Российская Федерация

31 10 07

Zwischen Sassnitz / Mukran und Baltijsk …

Gespeichert unter: Deutschland, Russland — Heribert Schindler @ 13:03

… verkehrt nun einmal wöchentlich die Eisenbahnfähre “Vilnius”. Das von einem deutsch-dänisch-russischem Joint Venture betriebene Schiff wird nun fahrplanmäßig, jeweils donnerstags um 16.00 Uhr, den deutschen Fährhafen Sassnitz / Mukran (Rügen) verlassen um nach 16-stündiger Fahrt den russischen Fährhafen Baltijsk (ehemals Pillau) in der Exklave Kaliningrad  zu erreichen. Die planmäßige Ankunft wird freitags um 09:00 (Ortszeit) sein.

Die Rückreise erfolgt am gleichen Tag abends um 18.00 Uhr (Ortszeit), zurück in Richtung des östlichsten Tiefwasserhafens Deutschlands, wo die Fähre am Samstag um 10.00 Uhr festmacht.

Auf ihrer Fahrt kann die “Vilnius” jeweils 90 Waggons der russischen Breitspur oder 108 Lkw-Trailer laden, sowie 132 Passagiere befördern.

Der Seeweg umgeht den längeren und aufwendigeren Landweg via Polen und Weißrussland.

Sassnitz /Mukran (Frachtumschlag fünf Mio. Tonnen und 750.000 Passagiere pro Jahr), wirbt nicht nur mit seiner zentralen Verkehrslage an der Nordspitze Rügens, sondern vor allem als Spezialhafen für den kombinierten Eisenbahnfährverkehr: Die Gleis- und Umschlaganlagen ermöglichen das Verladen von kompletten Eisenbahnwaggons. Auch ist Mukran der einzige Hafen Mitteleuropas für Verkehre mit russischen Breitspurwaggons.

Auch Baltijsk, früher eine hermetisch abgeriegelte Militärstadt, wird als Fährhafen von der Dynamik des Ost-West-Warentransports über die Ostsee profitieren. Die künftige Rolle der Hafenstadt könnte die eines Umschlagplatzes und Verteilers für das russische Hinterland sein.

Ob auch politische Gründe bei der Umsetzung der Transportlösung ”Seeweg” eine Rolle spielten ist nicht (öffentlich) bekannt, aber durchaus wahrscheinlich. Es dürfte ähnlichen Erwägungen Rechnung getragen worden sein, wie sie auch bei der Entscheidung zum Bau der “Ostseepipeline” berücksichtigt wurden. 

Die Pipeline, die zukünftig russisches Erdgas direkt von Russland (Viborg) nach Deutschland unter der Ostsee befördern wird, umgeht ebenfalls Polen und Weißrussland. Die Einsparung von Transitgebühren dürfte hier nur einer von mehreren Aspekten sein.

Ausführlich berichtet Russland-Aktuell über die neue Fährverbindung zwischen Sassnitz / Mukran und Baltijsk hier.

29 10 07

Ins wilde Kurdistan …

Gespeichert unter: Der Nahe Osten, Irak, Russland, Türkei, USA — Heribert Schindler @ 15:38

… will die Türkei. Der türkische Regierungschef Tayyip Erdogan hat eine deutliche Botschaft an die USA übermittelt. Sie lautet: “Steht uns nicht im Wege”.

Recht hat er, der Herr Erdogan. Die USA haben sich auch nicht, weder durch Vernunft noch durch gute Worte, von ihrem Irak-Abenteuer abhalten lassen. Die “Einzige Supermacht der Welt” erlebt nun ein Debakel nach dem anderen und die “unbesiegbare US-Armee” lernt gerade das “besiegt werden”. Eine Erfahrung die nach Vietnam fast vergessen war. Da ist man in Washington froh über jede Region im Irak in der es nicht brodelt.

Im “Sunnitischen Dreieck” hat die US-Armee längst die Initiative an die “Aufständigen” verloren, kann nur noch reagieren. Im schiitischen Süden siehts nicht anders aus, obwohl hier überwiegend die britischen Verbündeten in der Defensive sind.

Einzig ruhig ist derzeit der kurdische Norden. Warum ?

Ähnlich den Stammesregionen in Afghanistan lässt man hier die “Warlords” und “Stammesfürsten” schalten und walten, nach eigenem Gutdünken. Hier wird die “ethnische Karte” stärker gespielt als die “religiöse”. Kein Wunder das die “Kurdistan-Frage” hier ganz oben auf der Agenda steht.

Betroffen von der “Kurdistan-Frage” ist nicht nur der Nord-Irak, betroffen sind auch Syrien, Iran und die Türkei, erstreckt sich doch das kurdische Siedlungsgebiet über die Landesgrenzen dieser Staaten hinweg.

Die Türkei gerät durch die Aktionen der PKK immer mehr in Zugzwang, da die “Aktivisten” der PKK vom vermeintlich sicheren Nord-Irak aus operieren. Wen wundert es das die Türkei gegen das Rückzugsgebiet der PKK nun militärisch vorgehen will, nachdem diplomatische Bemühungen, gerichtet an die “irakische Regierung”, wenig fruchten und die USA keinerlei Interesse zeigen sich mit ihren kurdischen “Verbündeten” wegen der PKK zu überwerfen.

Den USA dürften bereits die Schweißperlen auf der Stirn stehen, kommen der Bush-Administration die türkischen Pläne doch wenig entgegen, könnten diese doch ein kompliziertes Szenario aufbauen.

Die Türkei, langjähriger NATO-Partner und “Freund” der USA liegt an strategisch günstiger Stelle, auch wenn die Türkei den Bosporus und die Dardanellen nicht mehr gegen die bösen Sowjets verteidigen muss. In den Aufmarschplänen der USA, zum Irakkrieg von 2003, spielte die Türkei ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch wenn Ankara nicht wie gewünscht agierte und die Pläne Washingtons durchkreuzte.

Dennoch, können die USA es sich leisten den “Bündnisverpflichtungen” gegenüber ihren “kurdischen Verbündeten” im Nord-Irak nachzukommen und sie gegen die (einmarschierenden) Türken schützen ? Können die USA es sich leisten ihre “kurdischen Verbündete” militärisch gegen die Türkei zu unterstützen ?

Können die USA es sich leisten die “kurdischen Verbündeten” nicht vor den Türken zu schützen, sich militärisch passiv verhalten weil man dem NATO-Partner Türkei nicht brüskieren will ?

Können die USA es sich leisten militärisch gegen türkische Truppen im Nord-Irak vorzugehen um die Kurden zu schützen ?

Das türkische Militär ist nicht zu unterschätzen, weder in Fragen der Ausrüstung noch der Führung. Kampfkraft haben die Türken immer wieder bewiesen, das wissen auch die Kurden.

Kämpfe im Nord-Irak, egal “wer gegen wen”, dürften den “Aufständischen” im restlichen Irak gelegen kommen, bänden sie doch amerikanische Truppen, amerikanische Aufmerksamkeit oder sogar beides. Ein weiteres Krisenzentrum mehr, mit dem die Amerikaner fertig werden müssten.

Am türkischen Willen gegen die Kurden vorzugehen sollte nicht gezweifelt werden (Quelle).

Erdogan spricht:

“Die USA können uns empfehlen, dass wir diese Operation nicht durchführen. Aber wir haben selber beschlossen, was zu tun ist. Wir werden die erforderlichen Schritte unternehmen, die für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus in unseren Gesetzen und vom Völkerrecht vorgesehen sind.”

Was hat dieses Problem mit Russland zu tun ? Ganz einfach … mich interessiert brennend wie sich Russland an amerikanischer Stelle verhalten würde, mal abgesehen von der Tatsache, dass Russland das “Irak-Abenteuer” nicht veranstaltet hätte. Die Lehren aus dem sowjetischen Afghanistankrieg wurden gelernt.

24 10 07

Die Deutsche Welle hat’s nicht eilig …

Gespeichert unter: Das Internet, Deutschland — Heribert Schindler @ 17:00

 … dies wird dadurch ersichtlich, dass Stimmabgaben und Kommentare für die Nominierten der “The BOBs - Best of the Blogs” äußerst langsam “verarbeitet” werden. Folgender Screenshot zeigt es …

the_bobs.jpg

Am 23.10.2007 um 08:39:07 Uhr habe ich bei “The BOBs” für meinen Favoriten gestimmt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Eintrages sind nun über 32 Stunden vergangen, mein Kommentar und wohl auch meine Stimme werden derzeit immer noch “geprüft”. (Anmerkung: Der Kommentar besteht nur aus 2 Worten, keins davon obszön, unflätig, antisemitisch oder sonstwie “anstößig” … also nicht wirklich “prüfungswürdig”.)

Komischer Weise sind wohl auch Kommentare (und wohl auch Stimmen), die bereits am 24.10.2006 um 21:19:27 Uhr, am 23.10.2006 um 16:08:59 Uhr und davor abgegeben wurden, in die Bewertung eingeflossen.

Konnte man vor fast genau einem Jahr bereits für “The BOBs 2007″ abstimmen ? Das würde sogar den “Grimme Online Award 2007 Skandal” toppen.

Oder kommts jetzt ganz dicke ? Bekommen wir bald erzählt, dass es eine bedauerliche Computerpanne gab und die Stimmen jetzt “per Hand” ausgezählt werden müssen ? Wer ist hier eigentlich der “beratende Wahlbeobachter” ? Alexandr Lukaschenko ?

Achso … wer jetzt denkt ich hätte das getürkt … hier ist die Originalseite.

Alles wird “relativ” …

Gespeichert unter: Polen, Russland, Tschechische Republik, USA — Heribert Schindler @ 11:38

… in der Frage / den Fragen zum “Raketenschild”. Die großen Töne aus USA werden auch etwas kleinlauter, aber wohl nicht für lange. Wir kennen doch unsere “Amerikanischen Brüder”.

In Polen wurde gewählt, die eine Hälfte der “Kaczinski-Twins” muss ihren Posten an Donald Tusk abtreten. Der verspricht einen “moderateren Ton” im Umgang mit Russland (und Deutschland).

In der Tschechischen Republik erklärt der Vizeaußenminister Tomas Pojar, dass Washington und Prag ihre Gespräche über die Stationierung von Elementen der Raketenabwehr in Tschechien nicht wie geplant bis Jahresende abschließen können. “Wir brauchen noch einige Monate”, sagte Pojar.

Zugleich vermutet Pojar, dass die Regierung in Prag mit erheblichen Problemen bei der Erörterung eines Beschlusses über die Raketenabwehr im Parlament konfrontiert sein werde. Er wolle aber die Ergebnisse von Umfragen nicht berücksichtigen, wonach sich die meisten Bürger Tschechiens gegen die Stationierung der amerikanischen Raketenabwehr ausgesprochen hätten. (Quelle: RIA Novosti)

Da muss man in Washington nun wohl doch versuchen die “Russische Demokratur” mit ins Boot zu holen. Soviel zur “one and only super-power”, “the legend in her own mind”.

Globale Geschäfte …

Gespeichert unter: China, Iran, Israel, Russland — Heribert Schindler @ 11:11

… auf dem internationalen Waffenmarkt. RIA Novosti greift einen Artikel von Kommersant auf und berichtet von einem “Vierecksgeschäft”, welches durchaus zum Kreis werden könnte.

Worum geht es ? Die Volksrepublik China modernisiert ihre Luftwaffe und kauft hierzu von Israel ein komplettes “Jägerprojekt”, den J-10. Ursprünglich von Israel für Israel entwickelt, verkauft Tel Aviv dieses Projekt aber an China.

China modernisiert die Jäger mit russischen Triebwerken (Saljut Al-31 FN) und erwägt den Verkauf von 2 Staffeln (24 Maschinen) an Iran.

Iran würde damit über Jäger mit größerer Reichweite verfügen, die im Gegensatz zu den bereits vorhanden MIG 29 Israel im Direktflug erreichen und auch wieder zu den Heimatbasen im Iran zurückkehren könnten.

Alles halb so wild … sagen die Analysten. Die Amerikaner verfügen über eine “ausreichende Anzahl” an “überlegenen” Flugzeugmustern in der Golfregion um ihren kleinen Bruder Israel vor potenziellen iranischen Angriffen zu schützen. Die J-10 würden sowieso “nur zum Schutz wichtiger staatlicher Objekte eingesetzt”. Zum Beispiel des Atomkraftwerks in Bushehr.

So so …

Die Amerikaner wiederum rechnen mit israelischen Luftangriffen auf Bushehr, sollte Russland nicht von der Lieferung von Kernbrennstoffen an Iran absehen. Israel würde dem Iran den Bau von Nuklearwaffen nicht gestatten. Auch hierüber berichtet RIA Novosti.

Worst Case Scenario: Israel fliegt Luftangriffe auf Iran, die israelischen Piloten treffen im iranischen Luftraum auf Flugzeuge “Made in China - Designed in Israel” mit russischen Triebwerken und iranischen Piloten. Der Kreis schließt sich.

Da hat wohl jemand in Tel Aviv “Gunrunner’s Law”, Regel # 1, nicht beachtet … die da lautet …  “Lass dich niemals von deiner eigenen Ware anschießen.” (Hier wohl eher “abschießen”). Was würde wohl Simeon Weisz dazu sagen ?

23 10 07

Darf man schon gratulieren ? …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 19:55

… das ist hier die Frage. Dem selbst nominierten und bereits gewählten Gewinner aussichtsreichen Kandidaten in der Rubrik “Best Weblog Deutsch” der “BOBs - BEST OF THE BLOGS” würde ich ja gerne bereits heute schon gratulieren “viel Erfolg” wünschen, aber man muss vorsichtig sein. Man soll die Jurorin den Tag nicht vor dem 15. November Abend loben.

Es soll ja kein erneuter Eklat entstehen, wie beim “Grimme Online Award 2007″ , à la “Ich weiß etwas, was Du noch wählst” .

Obwohl … bei den exquisiten Beziehungen des Kandidaten und seinem guten Händchen bei den Damen ? Der Mann muss ein echter Womanizer sein, bedenkt man die Hassmails die hier von seinen weiblichen Fans eintrudeln. 

Besonders die “Fuktionärin” von Wikipedia, die so damenhaft schreibt weil sie ihren Galan auf dessen Wiki-Benutzerseite(n) schlecht bzw. unfair behandelt sieht, ist bemerkenswert.

Ich übernehme daher vorsichtshalber ‘mal den “Disclaimer” von in|ad|ae|qu|at, der da lautet:

DISCLAIMER : Dies sei die Reaktion eines enttäuschten , erniedrigten und beleidigten MIT- Bewerbers ?? - - - LOL , können wir da nur antworten .

Zur ergänzenden Lektüre:

  1. Admiral Golowko: “Best of the Blogs !”
  2. in|ad|ae|qu|at: “Best of The Blogs: Deutsches Juroren-Solo ?”

22 10 07

Ist fliegen wirklich ungefährlich ?

Gespeichert unter: Russland — Heribert Schindler @ 16:34

Frage an “Radio Jerewan” : Ist fliegen wirklich ungefährlich ?
Antwort: Im Prinzip ja, aber …

… man sollte sich einen sicheren Sitzplatz suchen und, vor Allem, ein Ticket kaufen.

Für einen jungen Asiaten kommt dieser Ratschlag allerdings zu spät. Seine Leiche wurde in der Nähe Moskaus gefunden und weist alle Merkmale eines Sturzes aus großer Höhe auf.

Aufgefunden wurden die sterblichen Überreste des jungen Mannes von einem Spaziergänger der seinen Vierbeiner ausführte. Aufmerksam wurde der Spaziergänger durch ein abgerissenes menschliches Bein, welches in einem Baum hing.

Da der Fundort der Leiche sich fernab jeglicher höherer Gebäude befindet, aber genau in der Einflugschneise des mehrere Kilometer entfernten Flughafens Domodedowo liegt, gehen die russischen Polizeibehörden derzeit davon aus, dass der junge Mann aus dem Fahrwerksschacht eines einfliegenden Verkehrsflugzeuges fiel.

Vermutlich war der “blinde Passagier” bereits vor dem Aufschlag tot, anscheinend ist er bereits im Fahrwerksschacht erstickt oder durch die in der Reiseflughöhe eines Verkehrsflugzeuges herrschenden Kälte erfroren.

Personalpapiere trug der junge Mann nicht bei sich, lediglich eine Liste mit verschiedenen moskauer Telefonnummern. Seine Bekleidung bestand nur aus zwei übereinander getragenen T-Shirts und einer Jeans.

Aufgrund der gegenwärtigen Sachlage gehen die Behörden von einem illegalen asiatischen Einwanderer aus, da von Domodedowo abfliegende Maschinen regelmäßig auf “blinde Passagiere” in Fahrwerksschächten überprüft würden. Auch schlössen die Maschinen in der Regel bereits kurz nach dem Abheben die Fahrwerksschächte, sodass ein Absturz aus einem solchen Schacht, wenn überhaupt, noch über dem Flughafen erfolgen würden.

Das junge Todesopfer hat einen “berühmten” Vorgänger, einen jungen Mann aus Perm, der kürzlich einen Flug von Perm nach Wnukowo mit schweren Erfrierungen überlebte. Der 15-Jährige hatte 1 1/2 Stunden, bei Minus 50° Celsius und akutem Sauerstoffmangel, in dem Fahrwerksschacht einer Boeing zugebracht.

Quelle: Russland-Aktuell

“Grüezi” und “Auf Wiederluege” …

Gespeichert unter: Russland, Schweiz — Heribert Schindler @ 14:27

… “Grüezi” sagt Jürg “Krusenstern” Vollmer, stellvertretend für die “gastfreundliche Schweiz”, zu Igor Borisovich Bratchikov, dem Botschafter der Russischen Föderation in der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

“Auf Wiederluege” sagen 29 Prozent der eidgenössischen Wähler den in der “gastfreundlichen Schweiz” ansässigen Ausländern. Hierzu meldet der “Wahlgewinner” der Parlamentswahl, die “Schweizerische Volkspartei (SVP)”  …

Mit 29 Prozent hat die SVP ein historisches Wahlergebnis erzielt. Seit Einführung der Proporzwahlen 1919 hat nie eine Partei einen höheren Wähleranteil verzeichnet. Dies ist nicht nur eine eindrückliche Bestätigung der erfolgreichen SVP-Politik der vergangenen Jahre, sondern ein erneuter Vertrauensbeweis breiter Bevölkerungskreise in die Politik der SVP. Dass die SVP ihren Wähleranteil nach zwei Wahlsiegen nicht nur festigen, sondern sogar noch einmal erhöhen konnte, muss als Sensation gewertet werden. (Quelle: SVP)

Eine Sensation ist auch die “Ausschaffungsinitiative” der SVP, so sensationell, dass sogar der UN-Sonderberichterstatter für Rassismus auf den Plan gerufen wurde. Die Wahlplakate der SVP zeigen nämlich, unter dem Motto “Sicherheit schaffen”, wie drei weiße Schafe auf der Schweizer Fahne stehen und ein schwarzes Schaf “wegkicken”.

Äußerst populistisch zeigt sich die SVP auch in der Begründung für ihre “Ausschaffungsinitiative”, wirbt sie doch mit der Begründung, dass viel zu viele Ausländer die “Schweizerische Gastfreundschaft” missachteten. Sie begingen schwere Straftaten, bedrohten “Schweizer Eigentum” sowie “Gesundheit und Leben” der Eidgenossen. Und das seien die Fakten:

52,8% aller Straftaten in der Eidgenossenschaft würden durch “Ausländer” begangen. Die Ausländer seien für 52,7 % aller Körperverletzungen, für 55,5% aller vorsätzlichen Tötungen, für 66% aller Erpressungen und für 85,5% aller Vergewaltigungen verantwortlich. (Quelle:  “Ausschaffungsinitiative” )

Als “populistisch, demagogisch und stark” bezeichnet die TAZ die “Schweizerische Volkspartei”. Lesenswert hierzu ist der Artikel von Nicola Mohler, mit dem treffenden Titel Wer den Hass sät.

Ihre Fremdenfeindlichkeit unterstreicht die SVP mit populistischen “Internetspielchen”, wie z.B. “Zottel rettet die Schweiz”, in dem das Maskottchen der SVP (der Gamsbock “Zottel”) “die schwarzen Schafe dorthin zurückkickt, wo sie hergekommen sind”. So steht es auf der Webseite des “Zottel-Games” (www.zottel - game.ch).

An der Spitze der SVP steht der 67-jährige frühere Unternehmer Christoph Blocher. Kritiker nennen ihn einen “Demagogen”, “Populisten” und “Rassisten” und vergleichen ihn mit Jörg Haider oder gar Jean-Marie Le Pen, seine Anhänger hingegen feiern ihn als “mutigen Kämpfer” gegen “Überfremdung” und für eine souveräne Schweiz. Auf jeden Fall , seit er Ende 2003 für die Schweizerische Volkspartei (SVP) zum Bundesrat gewählt wurde, steht Blocher im Mittelpunkt der Schweizer Politik. (Quelle: TAZ)

Ob sich Igor Borisovich Bratchikov an seiner Wirkungsstätte wohlfühlen wird ? Er ist immerhin “Ausländer”, trotz Diplomatenpass. Ob er sich über das “Grüezi” des Jürg “Krusenstern” Vollmer freuen wird steht zu bezweifeln. Politisch könnten sich Vollmer und Blocher nahe stehen, da der Letztere sich auf alle “Ausländer” einschießt und der Erste “nur” eine besondere Vorliebe für Russland hat.

Zwei der drei “Attribute”, mit denen die Kritiker Herrn Blocher belegen, könnten auch durchaus auf Vollmer zutreffen. Vielleicht widmet er sich ja, nach der (echten) “Journalistenkarriere”, zukünftig der Politik.

Als “Blogpolitiker” könnte er (vielleicht) bei der SVP eine steile Karriere starten, als “Handbuchautor” oder “monothematischer Fachpolitiker” für “Ausländerfragen”.

15 10 07

Ausgesprochene Sauereien …

Gespeichert unter: Russland — Heribert Schindler @ 09:20

… finden derzeit im Rahmen der allrussischen Landwirtschaftsmesse “Goldener Herbst” in Moskau statt. Die diesjährige Veranstaltung ist bereits die 9te ihrer Art (12. - 16. Oktober), Veranstaltungsort ist das Ausstellungszentrum “WWZ”.

Höhepunkt der Messe ist erneut das “Schweinerennen”, eine Veranstaltung die nicht nur hohen Besuch anzieht (so z.B. Russlands Premierminister Viktor Subkow, Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow und Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew) sondern auch zur Leistungsschau der „Föderation für Sportschweinezucht” wird.

Die „Föderation für Sportschweinezucht” ist in Russland einmalig und macht den Schweinen „Beine“. Neben dem üblichen Schweinerennen treten die Vierbeiner gewöhnlich auch beim Schweineball und Schweineschwimmen an, aufgrund der gegenwärtig niedrigen Temperaturen wird jedoch dieses Jahr nur das Schweinerennen stattfinden. Die “Renndistanz” geht, in mehreren Läufen, über jeweils 10 Meter.

Am Wettbewerb nehmen dabei nicht nur Rennschweine der Föderation teil. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe russische Unternehmer und Politiker, die gleichzeitig Liebhaber dieser Sportart sind und ihre eigenen Tiere haben. So z.B. der Anführer der LDPR, Wladimir Schirinowski, der sein eigenes Ferkel “Schustrik” („Flink”) bei Schweinerennen regelmäβig einsetzt.

Am diesjährigen Rennen nimmt “Schustrik” jedoch nicht teil, es wurde von den Organisatoren nicht zugelassen. Grund hierfür dürften die anstehenden Dumawahlen sein. Vermutlich soll es keinem Politiker gestattet sein sich mit “schweinischen Mitteln” dem Wahlvolk in Erinnerung zu rufen und um dessen Gunst an der Wahlurne zu buhlen.

 Quelle: Russland Aktuell

09 10 07

Fundsache kommentiert …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Russland — Heribert Schindler @ 14:13

… “Der Unbequeme” hat es wieder einmal geschafft der Krusensternschen Zensur zu entgehen und durfte einen Kommentar auf dem Alpenblögli hinterlassen.

Drei endlose Schnulz-Beiträge über Anna Politkovskaja an einem Tag - alle Achtung! So bedeutend war diese US-amerikanische Bürgerin nicht, dass man sie jetzt derart zur Märtyrin hochstilisieren muss. Total überschätzt. In Russland wurde sie von der Mehrheit nicht ernstgenommen. Für den Westen war sie natürlich sehr nützlich. (Quelle)

Uneingeschränkte Zustimmung meinerseits. Politkovskaja war zu keiner Zeit “a legend in her own time” , bestenfalls “a legend in her own mind”, sondern definitiv eine überschätzte und überbewertete Journalistin. Die weibliche “möchtegern Ausgabe” eines Paul Klebnikov, jedoch von deutlich kleinerem Kaliber, mit gleichem unrühmlichen Ende.

So wie die RMS Titanic in der Edwardian Era von der Überheblichkeit der Engländer zeugte, von der Annahme begleitet “only God can sink this ship”, zeugte Politkovskaja von der Überheblichkeit der Claque, getragen von akklamierenden Russophoben, willens an jedes russische Bein zu pinkeln das in Reichweite kommt. Egal welche Halbwahrheit, Vermutung und “kreative Berichterstattung” dazu auch nötig ist.

Doch ebenso wie die unsinkbare RMS Titanic, das Element in dem Politkovskaja sich bewegte gähnte nur kurz, verschlang sie und wischte sie fort. Nun, sie schreibt keine “Geschichte” mehr, sie ist ein Teil derselben.

Ruhe in Frieden Anna Politkovskaja, der Toten ein Gedenken - den Lebenden eine Mahnung. Hochmut kommt vor dem Fall.

The show must go on … and will go on.

07 10 07

Happy Birthday Wladimir Wladimirowitsch !

Gespeichert unter: Deutschland, Russland — Heribert Schindler @ 16:19

Am 7. Oktober 1952 wurde Russlands Präsident Wladimir Putin geboren. 1975 schloss er an der Petersburger Universität sein Jurastudium ab. Zwischen 1985 und 1990 arbeitete er als Offizier des KGB in der DDR. Seine politische Karriere begann in den 1990er Jahren in St. Petersburg. Seit März 2000 ist er russischer Staatspräsident.

Blumen

Alles Liebe und Gute zum 55. Geburtstag

wünscht

Российская Федерация

04 10 07

“Qualitätszeitungen”

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Schweiz — Heribert Schindler @ 16:20

Schon lange wollten wir wissen was eine “normale Zeitung” von einer “Qualitätszeitung” unterscheidet. Nun endlich wissen wir es, es ist … “Das Zwei-Quellen-Prinzip”.

Da aber Nachrichtenagenturen grundsätzlich nach dem Zwei-Quellen-Prinzip arbeiten (sollten), werde ich weiterhin diesen Nachrichtenvermittlern vertrauen. Insbesondere dann, wenn parallel dazu die Korrespondenten der “Neuen Zürcher Zeitung” und anderer Qualitätszeitungen dasselbe berichten. (Quelle: Krusenstern-Kommentare)

Zum Thema “NZZ” und “Qualitätszeitung” sollte man sich den Kommentar von Erpel Bewarzer auf der Zunge zergehen lassen, natürlich mit einem Augenzwinkern ;-)

Das “Zwei-Quellen-Prinzip” beherzigt auch Krusenstern, seine “glaubwürdigsten Quellen” sind Asolf und … der Pabst ;-)

Das wiederum kann nicht sein (Schmunzeln). Wenn ich Dir und Benedikt XVI. nicht mehr glauben kann, wem dann ?!? (Quelle: wie oben)

“Putin der Schlingel”

Gespeichert unter: Russland — Heribert Schindler @ 11:55

Was haben die Think Tanks, die politischen Analysten, die Politblogger und “Monothematischen Russland Fachblogs” nicht alle spekuliert … über Putin … den Schlingel.

Wird er die Verfassung ändern und sich eine dritte Amtszeit gönnen ? Wird er einen “Wunschkandidaten im Kreml” platzieren, der dann nach kurzer Amtszeit “schwer erkrankt” und Neuwahlen ansetzt … aus denen dann Putin als Wahlsieger für zwei weitere Amtszeiten hervorgeht ? Was wird der “Potentat im Kreml” tun ?

Jetzt sieht es danach aus, dass Vladimir Vladimirowitsch einen anderen Kurs einschlägt.

Kurz vor den Duma-Wahlen hat die Partei „Einheitliches Russland“  die Katze aus dem Sack gelassen und Präsident Wladimir Putin als Spitzenkandidat aufgestellt, obwohl dieser der Partei nicht angehört. Sollte “Einheitliches Russland” als Sieger aus den Duma-Wahlen hervorgehen, könnte Putin Premierminister werden. Sofort leben die wüstesten Spekulationen auf, die eine zukünftige “Abwertung” des Präsidentenamtes und eine “Aufwertung” des Ministerpräsidentenamtes prophezeien.

Terry Davis, Generalsekretär des Europarates, sieht keine juristischen Hemmnisse, dass Präsident Wladimir Putin als Spitzenkandidat der Partei „Einheitliches Russland“ zur Parlamentswahl im Dezember antreten kann. Ein solcher Schritt sei zwar ungewöhnlich, jedoch nicht ohne Präzedenzfälle. Putin ist halt immer für eine Überraschung gut.

Status Quo Ante ?

Gespeichert unter: Ukraine — Heribert Schindler @ 11:30

Die Wahlen in der Ukraine sind nun vorbei, das Chaos in der Regierung scheint damit aber nicht beseitigt. Die zweitstärkste Kraft in der Ukraine, der Block Julia Timoschenko, sieht sich bereits in einer “demokartischen Koalition” mit der “Nummer 3″, dem Bündnis “Unsere Ukraine” unter Viktor Juschtschenko.

Dieser wiederum rief alle Parteien, welche die 3%-Hürde genommen haben, zu Koalitionsverhandlungen auf.

Der Wahlsieger, Viktor Janukowitschs “Partei der Regionen”, hadert mit der Niederlage der Sozialisten, die an eben dieser 3%-Hürde scheiterten und damit als Wunschkandidat, neben dem Litwin-Block und den Kommunisten, ausscheiden. Dieses Scheitern der Sozialisten kostet Janokowitsch die Mehrheit vor den “Orangenen”.

Dem offiziellen Wahlergebnis nach ziehen fünf Parteien ins Parlament ein: die “Partei der Regionen”, der “Block Julia Timoschenko”,  „Unsere Ukraine“, “die Kommunisten” und der “Litwin-Block”. Das Koalitionsrad dreht sich zwar kräftig, eine Rückkehr zum Status Quo Ante, dem Zustand vor der Wahl, scheint aber wahrscheinlich.

Solidarität mit Burma …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Solidarität — Heribert Schindler @ 10:55

Free Burma!

… zeigt auch Российская Федерация und unterstützt die Bewegung “Freies Burma” .

Eine Militärdiktatur ist die denkbar schlechteste Regierungsform, dicht gefolgt von Theokratien und faschistoiden US-Präsidenten.

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