Bloganalyse
Den Krusenstern-Blog von Jürg habe ich lange mit Interesse gelesen. In letzter Zeit sind mir aber auch ein paar Dinge dort negativ aufgefallen.
Jürg schreibt viele seiner Beiträge von anderen Medien weitgehend ab, er deklariert zwar die Quellen richtig, das ändert aber nichts daran das diese Beiträge dann meist so gut wie keine Eigenleistungen von ihm enthalten, für mich Etikettenschwindel, sorry.
Leider kann man mit Jürg über dies nicht diskutieren, er hat bereits wiederholt kritische Kommentare nicht veröffentlicht, aus meiner Sicht ist das alles kein guter Stil.
Posted by Stefan on 25-Sep-07 at 2:35 pm | Permalink
Oha ! Es spricht sich rum ! Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt.
Die Krux mit den Krusenstern-Kommentaren …
… erlebt nun auch Matthias vom Swiss Metablog. Willkommen im Club !
Lesenswert ist sein Beitrag “Kommentar-Autonomie II” …
“..Lang ist’s her, dass jemand mit der Aufschaltung meiner Kommentare zögerte, weil sie ihm nicht in den Kram passten. Damals habe ich in einem Beitrag darauf hingewiesen, wie man dieses Problem lösen kann: Indem man den Kommentar ganz einfach auf dem eigenen Blog publiziert.
Und heute ist es mir wieder passiert: Ein Kommentar von mir wurde unterdrückt. Statt ihn zu publizieren, schrieb mit der Blogger kurz darauf ein Mail. Ich habe gleich geantwortet und ihn aufgefordert, einfach meinen Kommentar zu publizieren.
Das ist inzwischen mehr als eine Stunde her. Und ich muss leider davon ausgehen, dass mein Kommentar nicht publiziert wird. Also greife ich halt wieder zur Selbsthilfe! Hier ist der Kommentar, der nicht publiziert wurde:
Jürg, musst du wirklich ständig deine Blog-Beiträge in Wikipedia eintragen? Irgendwie peinlich und auch irreführend, diese häufige Eigenwerbung.
Zumal deine Blog-Beiträge häufig nicht wirklich Quellen sind, sondern mehr oder weniger augenfällig bestehende Texte nacherzählen.
Mir ist das schon häufiger aufgefallen, aber jetzt hat’s mir wirklich den Hut gelupft.
Ich habe mir nämlich die Mühe gemacht, im Wikipedia-Artikel zu Usmanow tatsächlich relevante News- und Blogartikel zu verlinken. Und jetzt kommst du schon wieder daher und schreibst den Text ein kleines bisschen um (du hast übrigens mehrere Interpunktionszeichen vergessen), damit du einen Link zu deinem schmalbrüstigen Blogartikelchen reinschmuggeln kannst? Das stinkt doch zum Himmel.
Ob der Wortlaut genau stimmt, weiss ich nicht mehr; bei Kaywa werden Kommentare, die in der Moderationsschlaufe stecken, nicht angezeigt, deshalb konnte ich keinen Screenshot machen. Aber die Links sollten hinkommen, und die Botschaft auch. Und sie ist leicht zu beweisen. Folgt einfach den Links in meinem dort unterdrückten, aber hier publizierten Kommentar…”
Lieber Matthias, stay cool ! Es hätte Dich auch schlimmer treffen können ! Stell Dir blos vor, Du hättest Deinen Kommentar auf Krusenstern wiedergefunden … aber mit gänzlich anderem Inhalt. DAS wäre erst richtig lustig gewesen … . Du hättest auch etwas vorfinden können das versucht hätte einen kompletten Narren aus Dir zu machen. Du wärest nicht der Erste gewesen.
Krusensterns Gesetz der Kreativen Kommentare … seit über einem halben Jahr prangert Российская Федерация die “Comment Policy” des Krusenstern-Weblogs schon an. Es wollte aber keiner zuhören … jedenfalls bis heute.
Realität ist die Illusion …
… die durch mangelhaftes Bloggen entsteht … müsste man so manchem Blogger wohl gelegentlich zurufen.
Zumindest unserem alten Spezi JVO … ooops, wobei es den JVO eigentlich gar nicht mehr gibt, seine Wiki Seite hatte er ja gelöscht: Nutzer JVO.
Aber so ganz auf ihn verzichten sollte die Wiki-Welt dann doch nicht, also zog sich Krusenstern/JVO ein Kater-Kostüm an: Nutzer Kotofei Iwanowitsch.
Bei dieser Gelegenheit beförderte er seine Russisch-Kenntnisse auf ru-2 und setzte dafür seine Englisch-Kenntnisse auf en-2 herab: JVO im Google-Cache.
Parallel dazu war er mal wieder an einem ganz heissen Thema dran: Usmanow vs. Blogosphäre.
Zitate aus seinem Pamphlet:
“…Nun schlagen die Blogger zurück…Daraufhin schaute sich die Öffentlichkeit den Kreml-nahen russischen Milliardär genauer an…Gemäss der russischen Zeitschrift “Finans” zählt Usmanow heute mit einem geschätzten Vermögen von 2,6 Milliarden Dollar zu den 16 reichsten Russen - was möglicherweise nicht ohne ein paar Flecken auf der Weste abging … Und die “Affäre Usmanow vs. die Blogosphäre” hat erst begonnen, mit der für Blogosphäre typischen Dynamik vergrössert sich die Affäre Stunde um Stunde zum veritablen Skandal …”
Ganz klar:
Das ist Blog-Journalismus at its best, vergesst ARD, ZDF, SRG, FAZ und NZZ … es gibt JVO-Krusenstern, den grossen Russlandexperten der zwar noch nie selbst in Russland war, aber von Zürich aus auf jeder russischen Weste einen Fleck erkennt.
Natürlich beteiligte sich mittlerweile auch Kotofei Iwanowitsch mit der für seinen eineiigen Zwillingsbruder JVO typischen Dynamik an den Diskussionen in der Wikipedia:
“… Dass Weblogs als solche nicht verlinkt werden sollten, hat sich (IMHO zu Recht) als Wiki-Regel durchgesetzt … In immer mehr Fachgebieten gibt es nun aber Fachblogs, welche selbst recherchierte Beiträge publizieren. Diese Beiträge sind aufgrund der Fachkenntnisse der Autoren oft besser, als die entsprechenden Beiträge in den Mainstream-Medien. Sollte es deshalb nicht erlaubt sein, einzelne (!) Beiträge aus Fachblogs in der Wikipedia zu verlinken ?”
Da fällt einem nun aber wirklich gar nichts mehr zu ein…ist da einer so blöd, tut er nur so … oder ist der ganze Krusenstern-Weblog am Ende so was wie die Saalwette beim Gottschalk … ätsch, wir wollten nur mal gucken ob ihr uns das ganze Zeug abkauft ???
