Российская Федерация

31 01 08

Die fünf besten englischsprachigen Russland-Blogs ?

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Die ehemalige Sowjet-Union, Russland — Heribert Schindler @ 16:59

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr … aber irgendwie ist mir heute so danach. ;-)

Andy Young von “Siberian Light” nimmt einen neuen Anlauf, … “The Top 5 Russia Blogs” … deshalb hier mein unmaßgeblicher Kommentar.

Platz 1: Sean’s Russia Blog
Kommentar: Volle Zustimmung.

Platz 2:  La Russophobe
Kommentar: Fehlgriff ! Gehört bestenfalls auf Platz 1 der schlimmsten Brechmittel der Blogosphäre.

Platz 3: Russia Blog
Kommentar: Fehlgriff ! Wer irgendwo dranhängt wo “Intelligent Design” drauf steht, der eignet sich nicht zur Meinungsbildung.

Platz 4: Robert Amsterdam
Kommentar: Fehlgriff ! Ein Oligarchenanwalt als wasauchimmer ? Hmmm … schlimmer gehts nimmer.

Platz 5: English Russia
Kommentar: Neutral. Vielleicht verdient … vielleicht auch unverdient. Habe also keine explizite Meinung dazu.

Anmerkungen:

In einem eigenen Kommentar zu seinem Artikel schreibt Andy, als Antwort auf den Vorschlag sich selbst in seine “Top 5″ aufzunehmen, unter anderem folgendes …

[...] Maybe what I should do is write an anonymous Top 5 list with Siberian Light at the top and see if I can get it published somewhere else […]

Übersetzung: “Was ich vielleicht tun sollte, ist eine anomyme Top-5-Liste, mit “Siberian Light” ganz oben, zu schreiben und zusehen ob ich das Ding anderswo publiziert kriege.”

Ok Andy, schieb das Teil rüber, ich veröffentliche es für Dich. Aber nur wenn Du Sean mit aufs Podest holst und Platz 2 leer bleibt. Wenn Du aber auf La Russophobe in Deiner Liste bestehst, dann musst Du auch meinen erklärten Liebling der “English Language Russia Blogosphere” zu etwas Publicity verhelfen.

Auf den “Amerikanischen Krusenstern” …  Averko’s Russia Report  … darf keinesfalls verzichtet werden. Fastfood … außen appetitlich, innen geschmacklos, ohne erkennbaren Nährwert, bei längerem Genuß gesundheitsschädlich und bereits jahrelang im Geschäft. “Krusenstern” auf Englisch eben.

Andy ? “Deal” or “No Deal” ? ;-)

Aber mal ohne Jux und Dollerei … bei dem was man von der “English Language Russia Blogosphere” erwarten kann und muss, da setzen “Siberian Light” und “Sean’s Russia Blog” positive Akzente.

30 01 08

In eigener Sache …

Gespeichert unter: Keine — Heribert Schindler @ 16:51

… mal so ein paar Gedanken.

In den letzten Tagen hat mich einige konstruktive Kritik erreicht, hinsichtlich des “Looks” meines Blogs. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken.

Wenn man sich, so wie ich, dagegen entscheidet Geld für eine eigene Domain und / oder kostenpflichtige Blogware auszugeben, dann muss man eben mit den “Themes” (Mustervorlagen) leben die einem WordPress kostenfrei anbietet.  Gegenwärtig sind das ca. 50 Themes, die man “as they come” nutzen kann, aber ohne wirkliche Möglichkeiten am Style oder Layout Änderungen vornehmen zu können.

Darum habe ich mit den verfügbaren Themes herumgespielt, das eine oder andere Theme ausprobiert, und hoffe nun einen halbwegs akzeptabelen “Look” hinbekommen zu haben. Sollte weiterhin Anlass zur Kritik bestehen, z.B. hinsichlich der Lesbarkeit des Schriftbildes, so bitte nur heraus damit.

Ich habe auch meine “Blogroll” etwas umgebaut, war ja auch nie bekennender Fan dieser “Linkfarmen”, in denen auch wirklich jeder Blog aufgeführt ist von dem man irgendwann oder irgendwo einmal gehört hat.

Dennoch habe ich meine “Blogroll” um eine Kategorie erweitert:

“Kuriositäten”

Die bisherigen “Bewohner” dieser Kategorie sind :

  • Executed Today” , der Blog eines Amerikaners, der eine ziemlich morbide Affinität für Hinrichtungen hat.
  • “Grenzland” , der Blog meines Freundes Andreas Solf, der einen Faible für “Sozialhygiene”, das Löschen von Artikeln und Kommentaren sowie eine höllische Angst vor der deutschen Gerichtsbarkeit hat, die ihn für Kommentare auf seinem Blog zur Verantwortung ziehen könnte.
  • “Shelley The Republican” , der Blog eines Amerikaners, der erklärter Weise für Gott, Amerika und George W. Bush bloggt … und davon überzeugt ist, dass das deutsche Wort “Notausgang” stets auf den Eingang eines Konzentrationslagers hinweist. Außerdem veröffentlicht er auf seinem Blog “God’s Hitlist” (”Gottes Abschussliste”).
  • “Web2Bla” ,   der Blog eines (laut Selbstbeschreibung) “Gründers eines der im Moment in den Medien häufig diskutierten “Web-Zwei-Null”-Startups” der(anscheinend) sich selbst als die dynamischste Bullshit-Kreation des Mega-Hypes” bezeichnet.

Nun denn, dieser Kategorie werden wohl in Zukunft noch weitere “Kuriositäten” hinzugefügt werden. Sollte jemand weitere kuriose Blogs kennen, die einen gewissen Standard aufweisen <grins> , dann würde ich mich über entsprechende Hinweise freuen.

Ich bin auch tierisch gespannt auf welchem dieser Blogs, ab Heute, ich zuerst von meinem geschätzen Bloggerkollegen Jürg Vollmer hören / lesen werde … es wird wohl leider nicht  “Executed Today” sein … (ein Schelm wer böses dabei denkt) … !

In diesem Sinne …

25 01 08

Andreas liest gerne …

Gespeichert unter: Das Internet, Deutschland, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 15:03

… und das ist auch gut so ! Bücher sind faszinierend, und so schreibt Andreas dann auch voller Herzblut, seine Tochter habe ihm ein Buch zum Lesen gegeben. Seine Tochter muss nett sein, meine ist es auch. Auch meine beiden Söhne sind nett.

Ich finde es gut, dass Andreas Bücher liest, andere verbrennen sie. Bücherverbrennungen kommen immer mal wieder vor, damals wie heute, und ich finde das schrecklich. Ehrlich !

Auch unser vermeintlich aufgeklärtes 21. Jahrhundert sah schon Bücherverbrennungen. Die nachfolgende Auflistung, wohl sicherlich unvollständig, findet sich im Wikipedia-Artikel “Bücherverbrennung”.

  • Die wahrscheinlich erste Bücherverbrennung im 21. Jahrhundert betraf J. K. Rowlings „Harry Potter“. Pastor George Bender und Mitglieder der amerikanischen christlichen „Harvest Assembly of God“-Kirche in Pittsburgh verbrannten während eines „book burning“-Gottesdienstes im März 2001 Harry Potter-Bücher mit der Begründung, der neue Held unzähliger Leser verherrliche Zauberei und Hexentum. Ebenfalls auf dem Scheiterhaufen landeten CDs und Videos von Foreigner, AC/DC, Bruce Springsteen, Pearl Jam, Iron Maiden und Black Sabbath sowie die Walt-Disney-Videos „Herkules“ und „Pinocchio“. Weitere Verbrennungen fanden in Alamogordo (New Mexico), Charleston (South Carolina) und Cedar Rapids (Iowa) statt.
  • Im Januar 2001 ließ das Ägyptische Kulturministerium auf Druck islamischer Fundamentalisten 6000 Exemplare homoerotischer Poesie von Abu Nuwas verbrennen.
  • Anfang 2001 kam es in Indonesien zu einer Reihe von „Sweepings” („Fegefeuer”) genannten Verbrennungen von als politisch links geltender Literatur, Mangas (japanischen Comics), Popmusik-CDs, aber auch von Khalil Gibrans Gedichtband Der Prophet. Sie entsprangen studentischem Protest gegen sinkendes Ausbildungsniveau wie auch fundamentalistischem, westliche Vorstellungen negierenden Moralismus.
  • 2002 Tiflis: Bei einer Bibelverbrennung in Gestalt eines Brandanschlages auf ein Gebäude der georgischen Bibelgesellschaft vernichtete eine extremistische Gruppe der georgisch-orthodoxen Kirche vor laufenden Kameras zehntausende „protestantischer” Bibeln.
  • Am 30. März 2005 ordnete der türkische Landrat Mustafa Altinpinar in der südtürkischen Provinz Isparta an, alle Bücher des späteren Nobelpreisträgers Orhan Pamuk aus den öffentlichen Büchereien zu entfernen und zu verbrennen. Pamuk war und ist ein scharfer Kritiker der türkischen Kurdenpolitik und der offiziellen Haltung zum Genozid an den Armeniern im Jahre 1915. Der Landrat begründete seine Entscheidung mit dem Recht der türkischen Nation auf Notwehr gegen Verleumdungen. In den Buchregalen befand sich jedoch kein einziges Werk des Autors, da er schon vorher stark angefeindet wurde. Die Verbrennungsaktion fiel aus. Der Gouverneur der Provinz Isparta, Isa Parlak, hob wenig später die Entscheidung des untergebenen Landrats auf.
  • Am 21. Mai 2006 verbrannten zwei Politiker in Ceccano (Italien) ein Exemplar des Buches „Sakrileg“ von Dan Brown. Einer der beiden, Stefano Gizzi, begründete sein Handeln damit, „Jesus verteidigen“ zu wollen. Der Auslöser für die Verbrennung war die Tatsache, dass in dem Buch „Sakrileg“ die These aufgestellt wird, dass Jesus und Maria Magdalena ein Ehepaar waren und gemeinsame Kinder hatten.
  • Am 24. Juni 2006 wurden auf einem Dorffest anlässlich der Sonnwendfeier in Pretzien (Sachsen-Anhalt) eine USA-Flagge und das Tagebuch der Anne Frank öffentlich und mit direktem Bezug auf die Bücherverbrennungen während des NS-Regimes verbrannt.
  • Am 11. Juli 2007 strahlte die ARD den Dokumentarfilms „Die Hardliner des Herrn“ von Tilman Jens aus, der vom HR produziert wurde und in dem eine eine Bibel verbrannt wird, was zu Kontoversen führte, da dies in einigen Kreisen als Verhöhnung sowohl der Christen als auch der Juden, denen die fünf Bücher Mose (Tora) ebenfalls heilig sind, empfunden wurde. Tilman erklärte: “Es geht darum, die Bibel als drohendes, als Angst machendes Instrument und gleichzeitig als Feuerschwert Gottes darzustellen” [...]

Andreas liest zwar gerne Bücher, und verbrennt sie hoffentlich nicht, aber er löscht Kommentare auf seinem Blog. Und das Löschen von Kommentaren ist doch ein Klitzekleinwenig wie eine Bücherverbrennung, oder ? Andreas schreibt auch gerne Kommentare … wird dabei sogar zunehmend netter … aber auch diese löscht er wieder, wenn er kann.

Im oben genannten Wikipedia-Artikel findet sich auch ein Zitat aus dem Klassiker Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.

“A book is a loaded gun in the house next door. Burn it. Take the shot from the weapon. Breach men’s mind. Who knows who might be the target of the well-read man. Me?”

Frei übersetzt: “Ein Kommentar Buch ist eine geäußerte Meinung geladene Waffe im Blog Haus nebenan. Löschen Verbrennen Sie ihn es. Nehmen Sie die Meinungsfreiheit den Schuss aus der Kommentarsektion Waffe. Brechen Sie die Meinungsfreiheit Meinung des Kommentierenden der Menschheit. Wer weiß, wer das Ziel der Kritik der aufmerksamen Beobachter des belesenen Mannes sein könnte. Man selbst Ich ?”

In diesem Sinne …

24 01 08

Ist Krusensterns “Kleines Weblog-Handbuch” ein Plagiat ?

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 15:30

Achtung: Einleitend weise ich ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der Formulierung dieses Artikels nicht um die Veröffentlichung eines Vorwurfes oder um eine Behauptung handelt, es handelt sich vielmehr ausdrücklich um eine Frage. Eine Frage die ich an die Gemeinschaft der deutschsprachigen Blogger richte, mit der Bitte und der Aufforderung eigene Recherchen anzustellen. Recherchen die, unter Umständen, zu einem ernüchternden Ergebnis führen könnten … oder aber zur Beantwortung der gestellten Frage im negativen Sinne.

Was ist Krusensterns “Kleines Weblog-Handbuch” ?

Am 10. April des abgelaufenen Jahres erschien auf dem Krusenstern-Weblog der Artikel “Das kleine Weblog-Handbuch - ein Ratgeber für Blogger“. Jürg Vollmer schreibt dazu:

Ein Weblog ist die einfachste Sache der Welt: Ein paar Mausklicks – und schon kann man drauflos schreiben und die ganze Welt liest mit. Ähm, na ja… ganz so einfach ist es doch nicht. “Das kleine Weblog-Handbuch” hilft bei den ersten Schritten - und darüber hinaus auf dem Weg zum erfolgreichen Blogger.

Seit diesem Tage wurde der Artikel mehrfach aktualisiert, fand letztendlich als “Version 1.1″ sein vorerst wohl endgültiges Zuhause auf dem Blog.

Wie bekannt ist zwischenzeitlich “Das kleine Weblog-Handbuch” ?

Eine Suchanfrage bei Google, mit dem Suchbegriff ”Das kleine Weblog-Handbuch”, liefert 1.560 Treffer. Nicht nur Blogger haben das “Das kleine Weblog-Handbuch” aufgegriffen und positiv besprochen, auch in diversen anderen Medien fand das “Das kleine Weblog-Handbuch” große Resonnanz. In unzähligen Kommentaren auf dem Krusenstern-Weblog wird das Werk gepriesen, in der Blogosphäre wird Jürg Vollmer, seit dem Erscheinen seines Werkes, aus- und nachdrücklich gelobt. Zurecht ?

Die Überraschung ?

Am heutigen Morgen habe ich seit langer Zeit einmal wieder einen Streifzug durch die anglophone Blogosphäre unternommen. Neben Andy Young (”Siberian Light”) habe ich auch Sean Guillory mal wieder besucht, mir seinen Blog “Sean’s Russia Blog” mal genauer angesehen. Grund dafür war sein Wechsel von Blogger.com zu WordPress, keine Ahnung wann er diesen Schritt vollzogen hat, sowie das neue Layout und Design.

Mit dem neuen Design,  Blue Zinfandel 2.0 von Brian Gardner, hat Sean jetzt ein ansprechendes 3-Spalten-Design, überaus übersichtlich. Dank dieser Übersichtlichkeit habe ich dann auch den Auslöser für diesen meinen Artikel gefunden.

Das Gegenstück zum “Kleinen Weblog-Handbuch” ?

In der äußerst rechten Spalte auf Seans Blog, dort wo sich auch Blogroll und Linkliste befinden, an der vorletzten Position und über dem Verweis auf den bisher abgewehrten Spam, fand ich ein Icon.

Handbook for bloggers and cyber-dissidents

Das Icon ist verlinkt mit “Reporters without Borders”, einer Organisation die man wohl niemandem vorzustellen braucht, eine Organistaion die bestens bekannt sein dürfte, sei es unter diesem Namen oder unter “Reporter ohne Grenzen” oder unter “Reporters sans Frontieres”, dem französichen Namen.

Der Link hinter dem Icon verweist auf folgende Seite bei RSF.Org :

Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents

Das “Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten”  von RSF.Org erschien bereits im Jahre 2005, also — über den dicken Daumen gepeilt — zwei Jahre vor Krusensterns “Kleinem Weblog-Handbuch” und steht seit dem Erscheinungstag zum Download bereit.

RSF.Org bietet neben dem Download in zwei Versionen, ein 1,6 MB PDF-Dokument zum Lesen und eine 3,4 MB “druckerfreundliche” PDF-Version zum Ausdrucken, auch eine Erklärung zum “Handbook” an.

Do something good by creating your blog with us

Blogs get people excited. Or else they disturb and worry them. Some people distrust them. Others see them as the vanguard of a new information revolution. Because they allow and encourage ordinary people to speak up, they’re tremendous tools of freedom of expression. Bloggers are often the only real journalists in countries where the mainstream media is censored or under pressure. Only they provide independent news, at the risk of displeasing the government and sometimes courting arrest. Reporters Without Borders has produced this handbook to help them, with handy tips and technical advice on how to to remain anonymous and to get round censorship, by choosing the most suitable method for each situation. It also explains how to set up and make the most of a blog, to publicise it (getting it picked up efficiently by search-engines) and to establish its credibility through observing basic ethical and journalistic principles.

Was ist ein Plagiat ?

Es gibt sicherlich eine Vielzahl an Erklärungen für den Begriff “Plagiat”, ich bemühe daher die am einfachsten zugängliche Erklärung aus der Wikipedia: “Plagiat” .

Plagiat (von lat. plagium, „Menschenraub“ abgeleitet) ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes oder Teil eines eigenen Werkes. Dieses kann sowohl eine exakte Kopie, eine Bearbeitung (Umstellung von Wörtern oder Sätzen), eine Nacherzählung (Strukturübernahme) oder eine Übersetzung sein. Manche Quellen klassifizieren auch erfundene Daten und unzureichend gekennzeichnete Zitate als Plagiate.

Interessant sind auch folgende Aussagen, abenfalls aus der Wikipedia:

Die freie Benutzung eines urheberrechtlich geschützten Werkes ist zulässig, um ein neues selbständiges Werk hervorzubringen. Das neue Werk muss aber selbst alle Voraussetzungen eines geistigen Werkes aufweisen und die schöpferische Leistung des benutzten Werks zu einem gewissen Maße verdrängen.

und

In der Wissenschaft wird – anders als in der Literatur bereits die Paraphrasierung eines Textes oder die nicht gekennzeichnete Übernahme einer Argumentation ohne Quellenangabe als Plagiat verstanden. Man unterscheidet zwischen Totalplagiat, bei dem ein kompletter Text übernommen wird, und Teilplagiat, sowie zwischen dem Verbalplagiat, das Formulierungen exakt übernimmt, und dem schwieriger aufzudeckenden Ideenplagiat, das lediglich Gedanken übernimmt, ohne deren Urheber zu zitieren. Außerdem gibt es Sonderformen wie das Autoplagiat (Selbstplagiat), bei dem eigene Arbeiten mehrfach verwertet werden. Oft gibt man zu, den zugrundeliegenden Text zwar “irgendwann” gelesen, die Quelle dann aber vergessen zu haben - und versucht Plagiate so zu rechtfertigen.

Warum stelle ich die Frage: “Ist Krusensterns “Kleines Weblog-Handbuch” ein Plagiat ?”

Ich habe das “Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten” von RSF.Org heruntergeladen und mit Jürg Vollmers “Das kleine Weblog-Handbuch - ein Ratgeber für Blogger” verglichen. Kurzum: Die Ähnlichkeit ist frappierend.

Das Werk von RSF.Org ist weitaus umfangreicher als Vollmers Werk, behandelt auch Fragen zur Ethik, gibt einen “regionalen Überblick” durch Stellungnahmen von Bloggern aus Deutschland, Bahrain, USA, Hong Kong, Iran und Nepal, gibt Hinweise und Ratschläge zur Thematik “Anonymes Bloggen” , “Der Sicherheit im E-Mail-Verkehr” und spricht in deutlichen Worten auch die Zensur an.

Aber … andere Schwerpunkte und Themen sind in ihrer Gliederung, ihrer Reihenfolge, ihrer Aufarbeitung, ihrem Inhalt … kurzum … in ihrem gänzlichen Erscheinungsbild dem “kleinen Weblog-Handbuch” zu ähnlich um die Frage “Plagiat oder nicht” gänzlich ignorieren oder von der Hand weisen zu können.

Stutzig macht mich auch der Abschnitt “Bloggers, the new heralds of free expression” aus dem Werk von RSF.Org. Er ist dem Artikel Vollmers “Machen Blogger Journalisten überflüssig” erstaunlich ähnlich, auch dieser erschien lange nach der Veröffentlichung des “Handbook” von RSF.Org. Auch die kürzlich bei Krusenstern erschienenen “10 Tipps für bessere Weblogbeiträge” finden sich, in ähnlicher Form, in dem “Handbook”.

Abschließende Bemerkung

Beide “Handbücher” in diesem Artikel vollumfänglich und ausführlich gegenüber zu stellen würde den Rahmen eines einzigen Artikels sprengen. Ich möchte hier auch nicht zu einer Vorverurteilung aufrufen, indem ich selektiv Beispiele aus beiden Werken anführe und vergleiche. Ich schließe mich Jürg Vollmer an, indem ich einen oftmals von ihm wiederholten Ausspruch aufgreife und Leser zur “Meinungsbildung” aufrufe.

Ich schließe daher diesen Artikel, indem ich zu dessen Anfang zurückkehre, und wiederhole, dass es sich bei der Formulierung dieses Artikels nicht um die Veröffentlichung eines Vorwurfes oder um eine Behauptung handelt, es handelt sich ausdrücklich um eine Frage.

Eine Frage die ich an die Gemeinschaft der deutschsprachigen Blogger richte, mit der Bitte und der Aufforderung eigene Recherchen anzustellen. Bildet euch eure Meinung und lasst sie mich wissen … die Kommentarsektion ist geöffnet.

Das letzte Wort gehört jetzt Wilhelm von Ockham und seinem berühmten Rasiermesser.

„Entia non sunt multiplicanda sine necessitate“
– „Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden“ –

Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen. Und die einfachste Theorie, die bei der Beantwortung der von mir gestellten Frage entstehen könnte, könnte tatsächlich “Plagiat” lauten.

23 01 08

Raus aus dem Dschungel … Rein in den Dschungel …

Gespeichert unter: Das Internet, Deutschland, Die Blogosphäre, Polen — Heribert Schindler @ 18:37

… da köchelt doch bei RTL gerade diese Geschichte mit dem Geschmäckle .

Welt Online schreibt dazu:

Erster echter Skandal im bislang so friedlichen Dschungel-Camp. DJ Tomekk zeigte kurz vor dem Einzug ins Lager den in Deutschland verbotenen Hitler-Gruß, sang marschierend die erste Strophe des Deutschlandliedes. RTL feuerte den polnischen Hip-Hopper, schwieg in der Show aber zu den Gründen.

Mensch Tommek, dumm gelaufen die Sache. Da hättest Du Dir nun wirklich einen besseren Kameramann für Deinen Auf- bzw. Fehltritt aussuchen müssen.

Wir wissen nicht was Dir nun die freundlichen PR-Menschen von RTL empfehlen … ich empfehle Dir für zukünftige Auftritte den DJ Asolf aus dem Grenzland.

“Ich werde den Quatsch hier morgen löschen” käme für Dich jetzt genau richtig, oder ?

21 01 08

“Die Beweislast” und “Die Last mit den Beweisen” …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 21:03

… stellen wir uns folgendes vor:

Es kommt der Nachbar vorbei, und behauptet, in seinem Kühlschrank wohnten rosa Elefanten. Du meinst, Du hättest noch nie rosa Elefanten in einem Kühlschrank gesehen.

Du suchst im eigenen Kühlschrank, in dem des Nachbarn, befragst alle Dir bekannten Kühlschrankbesitzer … keiner hat je rosa Elefanten in einem Kühlschrank gesehen.

Du berichtest Deinem Nachbarn: “Höre, es lässt sich kein Beweis für die Existenz von rosa Elefanten in Kühlschränken finden.”

Dein Nachbar antwortet: “Höre … , die Abwesenheit eines Beweises ist kein Beweis der Abwesenheit. Es gibt rosa Elefanten in Kühlschränken !”.

Folgende Frage geht Dir nun durch den Kopf ….

“Wenn die Existenz nicht bewiesen werden kann,  ist dann die Unbeweisbarkeit der Existenz der Beweis der Inexistenz  … oder im Umkehrschluss …  wenn die Inexistenz nicht bewiesen werden kann,  ist dann die Unbeweisbarkeit der Inexistenz der Beweis der Existenz  ?”

Wenn man nicht beweisen kann, dass rosa Elefanten in Kühlschränken nicht existieren, hat man dann damit deren Existenz bewiesen ? Oder doch nicht ?

Und was sagt dies über die Anzahl der Elefanten aus, gibt es nur einen … oder gar mehrere ?

Ich bin verwirrt !

18 01 08

Be(un)ruhigende Nachrichten

Gespeichert unter: Bulgarien, Frankreich, Russland, Schweiz — Heribert Schindler @ 12:42

Beim Stöbern heute im “Weltnetz” gefunden …

Frankreich wird wohl im Jahre 2008 verstärkt mit Russland kooperieren, besonders auf dem maritimen Sektor. Der Befehlshaber der russischen Nordflotte, Vizeadmiral Nikolai Maximow, teilte mit, dass Frankreich und Russland derzeit das Zusammenwirken ihrer Marineverbände im Mittelmeer trainieren. Ihm zufolge finden zurzeit russisch-französische Marineübungen für Funkverbindung und Manövrieren statt.

Die Übungen finden in zwei Etappen statt, die erste Etappe der Übungen wird etwa einen Tag dauern, in ihrem Rahmen finden auch gemeinsame Übungen für das Betanken der Schiffe statt. Die zweite Etappe folgt später in der französischen Flottenbasis Brest im Atlantischen Ozean. Das Programm der Übungen sei “sehr umfassend”. (Quelle)

Bulgarien bedankt sich bei Russland, nach Worten von Präsident Georgi Parwanow, für die Hilfe bei der Befreiung vom Osmanischen Reich und die Wiederherstellung der Staatlichkeit.

Er sei davon überzeugt, dass es keinen besseren Anlass für Veranstaltungen im Rahmen des Jahres Russlands in Bulgarien gäbe als den 130. Jahrestag des Beginns eines Befreiungskrieges Russlands gegen die Türkei, so der bulgarische Präsident.

Dank den Anstrengungen der russischen Armee und der Unterstützung europäischer Eliten rücke Bulgarien nun wieder auf den gebührenden Platz auf dem Kontinent.

Der bulgarische Präsident warnte auch vor Versuchen, die Geschichte zu politischen Zwecken umzukrempeln. Bulgarien sei in der Lage, die Geschichte im gegenwärtigen europäischen Kontext richtig zu lesen. (Quelle)

Keinerlei Nachrichten gibt es dagegen von der Schweizer Hochseeflotte, die sich gegenwärtig noch von der Operation “Krieg und Frieden”, der Aufklärungs- und Abschreibemission beim ZDF, erholt. (Quelle)

Der Schweizer Volkspartei (SVP) ist bis dato keine geplante “Ausschiffungsinitiative” der Alpenfregatte “Krusenstern” bekannt, man werde sich aber kundig machen. Ob der Stolz der Schweizer Hochseeflotte (Bild) auslaufen wird, um Bulgarien von “Putins Demokratur” und Frankreich von der Perfiditiät russisch-französischer Seemanöver zu überzeugen, ist demnach noch fraglich.

Sofia und Paris reagieren bisher gelassen, auch aus dem Grenzland liegen noch keine Reaktionen vor. Ob Paris die Flotte in Alarmbereitschaft versetzen wird bleibt abzuwarten, auch bei der Feuerwehr Sofia sind keine Mobilmachungen erkennbar.

Der “Ernsthaftigkeit der Bedrohung” sei man sich aber durchaus bewusst, verlautete es “unisono” aus beiden Hauptstädten. Beide Staaten seien Mitgliedsstaaten der NATO und der EU, damit durch multilaterale Bündnisverpflichtungen vor der Schweizer Bedrohung geschützt, der Eintritt eines Bündnisfalles werde jedoch nicht erwartet.

15 01 08

Für Jäger “verlorener Kommentare” …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Schweiz — Heribert Schindler @ 19:18

… hier nun eine interessante Aufgabe, natürlich nur zur Meinungsbildung.

Da ist mein letzter Beitrag gerade “aus der Feder geflossen”, da löst sich der Bezug auch schon in Luft auf. Dies, nachdem ein gewisser Herr aus Zürich so freundlich war meinen Blog zu besuchen. Ja, auch ich habe ein kleines Tool, welches mir anzeigt wer mich so besucht.

Schwupps … da ist er weg … der Kommentar, mit der Nummer “C1417″ auf des Herrn Krusensterns Weblog. Ebenso verschwunden ist der Kommentar “C1414″, sowie alle weiteren zwischen “C1415″ und “C1422″.

Verschwunden sind also 7 Kommentare, dies obwohl auf dem Krusenstern-Weblog angeblich weder “zensuriert” noch “lekturiert” wird. Man ist doch keine “Zensurbehörde”, die Müllabfuhr ist es schließlich auch nicht. Oder ?

Wo sind denn nun die Kommentare “C1414″, “C1416″, “C1417″, “C1418″, “C1419″, “C1420″ und “C1421″ geblieben ? Welchen “Müll” enthielten sie denn ? Wer waren die “Trolle”, die des Krusensterns “Kommentarspalten” zumüllten ?

Leicht nachzuvollziehen ist meine Behauptung durch die Eingabe der “Kommentarnummern”, oder aber durch Klicken des Buttons “Comments.rss” auf Krusenstern. Schön, dass Kaywa gelöschte Kommentare, bzw. deren Benummerung, nicht überschreibt bzw neu vergibt.

Welche “Trolle” waren denn da wieder unterwegs ? Welche Heimsuchung musste unser “Fachblogger” denn da nur wieder erdulden ? Aber halt … “C1417″ war vom Meister daselbst verfasst … was hat ihn wohl nur bewegt dieses Werk zu beseitigen ? Meinungshygiene ? Beweisvernichtung ? Beseitigung fälschlicher Anschuldigungen, zur Verhinderung der Meinungsbildung über Herrn Krusenstern selbst ?

Fragen über Fragen … wer kann, mag, oder traut sich das “Rätsel der verlorenen Kommentare” zu lösen ? Natürlich nur strikt, und ausschließlich, zur Meinungsbildung !

“Müllmann” Krusenstern …

Gespeichert unter: Das Internet, Die Blogosphäre, Schweiz — Heribert Schindler @ 17:17

Fundsache

Die Wartezeit bis zur Freischaltung ihrer Kommentare verdanken die Leser und Kommentatoren dieses Weblogs zwei oder drei Trollen, welche die Kommentarspalten sonst “vollmüllen” würden. Im Normalfall werden Kommentare innerst Stundenfrist frei geschaltet. Nur wenn ich unterwegs bin, kann es ein paar Stunden dauern. “Zensur” und “Lektorat” gibt es hier aber definitiv nicht. Es sei denn, man bezeichnet die Müllabfur als Zensurbehörde…

Die Wartezeit bis zur Freischaltung ihrer Kommentare verdanken die Leser und Kommentatoren des “Krusenstern” einem “Troll”, der sich ohne “Zensur” und “Lektorat” seiner “Kommentarspalten” kritischen Fragen und der Aufdeckung seiner wissentlich falschen, populistischen und seine Vergangenheit verleugnenden Ausflüchte und Behauptungen gegenübergestellt sehen würde. Dies gilt es, im Interesse der Aufrechterhaltung einer “Legende” als “Journalist”, “Kommunikationsfachmann” und “Mitarbeiter nationaler / internationaler NGOs”, aber um jeden Preis zu verhindern.

Wer sich so vehement, populistisch und penetrant in das Rampenlicht der virtuellen Öffentlichkeit drängt, wer sich beharrlich weigert das Gerippe seiner “Legende” mit recherchierbarem und verifizierbarem Fleisch zu bepacken, wer nicht willens (oder in der Lage) ist einen wasserdichten “Lebenslauf” als “Journalist”, “publizistisch Tätigem” oder “Russlandfachmann” zu veröffentlichen (der auch einer Überprüfung standhält), der muss sich gefallen lassen, dass seine Kritiker auf das zurückgreifen, was sich über “Krusenstern” in den Weiten des Internets finden und belegen lässt.

Und dies ist eine erdrückende Vielfalt aus Spuren in Internetforen, die nun garnicht zu dem Image / der Legende eines seriösen Journalisten, Publizisten und / oder Russlandfachmannes passen wollen. Selbst bei wohlwollendster, unkritischster und oberflächlichster Betrachtung nicht.

Anstelle Kritiker fälschlich zu beschuldigen, sie würden “Kommentarspalten vollmüllen” oder jemanden “bis ins Privatleben verfolgen”, anstelle deren Kommentare zu zensieren, zu verdrehen, inhaltlich falsch darzustellen oder gänzlich zu unterdrücken, wäre es höchste Zeit für ein “coming out” .

Was spricht dagegen den Kritikern “das Maul zu stopfen”, sie zum Schweigen zu bringen, indem man seinen Background verifizierbar darlegt und spricht …

“Seht Ihr ? Das bin ich, nichts anderes habe ich behauptet !”

Solange dies nicht erfolgt ist, solange die “Legende” nichts als eine nebulöse Selbstdarstellung ist, solange helfen auch falsche Anschuldigungen und Schutzbehauptungen nicht … die da lauten … man sei ein seriöser Journalist, ein mit Herzblut recherchierender Publizist und Philanthrop … und die böse böse Welt neide einem nur die Aufmerksamkeit, Anerkennung und Würdigung derer man so dringend bedarf.

Abschließend eine Antwort auf die rhetorische Frage, ob die “Müllabfuhr eine Zensurbehörde sei”. Nein, das ist sie sicherlich nicht. Aber ein “Mülllaster” ist auch kein “Parfümzerstäuber” … er riecht auch nicht nach Veilchen … auch nicht wenn man(n) ihn mit Veilchen bemalt und in großen Lettern auf die Seite schreibt … “Ich bin ein Veilchentransporter und rieche gut”.

Dies funktioniert nur in den realitätsfernen Träumen eines “Müllmannes”, der gerne ein Parfümeur wäre …

10 01 08

Schweizer Helden

Gespeichert unter: Die Blogosphäre, Russland, Schweiz — Heribert Schindler @ 18:41

… oder … Napoleon und die Schweiz …

Krieg und Frieden“ … niemand bring es uns so (ab)schreibend schön und voller (geborgtem) Herzblut dar, wie unserer Schweizer Starblogger aus Zürich. Getreu der eidgenössischen Tradition … denn wie sprach schon General Merle, Kommandant der Schweizer Division, nach der Schlacht an der Beresina 1812 ?

Mutige Schweizer! Ihr habt gekämpft wie die Löwen! Jeder von Euch verdient das Kreuz der Ehrenlegion.“

Was war passiert … ? … Ein Exkurs in die glorreiche Geschichte …

Beginnen wir im späten 18. Jahrhundert ….

Die Schweiz, Ende des 18. Jahrhundert, gerät unter den Einfluss Frankreichs , kann sich nicht aus dem Krieg, der in Europa wütet, heraus halten. 1799 wird die Schweiz zu einem unfreiwilligen Schlachtfeld, als österreichische und russische Truppen versuchten, die Franzosen zu vertreiben. Die Präsenz der vielen ausländischen Soldaten in der Schweiz führte zu einer weiteren Verarmung des Landes und zur Bereicherung des Schweizer Genpools.

Die Helvetische Republik ist praktisch unregierbar, da das Parlament in ein föderalistisches und ein zentralistisches Lager gespalten ist. Resultat: Bürgerkrieg; Napoleon Bonaparte schaltet sich als “Mediator der Helvetischen Republik” ein.

Im März 1803 wird die Mediationsakte verabschiedet, die das alte kantonale System wieder herstellt, wobei die ehemaligen Untertanen als gleichberechtigte Vollmitglieder in die Eidgenossenschaft aufgenommen werden. Dies führt dazu, dass die Eidgenossenschaft im Jahre 1803 um sechs Kantone (Aargau, Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Tessin und Waadt) erweitert wird.

Die neue Verfassung gibt der Eidgenossenschaft ihre Neutralität zurück, allerdings ist sie weiterhin verpflichtet, Soldaten für die französische Armee zur Verfügung zu stellen. Viele Schweizer Soldaten fallen im Kampf, nein … nicht für den Papst … für Frankreich !

Am bekanntesten werden die Schweizer Soldaten für ihren Kampfgeist an der Berezina, während Napoleons Rückzug aus Moskau (1812). Einen ganzen Tag lang halten etwa 1.300 Schweizer 40.000 Russen in Schach, damit der Rest ihrer Armee den Fluss auf Pontons überqueren kann. Der grösste Teil der Schweizer bezahlt diese Aktion, welche die französische Armee vor einer kompletten Zerstörung bewahrt, mit dem Leben. (Quelle: Swissworld.org)

Voll des Lobes ist auch das Historische Lexikon der Schweiz …

Beim Rückzug aus Russland erreichte Napoleon I., von drei russischen Armeen umzingelt, am 21.11.1812 das Ostufer der Beresina, eines Nebenflusses des Dnjepr. Die Grosse Armee war von 500.000 Mann auf nur 49.000 Frontsoldaten und 40.000 Nachzügler zusammengeschmolzen. Das 2. Korps von General Nicolas-Charles Oudinot umfasste die vier Schweizerregimenter der Division Merle, von der ca. 1.300 von 8.000 Mann übrig geblieben waren.

Die Pontoniere des Generals Jean-Baptiste Eblé schlugen zwei Brücken auf, eine für die Infanterie, die andere für die Gespanne und die Artillerie. Am 27. November setzte das 2. Korps über und bezog auf dem Westufer der Beresina Stellung, um die Russen zurück zu schlagen, die das Übersetzen zu verhindern suchten.

Am Morgen des 28. Nov. stellten sich die Schweizer an der Straße nach Borissow und im Wald von Stachow dem Kampf. Die Russen griffen die Vorposten an und bedrängten die Schweizer Division, während sibirische Schützen sie in den Fluss zu werfen versuchten. Mangels Munition unternahmen die Schweizer Bajonettangriffe und ermöglichten so den Divisionen Legrand und Maison, wieder die Oberhand zu gewinnen.

Am Nachmittag gingen 40.000 Russen gegen die Truppen von Ney vor, der den verletzten Oudinot ersetzt hatte.

Nach acht Schweizer Bajonettvorstössen schienen die zuvor in immer größerer Zahl nachsetzenden Russen ihr Vorhaben aufgegeben zu haben. Die Artillerie setzte aber ihr zerstörerisches Werk fort.

Obschon hunderte von Toten und Verletzten herum lagen, waren die Reste der Grossen Armee am 29. November, dank der Pontontruppen und dem 2. Armeekorps, vor der völligen Zerschlagung bewahrt worden.

Nur 300 Schweizer traten zum Appell an. Das Lieblingslied des Oberleutnants Thomas Legler (1782-1835), “Die Nachtreise” (von Ludwig Giseke 1792, Musik von Friedrich Wilke), das jener am 28. November angestimmt hatte, war im 19. Jahrhundert fast in Vergessenheit geraten.

Dank Otto von Greyerz und Gonzague de Reynold wurde es als “Beresinalied” zum Symbol des Opfergangs der Schweizer. 1912-46 wurde es in mehrere Sprachen übersetzt. (Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz)

 

Literaturempfehlung:

-M. Wetterwald, «Der Text des Beresinaliedes und seine Übers.», in SAVk 51, 1955, 213-242
-H.-R. Kurz, «B. (28.11.1812)», in Cahiers d’histoire et de prospective militaires, Nr. 3, 1971
-J. Stüssi, K.H. Streiter, «Beresina», in ASMZ, Nr. 3, 1983, 131-134)

Nun aber zurück ins frühe 21. Jahrhundert …

Wieder, dank „Krusenstern“, wird ein Schwanengesang zum Symbol des Opfergangs eines Schweizers. Wie dereinst Hauptmann Dolchow stellt sich unser Held aufs Fensterbrett und leert den Kelch, bis zur bitteren Neige. Auch er strauchelt, fällt zwar nicht … lehnt sich aber ziemlich weit aus dem Fenster. Wie einst Hauptmann Dolchow erscheint er zum (geistigen) Duell … wie immer unbewaffnet … wird „verwundet“ … und kann es nicht fassen … „erneut verfehlt !“.

Schade … kein Kreuz der Ehrenlegion … kein „Blog-Award“ … dafür eine Menge (gefakten) „Traffic“ … wie derzeit an der Beresina.

Aber „Krieg und Frieden“ ist ja noch nicht vorbei … zumindest die Ausstrahlung des ZDF-Vierteilers noch nicht … man darf noch hoffen … es bleibt der Refrain aus einem gänzlich anderen Lied …

Das kann doch einen (Fach-)Blogger nicht erschüttern,
Keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Wir lassen uns das Bloggen nicht verbittern,
Keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Und wenn das ganze Blögli bebt,
Und die Schweiz sich aus den Angeln hebt . . ,

Das kann doch einen (Fach-)Blogger nicht erschüttern,
Keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Bitte alle mitsingen …

Bloggen Sie auf WordPress.com.