichung ein Fehler war. Gleichwohl sei er stolz auf das Schweizer Bankensystem, das weiterhin in aller Welt als Modell diene.

Ob das angeschlagene Ansehen der Schweizer Banken mit der neuen Strategie wirklich wieder auf Hochglanz poliert werden kann, gilt Beobachtern indes als mehr als fraglich. Der Imageverlust ist durch das lange Zögern der Banken schon beträchtlich. Deshalb sehen viele Beobachter in dem Vorpreschen der Bankiers vor allem eine Maßnahme zur Schadensbegrenzung.

Die Kehrtwende im Umgang mit den Holocaust-Opfern kam nicht freiwillig. Während die Schweizer Regierung - wenn auch langsam und ebenfalls erst unter Druck - damit begann, Fonds aufzulegen und Historiker mit der Geschichtsforschung zu beauftragen, beharrten die Banken bis zuletzt auf ihrer Linie.

Erst der immense Druck jüdischer Organisationen, die im Raum stehende Drohung eines Boykotts der Schweizer Banken, hat das Umdenken bewirkt.
Für verarmte Nachfahren von Juden, die in den Konzentrationslagern der Nazis ums Leben kamen, kommt die Geste reichlich spät. Vergeblich haben unzählige von ihnen jahrelang an die Türen der reichen Schweizer Geldinstitute geklopft, um den Schweizer Banken das Geld ihrer Vorfahren zu entlocken.

“Ohne Totenschein kein Zugang zum Konto” wurde vielen lapidar erklärt. Anträge, die nicht durch gut sortierte Unterlagen belegt waren, blieben chancenlos. Für die Suche verlangten die Banken zudem eine Unkostenbeteiligung von 300 Franken - das war für Nachfahren etwa im osteuropäischen Raum unbezahlbar.

Wenn die Akten über diesen sogenannten nachrichtenlosen Konten endlich geschlossen werden, dürften die Bankiers aufatmen. Von der Anklagebank sind sie damit noch lange nicht. Im Raum stehen weiterhin schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Geschäftsgebahren während des Zweiten Weltkriegs.

Nazigrößen hätten ihre aus geplündertem jüdischen Besitz zusammengerafften Vermögen bei Schweizer Banken ungestört anlegen können, heißt es. Gold, das Flüchtenden und Gefangenen geklaut worden war, sei in der Schweiz problemlos deponiert worden worden. Die Schweizer Nationalbank habe für die Nazis tonnenweise Gold gewaschen, das aus den Nationalbanken überrannter Staaten geplündert worden war.

Inwieweit die Schweizer Bankiers Vermögen schützten, die von Nazigrößen in die Schweiz geschafft worden waren, ist noch nicht einmal in Ansätzen untersucht worden.

Das Simon Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles hatte Anfang des Jahres eine Liste mit den Namen von 334 Nazi-Größen und deren Ehepartnern an Regierungen in aller Welt verschickt, um eine systematische Suche nach solchen Konten zu erleichtern.

Na ? Wem gehörts ?