Российская Федерация

Leseempfehlung !

Veröffentlicht in Literaturtipp, Russland by Heribert Schindler am Februar 17th, 2008

Fedia Kriukov vom Blog “Russia in the Media hat einen super Artikel zum Thema “Journalistenmorde in Russland” geschrieben.

In dem am 16. Februar 2008 erschienenen Artikel “An Audit of the Committee to Protect Journalists Claims” nimmt sich Fedia den Todesfällen unter Journalisten in Russland während der Amtszeit Präsident Putins an, analysiert sie auf der Basis des vom “Commitee to Protect Journalists” veröffentlichten Datenbestandes “bestätigter Tode von Journalisten, deren Ableben im Zusammen mit ihrer beruflichen Tätigkeit steht”.

Fedia nimmt den Datenbestand, der 17 Todesfälle im Zeitraum 2000 bis heute auflistet, genauer unter die Lupe … kommt hierbei zu einem ernüchternden Ergebnis. Laut Fedia werden von den 17 Fällen lediglich 5 korrekt, 8 jedoch komplett falsch und 4 teilweise in falschem Zusammenhang wiedergegeben / begründet.

Ein Artikel der unbedingt gelesen werden sollte.

2 Responses to 'Leseempfehlung !'

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  1. Admiral Golowko said, on Februar 18th, 2008 at 14:13

    Wirklich ein interessanter Artikel, vor allem wenn man weiss wie oberflächlich und undifferenziert über dieses Thema in Deutschland berichtet wird, zum Beispiel hier:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,441605,00.html

    Und Tschetschenien war bis vor kurzem eben noch ein Kriegsgebiet, dass es dort gefährlich ist ist klar.

    Andererseits: Jeder getötete Journalist ist ganz klar einer zu viel, werd demnächst auch mal was zu diesem Thema schreiben.

  2. Heribert Schindler said, on Februar 18th, 2008 at 16:43

    Aussage: Jeder getötete Journalist ist einer zuviel.

    Weder Fedia noch ich widersprechen dieser Aussage. Ganz im Gegenteil. Ich kenne Fedia seit einer längeren Zeit, weitaus länger als ich “blogge”, und weiß das er Gewalt weder rechtfertigt noch gutheißt.

    Fedia hat, genau wie ich auch, einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Gerade auch bei Themen wo es landläufig “politisch korrekt” erscheint die Schuld in genau definierte Schuhe zu schieben.

    Der allgemeine Tenor der Berichterstattung ist, jeder “Journalistenmord” in Russland kann nur durch Putin beauftragt oder von ihm sanktioniert worden sein. Dem widerspricht Fedia. Und ich stimme ihm zu.

    Ein Journalist der eifrigst den Kreml kritisiert, parallel dazu aber auch die Machenschaften der Mafia auf’s Korn nimmt, und mit einer Kugel im Kopf sein Leben aushaucht, der wurde nicht zwangsläufig “von Putin kaltgemacht”. Auch wenn es die “Mainstream Medien” und “Monothematischen Fachblogger” dies gerne so hätten, damit sie Quote / Klicks machen können.

    Kein Mensch käme auf den Gedanken zu behaupten, dass jedes verhungerte Baby in Deutschland sterben musste weil Angela Merkel es angeordnet hat. Zu behaupten jeder Mordfall in Russland geschähe “auf Weisung des Kremls” ist ebenso absurd.

    Und es gibt viel zuviele Fälle von verhungerten Babies in Deutschland, zuviele um sich hier über in Russland ermordete Journalisten berechtigt aufregen zu dürfen. Dazu ist das gesellschaftliche Defizit in Deutschland zu groß.

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