Российская Федерация

Fundsache kommentiert …

Veröffentlicht in Das Internet, Die Blogosphäre, Russland by Heribert Schindler am Oktober 9th, 2007

… “Der Unbequeme” hat es wieder einmal geschafft der Krusensternschen Zensur zu entgehen und durfte einen Kommentar auf dem Alpenblögli hinterlassen.

Drei endlose Schnulz-Beiträge über Anna Politkovskaja an einem Tag - alle Achtung! So bedeutend war diese US-amerikanische Bürgerin nicht, dass man sie jetzt derart zur Märtyrin hochstilisieren muss. Total überschätzt. In Russland wurde sie von der Mehrheit nicht ernstgenommen. Für den Westen war sie natürlich sehr nützlich. (Quelle)

Uneingeschränkte Zustimmung meinerseits. Politkovskaja war zu keiner Zeit “a legend in her own time” , bestenfalls “a legend in her own mind”, sondern definitiv eine überschätzte und überbewertete Journalistin. Die weibliche “möchtegern Ausgabe” eines Paul Klebnikov, jedoch von deutlich kleinerem Kaliber, mit gleichem unrühmlichen Ende.

So wie die RMS Titanic in der Edwardian Era von der Überheblichkeit der Engländer zeugte, von der Annahme begleitet “only God can sink this ship”, zeugte Politkovskaja von der Überheblichkeit der Claque, getragen von akklamierenden Russophoben, willens an jedes russische Bein zu pinkeln das in Reichweite kommt. Egal welche Halbwahrheit, Vermutung und “kreative Berichterstattung” dazu auch nötig ist.

Doch ebenso wie die unsinkbare RMS Titanic, das Element in dem Politkovskaja sich bewegte gähnte nur kurz, verschlang sie und wischte sie fort. Nun, sie schreibt keine “Geschichte” mehr, sie ist ein Teil derselben.

Ruhe in Frieden Anna Politkovskaja, der Toten ein Gedenken - den Lebenden eine Mahnung. Hochmut kommt vor dem Fall.

The show must go on … and will go on.

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