… “Grüezi” sagt Jürg “Krusenstern” Vollmer, stellvertretend für die “gastfreundliche Schweiz”, zu Igor Borisovich Bratchikov, dem Botschafter der Russischen Föderation in der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
“Auf Wiederluege” sagen 29 Prozent der eidgenössischen Wähler den in der “gastfreundlichen Schweiz” ansässigen Ausländern. Hierzu meldet der “Wahlgewinner” der Parlamentswahl, die “Schweizerische Volkspartei (SVP)” …
Mit 29 Prozent hat die SVP ein historisches Wahlergebnis erzielt. Seit Einführung der Proporzwahlen 1919 hat nie eine Partei einen höheren Wähleranteil verzeichnet. Dies ist nicht nur eine eindrückliche Bestätigung der erfolgreichen SVP-Politik der vergangenen Jahre, sondern ein erneuter Vertrauensbeweis breiter Bevölkerungskreise in die Politik der SVP. Dass die SVP ihren Wähleranteil nach zwei Wahlsiegen nicht nur festigen, sondern sogar noch einmal erhöhen konnte, muss als Sensation gewertet werden. (Quelle: SVP)
Eine Sensation ist auch die “Ausschaffungsinitiative” der SVP, so sensationell, dass sogar der UN-Sonderberichterstatter für Rassismus auf den Plan gerufen wurde. Die Wahlplakate der SVP zeigen nämlich, unter dem Motto “Sicherheit schaffen”, wie drei weiße Schafe auf der Schweizer Fahne stehen und ein schwarzes Schaf “wegkicken”.
Äußerst populistisch zeigt sich die SVP auch in der Begründung für ihre “Ausschaffungsinitiative”, wirbt sie doch mit der Begründung, dass viel zu viele Ausländer die “Schweizerische Gastfreundschaft” missachteten. Sie begingen schwere Straftaten, bedrohten “Schweizer Eigentum” sowie “Gesundheit und Leben” der Eidgenossen. Und das seien die Fakten:
52,8% aller Straftaten in der Eidgenossenschaft würden durch “Ausländer” begangen. Die Ausländer seien für 52,7 % aller Körperverletzungen, für 55,5% aller vorsätzlichen Tötungen, für 66% aller Erpressungen und für 85,5% aller Vergewaltigungen verantwortlich. (Quelle: “Ausschaffungsinitiative” )
Als “populistisch, demagogisch und stark” bezeichnet die TAZ die “Schweizerische Volkspartei”. Lesenswert hierzu ist der Artikel von Nicola Mohler, mit dem treffenden Titel “Wer den Hass sät“.
Ihre Fremdenfeindlichkeit unterstreicht die SVP mit populistischen “Internetspielchen”, wie z.B. “Zottel rettet die Schweiz”, in dem das Maskottchen der SVP (der Gamsbock “Zottel”) “die schwarzen Schafe dorthin zurückkickt, wo sie hergekommen sind”. So steht es auf der Webseite des “Zottel-Games” (www.zottel - game.ch).
An der Spitze der SVP steht der 67-jährige frühere Unternehmer Christoph Blocher. Kritiker nennen ihn einen “Demagogen”, “Populisten” und “Rassisten” und vergleichen ihn mit Jörg Haider oder gar Jean-Marie Le Pen, seine Anhänger hingegen feiern ihn als “mutigen Kämpfer” gegen “Überfremdung” und für eine souveräne Schweiz. Auf jeden Fall , seit er Ende 2003 für die Schweizerische Volkspartei (SVP) zum Bundesrat gewählt wurde, steht Blocher im Mittelpunkt der Schweizer Politik. (Quelle: TAZ)
Ob sich Igor Borisovich Bratchikov an seiner Wirkungsstätte wohlfühlen wird ? Er ist immerhin “Ausländer”, trotz Diplomatenpass. Ob er sich über das “Grüezi” des Jürg “Krusenstern” Vollmer freuen wird steht zu bezweifeln. Politisch könnten sich Vollmer und Blocher nahe stehen, da der Letztere sich auf alle “Ausländer” einschießt und der Erste “nur” eine besondere Vorliebe für Russland hat.
Zwei der drei “Attribute”, mit denen die Kritiker Herrn Blocher belegen, könnten auch durchaus auf Vollmer zutreffen. Vielleicht widmet er sich ja, nach der (echten) “Journalistenkarriere”, zukünftig der Politik.
Als “Blogpolitiker” könnte er (vielleicht) bei der SVP eine steile Karriere starten, als “Handbuchautor” oder “monothematischer Fachpolitiker” für “Ausländerfragen”.

1 Kommentar
22 10 07 um 17:52
Tja…das Kalkül der SVP ist leider aufgegangen, schade dass 29% der schweizer Wähler (bei allerdings nur 48% Wahlbeteiligung) den dummen Parolen von Blocher und Konsorten gefolgt sind…
Botschafter Bratchikov hat ja eventuell bereits von seinem deutschen Kollegen Kotenev erfahren, was “Blogjournalismus” a la Krusenstern bedeutet…allzu ernst wird er das “Chasperli” JVO definitiv nicht nehmen.
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