Российская Федерация

18 11 07

Wenn ich lüge … Bringt der Zauberstab die Rüge …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 01:07

Abra Kadabra …

Ich (Anmerkung: Jürg Vollmer) habe in der Westukraine aber auch viele starke Menschen kennen gelernt, die ihren Weg im Leben gehen. Um die schlimmen Bilder zu verarbeiten, blieb ich deshalb in der Ukraine und reiste in die entgegengesetzte Ecke dieses riesigen Landes, auf die Krim-Halbinsel am Schwarzen Meer. Es kam, wie es kommen musste: Ich habe mich in die Hafenstadt Sewastopol verliebt – und in eine charmante russische Kunsthistorikerin, mit der ich mittlerweile glücklich verheiratet bin.

Expelliarmus … die Erste …

Ich habe die Kennen lern Geschichte der Familie Krusenstern anders in Erinnerung: Frau Krusenstern, die mit Herrn Krusenstern über die Partnerbörse Interfriendship in Kontakt war, stand in Zürich am Flughafen, aber der Herr, vermittelt durch eine Freundin, die schon in der Schweiz verheiratet war, mit dem sie sich treffen wollte, war nicht am Flughafen erschienen. Der edle Ritter Krusenstern orderte, nachdem das Fräulein ihm telefonisch von ihrem Missgeschick erzählt hatte, einen großen Geländewagen und fuhr im Schneesturm, um die holde Maid zu retten. Daraus entwickelte sich Symphatie und aus Symphatie wurde… Das war in der Geschichte nicht enthalten, aber die beiden scheinen mittlerweile verheiratet zu sein.

PS. Die Geschichte müsste aus Ende 2004 datieren und wurde im Forum der Partnerbörse veröffentlicht. Sie ist dort aber, gründlich, wie Herr Krusenstern ist, auf seine Veranlassung gelöscht worden.

Expelliarmus … die Zweite …

Es kam wie es kommen musste: Es wird weiter geflunkert. Hinsichtlich des Kennenlernens der Gattin ist es offensichtlich und lässt damit für mich Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt der Behauptungen zu, über die ich nicht aus anderer Quelle unterrichtet bin. Was wissen wir denn über die Suche nach der zweiten Hälfte?

Am 28.03.2002 meldete sich ein gewisser ´Pelmeni´ bei der Agentur interfriendship an, d.h. zuerst nannte er sich ´juerg´ und hat auch immer so unterschrieben. (Das konnte man später nicht mehr ändern).

Er hat 427 Beiträge verfasst, von denen diejenigen von seinem Eintritt bis zum Dezember 2003 gelöscht sind. Und das waren die besten, die unbescheidensten. (Waschbrettbauch, V8, Marathon, Doris Hartwich usw.)

Aus dem verbleibenden bescheidenen Rest ein Zitat, das sich um Agentur und (spätere?) Frau dreht.

06.12.2003

Tja, und so landet man(n) irgendwann hier [Anmerkung: die Agentur] - respektive in der Ukraine, in Russland, in Moldawien oder wo auch immer und sucht sich (s)eine Frau, …

Fortsetzung folgt, wenn nötig.

Der Zauberstab, der sich Vergangenheit nennt, kann ganz schön entwaffnend sein.

PS: Durch welchen Zauberspruch wird man eigentlich, quasi über Nacht, vom Förster zum Journalisten ?

17 11 07

Das Weblog “Российская Федерация”: 10 Antworten von Heribert Schindler

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Die UNO, Humor — Heribert Schindler @ 20:54

Düsseldorf / UNO-Hauptquartier * Das Российская Федерация - Weblog war am 11.11.2007, um 11:11 Uhr, bei der Erweckung des Hoppeditz in Düsseldorf anwesend.

Der Hoppeditz wird alljährlich mit dem Beginn der Karnevalszeit am Martinstag, dem 11. November um 11 Uhr 11 zum Leben erweckt. Vom Pferd des Reiterstandbildes von Jan Wellem, auf dem Düsseldorfer Marktplatz vor dem Rathaus, hält er seine lustige und bissige „Eröffnungsrede“ zur neuen Karnevalssession.

Gelegenheit für ein Interview mit dem Российская Федерация -Autor Heribert Schindler.

Frage: Sind Sie enttäuscht, dass Sie bei der Wahl des diesjährigen Hoppeditz, trotz Nominierung, nicht berücksichtigt wurden und Sie die Champagnerkorken nicht knallen lassen dürfen ?

Heribert Schindler (Schmunzelt) “Altbier” bitteschön, ich schreibe immerhin aus Düsseldorf, über alles was mir gerade einfällt. Das bereitgestellte Fässchen “Altbier” habe ich trotzdem angezapft, und mich darüber gefreut, dass ich von allen 577.505 Düsseldorfer Jecken, und theoretisch 577.505 möglichen Kandidaten für die Rolle des Hoppeditz, unter den zehn letzten Nominierten war.

Genau gesagt, ich war exakt der 577.504te Nominierte, da derzeit nur der amtierende Obergerichtsvollzieher noch weniger Humor haben soll als ich. Das Procedere war simpel, ich habe mich selbst dem Auswahlkomitee … per E-Mail … angebiedert, habe persönlich dafür gesorgt, dass mein Name der langen Liste der potentiellen Hoppeditze hinzugefügt wurde.

Natürlich erst nachdem ich von einer “Jury”, bestehend aus einer einzigen Person, nämlich meiner Nachbarin Kunigunde Sockenschuss … genannt “die Altmamsell”, nominiert wurde.

Kunigunde ist über 90 Jahre alt, gebürtig aus Königsberg * Калининград, seit Kriegsende taubblind und dachte eigentlich, dass das selbst gebastelte Nominierungskärtchen eine Empfangsbestätigung für die Schachtel “Merci-Schokolade” sei, die ich ihr mitgebracht hatte.

Die Nominierung von “Российская Федерация” ist für mich dennoch ein deutliches Zeichen dafür, dass Special Interest-Weblogs in Zukunft eine interessante und anerkannte Ergänzung zu den Mainstream-Jecken des Düsseldorfer Karnevals sein werden.

Frage: Womit wir im doppelten Sinne des Wortes beim Thema wären. Wie sind sie zu Ihrem Thema “Russische Föderation” gekommen ?

Heribert Schindler Im Jahre 1990 erhielt ich von Deutschlands größter Trachtengruppe den Auftrag, in die Region Düsseldorf zu reisen, mich dort niederzulassen. Seitdem recherchiere ich dort über leidenschaftliche Altbiertrinker, über verzweifelte Kölschliebhaber, über die soziale Stellung des gemeinen Mettbrötchens auf der rheinischen Kaffeetafel und seit nunmehr 7 Monaten auch über “den dessen Name nicht genannt werden sollte”.

Ich habe im Düsseldorfer Süden aber auch viele starke Menschen kennen gelernt, die ihren Weg im Leben gehen. Um die schlimmen Bilder zu verarbeiten, blieb ich deshalb nicht nur im bevorzugten Düsseldorfer Norden, sondern reiste auch in die entgegengesetzte Ecke dieser riesigen Stadt, auf das linke Ufer des alten Vater Rhein.

Es kam, wie es kommen musste: Ich habe mich in das Städtchen Kleinenbroich verliebt – und in eine charmante deutsche Betriebswirtin, mit der ich mittlerweile glücklich verheiratet bin.

Richtig, dies alles hat nichts mit Russland zu tun, aber das sagt doch nichts aus. Ich bin doch nicht der Einzige, der über das Märchenland schreibt, aber noch nie da war. Wenn man über etwas schreibt, dann muss man doch nicht notwendiger Weise eine Ahnung von der Materie haben. Das Märchenland ist groß, Schneewittchen ist weit … .

Ihr Interesse war damit geweckt. Wieso sind Sie aber Blogger geworden?

Heribert Schindler Als ich Anfang 2007 den ersten Российская Федерация-Beitrag schrieb, war das Weblog für mich nur ein „virtuelles Notizbuch“. Erst mit der Zeit merkte ich, welche Möglichkeiten ein Weblog bietet. Ich könnte angeben, lügen, übertreiben, … jeder würde es merken und mich kritisieren wie denjenigen, der noch nie da war.

Was viele als simples „Weblog“ abtun, ist in Wahrheit ein geniales multimediales Trägermedium für Eigenwerbung: Weblogs haben die Vorteile der bekannten Drückerkolonnen, Hausierer, Nepper, Schlepper und Bauernfänger – ohne deren Nachteile wie z.B. eine teure und schwerfällige Infrastruktur.

Ein Blogger braucht nur sein Notebook und Zugang zum Internet, um 1, 2 oder sogar 3 Jubelperser zu erreichen. Wenn es schnell gehen muss, kann er Text, Audio oder Video sogar irgendwo abschreiben und in seinem Weblog publizieren.

So richtig spannend wird das Weblog aber durch die Möglichkeit des sofortigen Zensierens von Kommentaren und der weltweiten Verarschung anderer Blogger. Im Российская Федерация -Weblog kommentieren Blogger aus den deutschsprachigen Ländern neben solchen aus Estland oder den USA, aus England sowie natürlich Russland und Kafiristan, aber auch aus dem Reich der Hauselfen.

Ich wiederum kommentiere gerne Beiträge von demjenigen, dessen Name nicht genannt werden sollte.

In nicht einmal einem Jahr habe ich rund um mein Weblog ein aktives Netzwerk mit über 30.000.000.000 magischen Kontakten aufgebaut: Hexen, Zauberer, Hippogreife, Riesen, Todesser, Butterbierverkäufer, Zauberstabhersteller, Schlossgespenster und Elfenrechts-Aktivisten … .

Ein solches Netzwerk ist schwer vorstellbar. Können Sie drei Beispiele auswählen und kurz erklären?

Die magische Journalistin Rita Kimmkorn hat diese Woche bei mir einen Kommentar im “Tagespropheten” bestellt. Ich wiederum bat die Historikerin und Wissenschaftlerin Bathilda Bagshot vor einigen Tagen um die Publikationsgenehmigung eines Nachrufes für den ermordeten Alastor “Madeye” Moody. Dazwischen sendeten mir die beiden Zauberstabfabrikanten Mr. Ollivander (”Ollivanders Zauberstäbe”) und Gospodin Gregorowitsch (”Gregorowitschs Osteuropäische Zauberstäbe”) ihre neuen Fachbücher über Zauberstäbe zur Rezension.

Die Geschichte von Ollivander und Gregorowitsch hat übrigens eine witzige Pointe: Ich merkte schnell, dass ihre Bücher das gleiche Thema und sogar den gleichen Titel haben – „Neue Zauberstäbe“ – und wollte schon darüber schreiben, aber die Neuigkeiten von “dem der nicht genannt werden sollte” waren viel zu verlockend um sie ungestraft vernachlässigen zu können.

Wir reden die ganze Zeit vom Российская Федерация-Weblog, was bedeutet der Name Российская Федерация eigentlich?

Heribert Schindler (Schmunzeln) Ich wählte den Namen “Российская Федерация” für mein Weblog, weil er gut klingt.

Wieso schreiben Sie im Российская Федерация-Weblog nicht nur über Russland ?

Heribert Schindler (Schmunzeln) Stimmt. Ich kann über die ganze Welt schreiben, auch in einem Freizeitprojekt. Deshalb fokussiere ich im Российская Федерация-Weblog bewusst nicht auf die Russische Föderation. Die Welt ist nicht genug.

Wenn ein “monothematischer Flachblogger” die Bloggerrechte auf unzensiert veröffentlichte Kommentare verletzt, oder Balken biegt, dann muss er sich auch Kritik gefallen lassen. Immerhin behauptet er ja Journalist zu sein.

Ich schreibe gern und häufig Artikel und Kommentare, versuche “den dessen Name nicht genannt werden sollte” in einen Zusammenhang zu stellen und einzuordnen. Die Российская Федерация-Leser sind intelligent genug, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Wenn einige wenige Leser nach solchen Beiträgen reklamieren, dann ist dies oft auf den „Fummeltrick“ desjenigen zurückzuführen, “dessen Name nicht genannt werden sollte”.

Sie sehen nur diesen einen kritischen Beitrag, oft sogar nur einen kritischen Satz darin – und nicht die Gesamtheit der Märchen, aus tausend und einer Schote, welche bisher im Weblog “von dem dessen Name nicht genannt werden sollte” geschrieben wurden.

Sie betonen selbst, dass “Российская Федерация” ein Freizeitprojekt ist. Wie und vor allem wann entstehen die Beiträge für Ihr Weblog?

Heribert Schindler (Grübel) Ich bin eine Leseratte und lese täglich Milliarden von Zeitungen, Trillionen von Zeitschriften und Millionen Bücher zum allen möglichen Themen. Dazu verwende ich mein Spickoskop, den “Stein der Weisen” über 70 Zauberstäbe aus aller Welt (siehe auch TOP 100 der verzauberten Spiegel) und über 30 Milliarden Suchbegriffe aus der magischen Kommunikation über das Flohnetzwerk.

Wenn ich ein interessantes Thema gefunden habe, dichte ich aus allen mir verfügbaren Quellen (z.B. aus der Bibliothek von Hogwarts oder Durmstrang) weitere “Fakten” dazu. An vielen Orten kann man recherchieren, wie z.B. in der Winkel- oder Nokturnegasse, ebenso in Dissertationen und anderen akademischen Arbeiten des Zaubereiministeriums. Zudem gibt es eine ganze Reihe Orte, wie z.B. den Raum der Wünsche, die Kammer des Schreckens, die heulende Hütte oder Zonkos Scherzartikelladen, wo man “Fakten” erwerben kann.

Die gefundenen “Fakten” vermische und zerlege ich, verfluche und verhexe sie, bis sie mit den Originalquellen nicht mehr übereinstimmen oder nur bei unpassenden Stichworten zu finden sind. Dann muss ich nur noch den Beitrag zaubern. Das geht bei mir aber ziemlich schnell, schließlich war ich bei Xenophilius Lovegood in der Lehre dem Inhaber einer “Nachrichtenagentur”, dem Klitterer.

So entstehen jede Woche neue Flüche, in den späten Abendstunden und an den Wochenenden recherchiert und formuliert, jeweils am nächsten Morgen um acht Uhr ausgesprochen und verteilt.

Sind Sie als Autor Российская Федерация”-Weblogs ein Blog-Fachmann?

Heribert Schindler (Herzliches Lachen und eine abwehrende Handbewegung) Nein! Definitiv nicht. Blog-Fachleute sind langjährige Zauberer und Autoren wie Albus Dumbledore aus Hogwarts, Igor Karkaroff aus Durmstrag oder Olympe Maxime aus Beauxbatons. Und natürlich gibt es noch “den, dessen Name nicht genannt werden sollte”.

Wenn Sie mich in zehn Jahren und nach den nächsten 6.000.000.000 Flüchen noch einmal fragen, werde ich sicher immer noch mit „Nein“ antworten - aber vielleicht verstehe ich die Zauberei bis dann – und das wäre schon mal nicht schlecht.

Aber Sie sind als Autor des Российская Федерация”-Weblogs ein Journalist?

Heribert Schindler Ich habe eine magische Ausbildung als Zugbegleiter im Hogwarts-Express und als Stationsvorsteher an den Bahnhöfen King’s Cross (Bahnsteig 9¾) und Hogsmeade absolviert. Danach war ich 15 Jahre als Schiedsrichter tätig, vom Trimagischen Turnier bis zur „Quidditch Weltmeisterschaft“ habe ich alles “gepfiffen”.

Das Российская Федерация-Weblog führe ich aber in meiner Freizeit, wobei mir mein magischer Background sicher nicht schadet. Als Freizeit-Blogger bin ich realistisch: Ich kann nicht am späten Abend in zwei Stunden dieselbe Qualität auf den Bildschirm zaubern, für welche die Magier der Mainstream-Blogs den ganzen Tag Zeit und eine je nach Redaktion sogar Recherchenabteilung im Keller haben.

Wieviel haben Sie in das Российская Федерация-Weblog investiert ? Und wie viel ist es jetzt wert?

Heribert Schindler (Lacht und beginnt zu rechnen) In 7 Monaten habe ich Milliarden Euro und Trillionen Stunden Freizeit in meine Beiträge investiert, wobei ich den Zeitaufwand nur schätzen kann. Das Einkommen, das ich bisher damit erzielt habe, weiß ich hingegen genau: Ich besitze jetzt mehr verzauberte Münzen als ich brauche, kann mir soviel Butterbier kaufen wie ich will und kann den Fahrenden Ritter so oft nehmen wie ich möchte.

Mit Российская Федерация muss ich kein Geld verdienen, mit einem Weblog wird man auch kaum reich. So wie der Erwerb magischer Zaubergrade keineTitel verleiht, die sich beweisen ließen. Ich bin schon glücklich, wenn ich mal wieder über den, dessen Name nicht genannt werden sollte, herzlich lachen durfte.

(Dieses Interview entstand im November 2007 als Gruppenarbeit während einer UN-Vollversammlung und der Tagung des Nobelpreis-Komitees, anlässlich der Verleihung des Friedenspreises der Blogosphäre an Heribert Schindler)

Sollte sich jemand nach der Lektüre dieses Beitrages verarscht, verschaukelt oder belogen fühlen, dann geht es ihm so wie mir, nachdem ich diesen Witz hier lesen durfte.

12 11 07

Lustige Kuriositäten …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 13:49

… registriere ich auch schon gelegentlich mal in der “Statistik-Seite” meiner Blogsoftware.

Obwohl ich den Inhalt dieser Seite nie veröffentliche, zeigt sie mir doch verschiedene Informationen die andere Blogger für ihre “Schwanz-Meter” dringend benötigen und sofort (geschönt oder ungeschönt) veröffentlichen.

Neben den “Referrern”, also den Seiten von denen Besucher auf mein Weblog kommen, sehe ich auch die “Klicks”, also die Seiten auf die meine Besucher wechseln wenn sie mein Weblog wieder verlassen.

Ich sehe auch die “eingehenden Links”, die “Top-Beiträge” und die Besucherzahlen.

Besonders lustig finde ich allerdings die “Suchbegriffe”, welche ebenfalls registriert werden, also die Suchwörter die Besucher in ihren Suchmaschinen eingaben, um etwas zu finden, und damit auf meinem Weblog landeten.

Da schrieb ich bereits vor Monaten einen Beitrag zum Thema “Antonov AN 124″, einem der größten Transportflugzeuge der Welt, weil ich zwei Modelle dieser Maschine (Spritzguss, Maßstab 1:400) in meine Modellsammlung aufgenommen habe. Nix weltbewegendes, nix obszönes, nix verwunderliches … so denkt man.

Bis heute tauchen auf der “Statistik-Seite” Suchbegriffe auf, und dies mit einer verrückten Regelmäßigkeit, die lauten … “Sex in an Antonov”, “How to make love in an Antonov” oder “Grannysex in Libyan Antonov AN-124″. Und dies sind nur die Harmlosen.

Die Tatsache, dass sich Leute, besonders Anglophone, für den Geschlechtsverkehr in einer ukrainischen Transportmaschine interessieren, ist schon erstaunlich. Besonders erstaunlich ist derjenige, der etwas über den “Geschlechtsverkehr mit Grossmüttern in libyschen Antonov AN-124 Transportmaschinen” erfahren möchte. Der landete hier, weil ich in besagtem Artikel von einer AN-124 in der Lackierung der Libyan Air Cargo, einer Tochtergesellschaft von Air Libya schrieb.

Nun, ich brauche, so glaube ich, nicht zu erwähnen welchen “Traffic” mein Artikel “Bumsen in Baku … oder … Karneval in Aserbaidschan” vom 16. Mai 2007 (damals wie heute) generiert. Dabei gings auch in diesem Artikel nicht um die explizite Darstellung menschlicher Paarungsrituale.

Heute fand ich eine weitere Kuriosität … da gab einer die Suchbegriffe “Krusenstern’s overdeveloped superego” bei Google ein … und landete bei mir. Die Welt ist klein.

Böse Hacker hacken “The BOBs”

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 11:39

Am 24. Oktober schrieb ich in meinem Artikel “Die Deutsche Welle hat’s nicht eilig” über die Merkwürdigkeiten bei den “BOBs”, den “Best of Blogs Awards” der Deutschen Welle.

Etwas sarkastisch merkte ich an:

Oder kommts jetzt ganz dicke ? Bekommen wir bald erzählt, dass es eine bedauerliche Computerpanne gab und die Stimmen jetzt “per Hand” ausgezählt werden müssen ? Wer ist hier eigentlich der “beratende Wahlbeobachter” ? Alexandr Lukaschenko ?

Heute lese ich im “Pressebereich” der “International Weblog Awards” folgende Mitteilung:

BOBs: Manipulation der Abstimmung. Bei den Weblog Awards der Deutschen Welle haben wir einen Manipulationsversuch der laufenden Abstimmung registriert.Es handelt sich um einen Hackerangriff der wahllos die Zahlen von einzelnen Kandidaten in allen Kategorien verfälscht.

Ja, das Ergebnis dieses wahllosen Hackerangriffs auf einzelne Kandidaten habe ich auch schon festgestellt. Krusenstern springt von 0 Prozent auf 5 Prozent.

Der Angriff ist zeitlich begrenzt und isoliert worden. Es ist also nicht der gesamte Zeitraum der Abstimmung betroffen. Es ist uns aber leider technisch und zeitlich nicht möglich, die manipulierten Stimmabgaben komplett herauszufiltern. Wir haben daher alle Stimmen die in diesem Zeitraum abgegeben wurden, aus der Wertung genommen. Wir versuchen die verloren gegangen gültigen Stimmen so gut wie möglich zu rekonstruieren.

Nun, keine Panik Leute … der Zeitraum der Abstimmung ist auch zeitlich begrenzt und kann isoliert werden. Es fehlen nur noch drei Tage … da wird es doch möglich sein dem Krusenstern, in der Kategorie “Best Weblog Deutsch”, die noch fehlenden Pünktchen von Hand zu rekonstruieren. Hilfsweise könnte man doch auch noch weitere Stimmabgaben aus der Wertung nehmen oder verloren gegangene gültige Stimmen rekonstruieren.

Abstimmungen im Internet unterliegen leider immer der Gefahr von Manipulationsversuchen. Dennoch halten wir, neben dem Jury-Award, das demokratische Prinzip eines Publikumspreises für wichtig.Wir bedauern diesen Vorfall und bitten euch um Entschuldigung und um euer Verständnis.

Na klar, bitte keine unnötige Rechtfertigung, Abstimmungen im Internet sind eben manipulationsanfällig, demokratische Nominierungen (natürlich auch die durch Ein-Personen-Juries) sind Ehrensache und Publikumspreise sind wichtig. Das wussten viele Blogger schon früher, lange vor “The BOBs” der Deutschen Welle.

Wir bedauern diesen Vorfall und bitten euch um Entschuldigung und um euer Verständnis. … Bei Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung. Das Team der BOBs.

Och Leute, ihr braucht Euch doch nicht zu entschuldigen, ihr habt mein vollstes Verständnis. Noch Fragen ? Nein, die habe ich nun wirklich nicht mehr, aber grüßt doch bitte den Alexandr Lukaschenko ganz herzlich von mir.

09 11 07

Eine kleine Anmerkung …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 16:41

… zu dem gestern bei “Admiral Golowko” erschienenen Artikel “Top Gun”.

Ich könnte dies hier auch als Kommentar beim Admiral direkt hinterlassen, in dieser Form ist es aber etwas bequemer und praktischer. Also, lieber Admiral, bitte nicht böse sein.

Du schreibst:

Heute veröffentlichte der Herr Krusenstern seine Liste der “TOP 100 Russia-Weblogs”- und wer ihn ein wenig kennt, der ist nicht verwundert, dass er selbst diese Liste anführt, hat er doch die Regeln für dieses Ranking selbst gezimmert.

Ich halte das ganze Geschreibsel des Herrn Krusenstern, hinsichtlich “Who is Who In The Blogosphere”, für absolut unnötig und überflüssig. Auch halte ich seinen kompletten “Pissing Contest”, neudeutsch für “Wer hat den Längsten”, für einen ausgemachten Schwachsinn.

Nicht das ich mich nicht auch gerne darüber informieren würde, was es in der Blogosphäre an neuen Blogs gibt, es kommen ja fast täglich neue hinzu und ebenso regelmäßig verschwinden alte. Aber wen interessiert es, außer den Blogbetreiber selbst, wer ihn liest ? Wohl nur denjenigen, der sich davon etwas erhofft. Vielleicht den Weg aus der Arbeitslosigkeit ? Wer weiß es.

Wen interessiert es, außer ihn selbst, woher seine Leser kommen, in welchen Staaten sie leben, wieviel “Traffic” er hat, wieviele “Links” bei ihm eingehen ?

Seit wann haben Blogs die Funktion von Suchmaschinen ? Suchst Du “Gummienten”, dann nimm Google, suchst Du “Russland Blogs”, dann nimm Krusenstern ?

Welchen Sinn macht es die Blogosphäre ständig darüber zu informieren wo der eigene Blog gerade in irgendeinem “Ranking” steht, dem eigenen oder einem fremden ? Welchen Sinn macht es, den ersten Artikel jedes Monats den “meistgelesenen Artikeln des Vormonats” des eigenen Blogs zu widmen ?

Welchen Sinn macht es die eigene “Blogroll” in eine “Linkfarm” zu verwandeln und jeden, aber auch wirklich jeden, Blog aufzuführen der sich mit der selbstgewählten Thematik des eigenen Blogs beschäftigt ? Und immer noch “mehr” zu schreien ?

Ich weiß es nicht, will es auch garnicht wissen. Ich habe mich hier bewusst entschieden keine Statistiken zu veröffentlichen, weil diese, außer mich selbst, keinen Anderen interessieren werden.

Besucherzahlen sind ein zweischneidiges Schwert. Es gibt bestimmte Museen in die ich regelmäßig gehe, weil mir ihr Inhalt gefällt. Ich bin schon x-mal in Paris gewesen, und x-mal habe ich mir die “Mona Lisa” im Louvre angesehen. Ich schaue sie mir an weil sie mir gefällt. Es gibt auch einige Gedenkstätten die ich immer wieder besuche.

Ins Museum gehe ich um mir Kunst anzusehen, in die Gedenkstätte gehe ich um mich daran zu erinnern wohin Propaganda, Fremdenfeindlichkeit und Demagogie führen können.

Die Bavaria Filmstadt verzeichnet jedes Jahr zwischen 500.000 und 600.000 Besucher, viele davon sind wiederholte Besuche (Quelle). In der Nähe von München gibt es eine Gedenkstätte mit durchschnittlich 700.000 im Jahr (Quelle), die Zahl der wiederholten Besuche ist ebenfalls sehr hoch.

Lässt sich daraus ableiten, dass sich mehr Menschen für den vergangenen Horror in Deutschland interessieren als für das Filmhandwerk ? Würde ein solcher Vergleich nicht fürchterlich hinken ? Nicht nur dies, er wäre obendrein geschmacklos, aber nach der Krusensternschen Logik würde es bedeuten, dass das Grauen “interessanter ist” als das Schaffen der Filmkünstler, es hat ja mehr Besucher. Die Menge der Besucher sagt jedoch nichts über die Wertigkeit der dargestellten Inhalte aus, auch nicht über die Gründe warum Menschen unterschiedliche Orte besuchen.

Hätte mein Weblog täglich mehr Besucher als das Deutsche Museum, würde dies aussagen, dass mein Weblog über mehr Bildungsinhalte verfügt als des Deutsche Museum ? Hätte mein Weblog damit einen höheren “geistigen Nährwert” als das Deutsche Museum ? Nein.

Würde mein Weblog mehr “eingehende Links” aufweisen als die Besucherseiten des Deutschen Museums, würde dies aussagen das mein Weblog bildungsrelevanter ist als das Deutsche Museum ? Nein.

Oder könnten diese “Besucherzahlen” und “eingehenden Links”, schlicht und einfach, bedeuten, dass sich die Besucher nur informieren wollen, ob es stimmt was die ganze Blogosphäre behauptet, dass der Betreiber von Российская Федерация nur Müll schreibt ? Das die “eingehenden Links” nur der Hinweis aus unzähligen Ecken der Blogosphäre ist, der da lautet, “Seht mal was der Depp da wieder verzapft hat” ?

Auch habe ich auf alle diese netten Tools verzichtet, die Auskunft über Besucherzahl, Herkunft oder sogar Domain und IP-Adresse der Besucher Auskunft geben. Was geht es den Besucher “A” an woher Besucher “B” kommt, welche IP-Adresse er hat, welchen ISP er verwendet, in welchem Land er wohnt ? Hallo ??? Datenschutz ??? Privatsphäre ???

Soll ich solche Daten, der eigenen “Selbstdarstellung” wegen, aufführen ? Die Privatsphäre des Besuchers auf dem Altar der eigenen Eitelkeit opfern ?

Lieber “Genosse Admiral”, Du schreibst auch:

Dann machen wir doch mal Meldung, in seiner Liste fehlt nämlich dieser relevante Blog: http://rossijskajafederazija.wordpress.com/ Warum? Ein Versehen? Schlicht vergessen ?

Ich muss Dir widersprechen. Zum Einen, Российская Федерация ist kein “relevanter Blog”. Российская Федерация will kein “relevantes Weblog” sein. Ich rede hier nicht in der dritten Person Plural, ich bin kein “wir”. Ich suggeriere damit nicht eine “Redaktion” zu sein. Ich behaupte nicht ein “Monothematischer Fachblog” zu sein, ich hebe nicht das Beinchen, z.B. überall in der Wikipedia, und hinterlasse auch nicht überall eine “Duftmarke” die eine Spur zu meinem Weblog legen soll.

Zum Anderen, ich will auf Krusenstern weder in der Blogroll “verlinkt” noch in irgend einer selbstgebastelten Statistik genannt werden. Nur auf den Webseiten der NPD würde ich noch weniger gerne verlinkt oder genannt werden, dies würde ich mir heftigst verbitten. Ob Krusenstern mich irgendwo nennt ist mir, pardon, scheißegal.

Es ist mir herzlichst egal ob ich, versehentlich oder absichtlich, von Krusenstern “vergessen wurde”. Es interessiert mich ebenso wenig ob ich an der selbstgebastelten “Messlatte” des Herrn Krusenstern “scheitere”, ich bin eher froh keine unfreiwillige Rolle in “Krusensterns Märchenstunde” spielen zu müssen.

Ich möchte auch nicht wissen wie viele Blogger vor Wut in den Teppich beißen , weil Krusenstern sie in seinen “Top 100″ listet und sie damit, in einem Atemzug, mit der multiplen Erscheinung “Kim Zigfeld” von “La Russophobe” nennt.

Wer will schon “noch schlechter” als “La Russophobe” sein ? Es gibt auch nur einen der “ein noch besserer Russophobe sein will” als die Zigfeld-Truppe. Darum rangiert er in der selbstgebastelten Rangliste auch direkt vor ihnen, sieht dies auch noch als “Qualitätsmerkmal” an.

Wenn die “unique selling proposition”, das ultimative Verkaufsargument im “Selbstmarketing”, die Lobhudelei ist, “noch eine Nummer besser” als die Zigfeld-Jungs zu sein, dann wird es für Herrn Krusenstern wohl nie einen Anstellungsvertrag als “Journalist” geben.

Danke, aber NEIN DANKE. Ich will in diesem Spielchen keine Rolle spielen. Ich habe Herrn Krusensterns Dienste auch damals nicht in Anspruch genommen, als er noch “hauptberuflich” in Sachen “binatonale (Ehe-) Partnerschaften” reiste, bevor er sein Interesse an “Nachrichten aus Russland und der Ukraine” entdeckte und jenes an “Frauen aus Russland und der Ukraine” (angeblich) verlor. Als er noch überall in der Forenszene von “Abenteuern im Schneesturm auf der Krim” und “von Kälbchen in den Stall” schrieb. Auch habe ich ihn nie um Hilfe gebeten, nie gebeten mir zu helfen “Wolfsspitze zu paaren”. Frei nach der Werbung : “Monsieur, isch ‘abe garkeine Wolfschpiets.”

Ich habe meine deutsche Ehefrau auch ohne ihn gefunden, hätte ich eine russische haben wollen, auch dazu hätte ich ihn nicht gebraucht. Und einen Hund will ich derzeit auch nicht haben.

Darum will ich auch Herrn Krusensterns Hilfe nicht, wenn es um “Blogwerbung” geht. Ich bin gerne grottenschlechter, auf der nach unten offenen Krusensternskala, als alle Krusensterne und Ziegenfelder in dieser Galaxie. In jeder anderen Galaxie auch.

Genosse Admiral, Du zitierst Herrn Krusensterns “Erklärung”:

“..Wir stehen ein für Unabhängigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit sowie für Fairness und Transparenz in der Berichterstattung. Wir richten uns nach dem Kodex des Schweizer Presserates und halten uns an die darin festgeschriebenen Rechte und Pflichten der Journalisten..”

Lasse uns dafür eintreten, dass wir nie an dieser “Erklärung” gemessen werden. Gemeinsam sind wir zwar ein “wir”, jeder für sich sind wir aber ein “ich”.

Wir erklären nicht ein “wir” zu sein, unabhängig von jedweder Neutralität zu sein, ehrlich und wahrhaftig nur gegenüber unserer Selbstdarstellung zu sein, fair nur gegenüber unserem Bankkonto zu sein und, last but not least, schreien wir nicht tagtäglich in die Blogosphäre:

“HEY MANN, WANN KRIEG ICH ENDLICH EINEN JOURNALISTENJOB ???”.

Sollte all dieses dem “Kodex des Schweizer Presserates” entsprechen, dann tut mir dieser Presserat ausdrücklich leid. Dann hoffe ich inständig, dass er das erste Opfer der “Ausschaffungsinitiative” der SVP wird.

Lass uns also froh sein das der Kelch an uns vorbei geht und wir in keiner “Statistik” im gleichen Atemzug wie “La Russophobe” und “Krusenstern” genannt werden. Wo, wenn nicht hier, ist es besser ein Dissident und “Geächteter” zu sein.

Danke Herr Krusenstern, fürs abschreckende Beispiel und für die “Nichtnennung” dieses Weblogs im Zirkus der Eitelkeiten.

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