Eine kleine Anmerkung …
… zu dem gestern bei “Admiral Golowko” erschienenen Artikel “Top Gun”.
Ich könnte dies hier auch als Kommentar beim Admiral direkt hinterlassen, in dieser Form ist es aber etwas bequemer und praktischer. Also, lieber Admiral, bitte nicht böse sein.
Du schreibst:
Heute veröffentlichte der Herr Krusenstern seine Liste der “TOP 100 Russia-Weblogs”- und wer ihn ein wenig kennt, der ist nicht verwundert, dass er selbst diese Liste anführt, hat er doch die Regeln für dieses Ranking selbst gezimmert.
Ich halte das ganze Geschreibsel des Herrn Krusenstern, hinsichtlich “Who is Who In The Blogosphere”, für absolut unnötig und überflüssig. Auch halte ich seinen kompletten “Pissing Contest”, neudeutsch für “Wer hat den Längsten”, für einen ausgemachten Schwachsinn.
Nicht das ich mich nicht auch gerne darüber informieren würde, was es in der Blogosphäre an neuen Blogs gibt, es kommen ja fast täglich neue hinzu und ebenso regelmäßig verschwinden alte. Aber wen interessiert es, außer den Blogbetreiber selbst, wer ihn liest ? Wohl nur denjenigen, der sich davon etwas erhofft. Vielleicht den Weg aus der Arbeitslosigkeit ? Wer weiß es.
Wen interessiert es, außer ihn selbst, woher seine Leser kommen, in welchen Staaten sie leben, wieviel “Traffic” er hat, wieviele “Links” bei ihm eingehen ?
Seit wann haben Blogs die Funktion von Suchmaschinen ? Suchst Du “Gummienten”, dann nimm Google, suchst Du “Russland Blogs”, dann nimm Krusenstern ?
Welchen Sinn macht es die Blogosphäre ständig darüber zu informieren wo der eigene Blog gerade in irgendeinem “Ranking” steht, dem eigenen oder einem fremden ? Welchen Sinn macht es, den ersten Artikel jedes Monats den “meistgelesenen Artikeln des Vormonats” des eigenen Blogs zu widmen ?
Welchen Sinn macht es die eigene “Blogroll” in eine “Linkfarm” zu verwandeln und jeden, aber auch wirklich jeden, Blog aufzuführen der sich mit der selbstgewählten Thematik des eigenen Blogs beschäftigt ? Und immer noch “mehr” zu schreien ?
Ich weiß es nicht, will es auch garnicht wissen. Ich habe mich hier bewusst entschieden keine Statistiken zu veröffentlichen, weil diese, außer mich selbst, keinen Anderen interessieren werden.
Besucherzahlen sind ein zweischneidiges Schwert. Es gibt bestimmte Museen in die ich regelmäßig gehe, weil mir ihr Inhalt gefällt. Ich bin schon x-mal in Paris gewesen, und x-mal habe ich mir die “Mona Lisa” im Louvre angesehen. Ich schaue sie mir an weil sie mir gefällt. Es gibt auch einige Gedenkstätten die ich immer wieder besuche.
Ins Museum gehe ich um mir Kunst anzusehen, in die Gedenkstätte gehe ich um mich daran zu erinnern wohin Propaganda, Fremdenfeindlichkeit und Demagogie führen können.
Die Bavaria Filmstadt verzeichnet jedes Jahr zwischen 500.000 und 600.000 Besucher, viele davon sind wiederholte Besuche (Quelle). In der Nähe von München gibt es eine Gedenkstätte mit durchschnittlich 700.000 im Jahr (Quelle), die Zahl der wiederholten Besuche ist ebenfalls sehr hoch.
Lässt sich daraus ableiten, dass sich mehr Menschen für den vergangenen Horror in Deutschland interessieren als für das Filmhandwerk ? Würde ein solcher Vergleich nicht fürchterlich hinken ? Nicht nur dies, er wäre obendrein geschmacklos, aber nach der Krusensternschen Logik würde es bedeuten, dass das Grauen “interessanter ist” als das Schaffen der Filmkünstler, es hat ja mehr Besucher. Die Menge der Besucher sagt jedoch nichts über die Wertigkeit der dargestellten Inhalte aus, auch nicht über die Gründe warum Menschen unterschiedliche Orte besuchen.
Hätte mein Weblog täglich mehr Besucher als das Deutsche Museum, würde dies aussagen, dass mein Weblog über mehr Bildungsinhalte verfügt als des Deutsche Museum ? Hätte mein Weblog damit einen höheren “geistigen Nährwert” als das Deutsche Museum ? Nein.
Würde mein Weblog mehr “eingehende Links” aufweisen als die Besucherseiten des Deutschen Museums, würde dies aussagen das mein Weblog bildungsrelevanter ist als das Deutsche Museum ? Nein.
Oder könnten diese “Besucherzahlen” und “eingehenden Links”, schlicht und einfach, bedeuten, dass sich die Besucher nur informieren wollen, ob es stimmt was die ganze Blogosphäre behauptet, dass der Betreiber von Российская Федерация nur Müll schreibt ? Das die “eingehenden Links” nur der Hinweis aus unzähligen Ecken der Blogosphäre ist, der da lautet, “Seht mal was der Depp da wieder verzapft hat” ?
Auch habe ich auf alle diese netten Tools verzichtet, die Auskunft über Besucherzahl, Herkunft oder sogar Domain und IP-Adresse der Besucher Auskunft geben. Was geht es den Besucher “A” an woher Besucher “B” kommt, welche IP-Adresse er hat, welchen ISP er verwendet, in welchem Land er wohnt ? Hallo ??? Datenschutz ??? Privatsphäre ???
Soll ich solche Daten, der eigenen “Selbstdarstellung” wegen, aufführen ? Die Privatsphäre des Besuchers auf dem Altar der eigenen Eitelkeit opfern ?
Lieber “Genosse Admiral”, Du schreibst auch:
Dann machen wir doch mal Meldung, in seiner Liste fehlt nämlich dieser relevante Blog: http://rossijskajafederazija.wordpress.com/ Warum? Ein Versehen? Schlicht vergessen ?
Ich muss Dir widersprechen. Zum Einen, Российская Федерация ist kein “relevanter Blog”. Российская Федерация will kein “relevantes Weblog” sein. Ich rede hier nicht in der dritten Person Plural, ich bin kein “wir”. Ich suggeriere damit nicht eine “Redaktion” zu sein. Ich behaupte nicht ein “Monothematischer Fachblog” zu sein, ich hebe nicht das Beinchen, z.B. überall in der Wikipedia, und hinterlasse auch nicht überall eine “Duftmarke” die eine Spur zu meinem Weblog legen soll.
Zum Anderen, ich will auf Krusenstern weder in der Blogroll “verlinkt” noch in irgend einer selbstgebastelten Statistik genannt werden. Nur auf den Webseiten der NPD würde ich noch weniger gerne verlinkt oder genannt werden, dies würde ich mir heftigst verbitten. Ob Krusenstern mich irgendwo nennt ist mir, pardon, scheißegal.
Es ist mir herzlichst egal ob ich, versehentlich oder absichtlich, von Krusenstern “vergessen wurde”. Es interessiert mich ebenso wenig ob ich an der selbstgebastelten “Messlatte” des Herrn Krusenstern “scheitere”, ich bin eher froh keine unfreiwillige Rolle in “Krusensterns Märchenstunde” spielen zu müssen.
Ich möchte auch nicht wissen wie viele Blogger vor Wut in den Teppich beißen , weil Krusenstern sie in seinen “Top 100″ listet und sie damit, in einem Atemzug, mit der multiplen Erscheinung “Kim Zigfeld” von “La Russophobe” nennt.
Wer will schon “noch schlechter” als “La Russophobe” sein ? Es gibt auch nur einen der “ein noch besserer Russophobe sein will” als die Zigfeld-Truppe. Darum rangiert er in der selbstgebastelten Rangliste auch direkt vor ihnen, sieht dies auch noch als “Qualitätsmerkmal” an.
Wenn die “unique selling proposition”, das ultimative Verkaufsargument im “Selbstmarketing”, die Lobhudelei ist, “noch eine Nummer besser” als die Zigfeld-Jungs zu sein, dann wird es für Herrn Krusenstern wohl nie einen Anstellungsvertrag als “Journalist” geben.
Danke, aber NEIN DANKE. Ich will in diesem Spielchen keine Rolle spielen. Ich habe Herrn Krusensterns Dienste auch damals nicht in Anspruch genommen, als er noch “hauptberuflich” in Sachen “binatonale (Ehe-) Partnerschaften” reiste, bevor er sein Interesse an “Nachrichten aus Russland und der Ukraine” entdeckte und jenes an “Frauen aus Russland und der Ukraine” (angeblich) verlor. Als er noch überall in der Forenszene von “Abenteuern im Schneesturm auf der Krim” und “von Kälbchen in den Stall” schrieb. Auch habe ich ihn nie um Hilfe gebeten, nie gebeten mir zu helfen “Wolfsspitze zu paaren”. Frei nach der Werbung : “Monsieur, isch ‘abe garkeine Wolfschpiets.”
Ich habe meine deutsche Ehefrau auch ohne ihn gefunden, hätte ich eine russische haben wollen, auch dazu hätte ich ihn nicht gebraucht. Und einen Hund will ich derzeit auch nicht haben.
Darum will ich auch Herrn Krusensterns Hilfe nicht, wenn es um “Blogwerbung” geht. Ich bin gerne grottenschlechter, auf der nach unten offenen Krusensternskala, als alle Krusensterne und Ziegenfelder in dieser Galaxie. In jeder anderen Galaxie auch.
Genosse Admiral, Du zitierst Herrn Krusensterns “Erklärung”:
“..Wir stehen ein für Unabhängigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit sowie für Fairness und Transparenz in der Berichterstattung. Wir richten uns nach dem Kodex des Schweizer Presserates und halten uns an die darin festgeschriebenen Rechte und Pflichten der Journalisten..”
Lasse uns dafür eintreten, dass wir nie an dieser “Erklärung” gemessen werden. Gemeinsam sind wir zwar ein “wir”, jeder für sich sind wir aber ein “ich”.
Wir erklären nicht ein “wir” zu sein, unabhängig von jedweder Neutralität zu sein, ehrlich und wahrhaftig nur gegenüber unserer Selbstdarstellung zu sein, fair nur gegenüber unserem Bankkonto zu sein und, last but not least, schreien wir nicht tagtäglich in die Blogosphäre:
“HEY MANN, WANN KRIEG ICH ENDLICH EINEN JOURNALISTENJOB ???”.
Sollte all dieses dem “Kodex des Schweizer Presserates” entsprechen, dann tut mir dieser Presserat ausdrücklich leid. Dann hoffe ich inständig, dass er das erste Opfer der “Ausschaffungsinitiative” der SVP wird.
Lass uns also froh sein das der Kelch an uns vorbei geht und wir in keiner “Statistik” im gleichen Atemzug wie “La Russophobe” und “Krusenstern” genannt werden. Wo, wenn nicht hier, ist es besser ein Dissident und “Geächteter” zu sein.
Danke Herr Krusenstern, fürs abschreckende Beispiel und für die “Nichtnennung” dieses Weblogs im Zirkus der Eitelkeiten.

Wenn einer sich fortwährend damit brüstet nach journalistischen Grundsätzen zu bloggen- und dann genau dies nicht tut, dann kann man da schon mal den Finger drauf legen…ansonsten ist mir die Krusensternsche Liste ebenfalls schnurz.
Na klar, was die “Qualität” unseres “Starbloggers” betrifft, sind wir einer Meinung.
Ein Metzger, der behauptet Gehirnchirurg zu sein, ist ebenso unglaubwürdig wie ein Förster, der behauptet “Journalist” zu sein.
Es ist sehr bedauerlich, dass sich heute jeder “Schreiber” Journalist und Autor schimpfen kann und darf, ohne eine berufliche Mindestanforderung erfüllen zu brauchen.
Würde unser Schweizer Förster von sich behaupten Automechaniker zu sein, und seinen “Kunden” Ratschläge zur Autoreparatur erteilen, dann wäre seine “Krusensternwerkstatt” längst geschlossen.
Eine Einspritzpumpe ist eben keine Kurbelwelle, ein Kühler eben kein Schiebedach. Da hätten ihm die Innungsgenossen schon längst die Tür eingetreten, da er einen ganzen Berufsstand in Verruf brächte.
Seine “Nachrichtenwerkstatt” kann er problemlos unterhalten, da er weder eine Qualifikation nachweisen muss noch einen Erfolg schuldet. Da kann er schon mal ein “X” für ein “U” verkaufen. Ich wundere mich, dass noch kein echter Journalist ihm mal verklickert hat, welchen Schaden er dem Journalistenberuf mit seinen Kunstfehlern zufügt.
Darum darf ich in seinen “Pamphleten” und “Basteleien” gerne fehlen. Das Fehlen alleine ist , für die Fehlenden, ein Qualitätsbeweis.
Heribert, ich stimme Dir zu. Es ist keine Schande auf der - des Alpenbloggers persönlichen - Teilnehmerliste für den krusensternschen “Hatred-And-No- Comment-Contest” zu stehen. Ich empfinde es jedenfalls nicht als anrüchig, ein 0,4%-Troll zu sein, der einer - dem schweizerischen Journalistenkodex verpflichteten -Kommentarmoderation zum Opfer fällt.
Es ist daher auch sehr unterhaltsam zu sehen, wie jemand durch Themenauswahl, Darstellung bzw Nichtdarstellung mehr über sich verrät, als ihm lieb sein mag. Ich mag daher - zumindest in virtuellen Scheinwelten - schreibsame Opportunisten. Sie sind immer das Salz in der Suppe der Foren- und Blogunterhaltung gewesen.
Hier sind sie deutlich unterhaltsamer als in realen Welten.
Was soll’s? Jürxigs Schwanzmeter muss doch was zum Messen haben. Wie soll er denn sonst einem Mediengewaltigen auffällig werden?
Da nix Hartes auffällig wird, spielt er mit sich selbst ein wenig rum, damit Weiches hart wird oder wenigstens so aussieht als ob. Er hält sich einen Zerrspiegel vor und sagt laut und kräftig : “Booh, ist das Ding schon wieder gewachsen!”
Und…….? Die Blogszene glaubt es?
Na, eigentlich ist das doch wirklich vollkommen egal. Diese Szene ist doch zu einem Teil einfach nur sphärisch und zu einem anderen Teil völlig uninteressiert an anderem als an die eigene Selbstdarstellung bzw. dem blognotwendigen Exhibitionismus.
Aber schlussendlich wird das Schwanzbildchen des Alpenadmiral den allermeisten Lesern auch ziemlich wurscht sein. Letztlich zählen halt doch keine Fotomontagen………., wenn Wunschvorstellungen in die Tat umgesetzt werden müssen.
In der realvollziehbaren Praxis kommt es auf die richtige Wurst an…….. , sogar auf die eines Blogjournalistenwurst.
Ganz nebenher……., wisst ihr, worüber ich gerne mal aktuell auf der, der Demokratie und Meinungsfreiheit verpflichteten, Alpenfregatte etwas gelesen hätte?
Über Georgiens Weg zum Erhalt von Demokratie und Freiheit.
Irgendwie finde ich, gäbe dieses Thema nicht nur ein dankbares Thema für unseres Krusenquatschers Journalistenbewerbung ab. Irgendwie betrifft das Thema doch auch einen monothematischen Russlandfachblog.
Vermutlich interessiert dieses Thema sogar weit mehr “Medienverantwortliche” als ein Blogjournalisten-Bewerbungsschreiben über die vermeintliche Schwanzlänge eines Alpebkrusers im Verhältnis zu vermeintlich anderen Schwänzchenbesitzern.
Und irgendwie betrifft der Kampf um Demokratie und Freiheit (unterdrückter Massen ?) doch auch die neokonservativen Sichtweisen einiger anderer Russlandblogs (ich liebe das Wort Neocon, besonders wenn ich es in die Wortbestandteile übersetze).
Hoffentlich muss das georgische Volk nicht zu sehr leiden…… .
Gruß Jürgen
Hallo Jürgen … nett Dich mal wieder zu lesen.
Da wir in unserer Einschätzung konform gehen, hier nur eine kurze Anmerkung zum Begriff “NeoCon”.
Leute die Englisch als erste Fremdsprache lernten, oder in einem englischsprachig dominierten Umfeld leben bzw arbeiten, greifen eher zu Anglizismen als andere. Und sie sehen in bestimmten Begriffen sofort die Wurzel in der englischen Sprache.
Bei mir ist es etwas anders, da bei mir Französisch als Fremdsprache dominiert.
Im Französischen ist der “Con” ein “Blödmann”, der “NeoCon” also sinngemäß “der neue Blödmann”. Die Steigerung von “Con” ist der “vieux con”, der “alte Blödmann” oder derjenige der “immer schon ein Blödmann gewesen ist”.
Wenn also jemand den Begriff “NeoCon” verwendet, auf sich selbst oder auf Andere bezogen, dann lese ich nicht “neu-konservativ” sondern eben … na ja … Du weißt schon.
In diesem Sinne ist Krusenstern tatsächlich eher ein “Vieux Con” als ein “NeoCon” … und zwar von der ältesten und militantesten Sorte.
Jesusmariaundjoseph, da bin ich mal ein paar Monate weg und hier geht alles zum Teufel. Warum all dieses Geschwaetz uber Krusenstern?
If you don’t give a damn, why do you give a damn?
Schreib mal wider!!!!
Ich schreibe doch “wider” … “Wider Lug und Betrug in der Blogosphäre”
har har. I guess that was a Freudscher Tippfehler meinerseits.
Nu, apart from that je will moiself nominieren as the samije tres bien Weblok on the net… tschuk tschuk tschk the little eisenbahn quelle could….
tata.
Man(n) beherzige die Regel … “If you drink, don’t type”
Frohe Weihnachten
Ich danke herzlichst !