Vor etwas über einem Jahr schrieb ich zwei Artikel über den “Bronzesoldaten von Tallinn”, das Denkmal für die gefallenen Sowjetsoldaten welches früher in der Stadtmitte der estnischen Hauptstadt stand.
Nach heftigen Protesten, Demonstrationen, wiederholten mehrtägigen Randalen (mit einem Todesopfer) und politischem Tauziehen mit Russland wurde das Denkmal aus dem Stadtzentrum entfernt und auf einem außerhalb Tallinns liegenden Militärfriedhof wieder aufgestellt.
Bis heute verstummen die Stimmen nicht, die behaupten, dass die Wiedererrichtung des Denkmals nur dem Widerstand der in Estland ansässigen Russen, dem politischen Druck Russlands sowie den aufsehenerregenden Aktionen der Jugendorganisation “Наши” zu verdanken sei. Estland wird bis heute in manchen Kreisen unterstellt, dass es damals das Denkmal stillschweigend demontieren und einschmelzen wollte. Dies nicht, wie behauptet, aus verkehrstechnischen Gründen, sondern aus purem Nationalismus und als Provokation gegen Russland.
Wie dem auch sei, welche Gründe damals nun tatsächlich zum Denkmalstreit und der Verlegung des Denkmals führten, für Estland ist diese Aktion laut einem Artikel von Russland-Aktuell nicht ohne wirtschaftliche Folgen geblieben.
Emotionen kochten hoch, als Estland vor einem Jahr das Denkmal für den Sowjetsoldaten aus der Tallinner Innenstadt verbannte. Nun haben kühle Köpfe errechnet: Die Aktion kostete Estland 450 Millionen Euro.
Laut Russland-Aktuell sollen seit Mai 2007 13 Prozent weniger Waren und 16 Prozent weniger Öl in Estland umgeschlagen worden sein. Nutznießer des Denkmalstreits soll das benachbarte Litauen sein, der Umschlag von Waren aus bzw. nach Russland über den Hafen von Kleipeda soll sich im genannten Zeitraum verdoppelt haben. Dies, obwohl Moskau zu keiner Zeit zu einem Boykott Estlands aufgerufen haben soll (Quelle).
Gespeichert unter: Die Blogosphäre — Heribert Schindler @ 09:47
Vielleicht sollten wir Herrn Andreas “Asolf” Solf nun lieber “Lucio” nennen, denn weniger öffentlich kann man kein Eigentor schießen. Selten hat sich ein Blogger so offen selbst der Fälschung vermeintlich fremder Kommentare überführt, eingeräumt das er unter der Identiät eines Anderen auf dem eigenen Blog “Kommentare” veröffentlicht.
In der Vergangenheit ist es bereits mehrfach vorgekommen, dass Blogger Asolf auf seinem “Grenzland-Blog” hinterlassene Kommentare nachträglich veränderte. Durch das Einfügen oder das Entfernen von Wörtern, oder dem Umschreiben ganzer Passagen, verfälscht er damit Aussagen und Sachverhalte.
Oftmals haben “Kommentare” im Grenzland das “Geschmäckle” der Fälschung, vermitteln den Eindruck sie seien nicht von einem außenstehenden Kommentator geschrieben worden, sondern von Andreas selbst.
Das Phänomen der “Sockpuppets”, dem Erscheinen mehrerer vermeintlich unterschiedlicher Personen - die tatsächlich aber nur eine einzige real existierende Person sind - ist in der Blogosphäre nicht unbekannt.
Sie tauchen oft als “Claqueure” oder “Jubelperser” auf, die einem Blogartikel heftig Beifall zollen.
Diese “Sockpuppets” werden gerne von solchen Menschen verwendet, die der Auffassung sind, nur ein gefüllter Kommentarbereich sei ein Indikator für den “Wert” eines Blogs. Es sind die gleichen Menschen, die auch gerne “Besucherzahlen” oder “Leserzahlen” veröffentlichen, die meistens ebenso fingiert sind wie die “Kommentare”.
Auf fremden Blogs lassen sie sich leicht identifizieren, meist über die IP-Adresse. Ein Blogger, der mit eigenen “Sockpuppets” auf dem eigenen Blog arbeitet, kommt zwar schnell in den Verdacht unlauter zu arbeiten, wird jedoch meistens nur ertappt wenn er sich selbst outet. Wie in diesem Falle Andreas Solf.
Der am 24 April um 18:55 Uhr auf “Grenzland” veröffentlichte Kommentar des “Heribert Schindler” ist nur eines von vielen Beispielen. Diesmal allerdings in einer besonderen Form.
Anstelle eine “Sockenpuppe”, nennen wir sie mal “Agathe”, ins Rennen zu schicken … um sie auf “Grenzland” entrüstet kommentieren zu lassen …
“Sieh mal, Andreas, was der böse Heribert auf seinem Blog geschrieben hat … lass Dich nicht ärgern lieber Andreas … liebe Grüße … Deine Dich bewundernde Agathe” …
benutzt Andreas den Namen “Heribert Schindler” für seinen selbstgeschriebenen Kommentar und erweckt damit den Eindruck, ich hätte ihn per “fullquote” auf meinen Blogartikel aufmerksam gemacht. Natürlich kommentiert er “sich selbst” um 19:39 Uhr … lässt aber bis 08:13 am nächsten Morgen den Eindruck bestehen, der Heribert hätte tatsächlich “kommentiert”.
Es ist ihm aber wohl nicht entgangen, dass ich die “Urheberschaft” des “Kommentars” bereits gestern auf meinem Blog dementiert hatte, daher wohl das Eingeständnis der Fälschung am heutigen Morgen.
Wie im obigen Screenshot dokumentiert schreibt Andreas “Asolf” Solf …
Der Kommentar von Heribert Schindler aus Düsseldorf (unten) wurde von mir von dessen Seite kopiert und per Hand unter dessen Namen zugefügt. Wortwörtlich.
Richtig müsste es heißen …
Der vermeintliche Kommentar des Heribert Schindler aus Düsseldorf (unten) wurde von mir gefälscht, der “Inhalt” von dessen Seite kopiert und von mir per Hand, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, unter seinem Namen veröffentlicht.
Für mich ist nun endgültig bewiesen, dass Andreas “Asolf” Solf nicht nur eigene Blogartikel nachträglich verändert, sinnentstellend umschreibt, nicht nur “Fremd-Kommentare” auf seinem Blog selbst schreibt - und mit seinen “Sockenpuppen” danach über die Güte seiner Artikel “mit sich selbst diskutiert” - sondern auch Identitätsdiebstahl betreibt.
… könnten die Lederhosen jetzt unten sein. Schade, es reichte für Zenit nur zum 1:1 . Am 1. Mai gehts nun zum Rückspiel nach Sankt Petersburg, mal sehen ob der Heimvorteil das nötige Quäntchen Glück bringt. Allerdings … 3 Zenit-Spieler mit Gelbsperre und Luca Toni ist wieder dabei. Wird nicht einfach.
Und nur damit es klar ist, ich glaube nicht das Lucio für sein Eigentor eine Gas- oder Ölquelle spendiert bekommt. Da war bestimmt keine Schiebung im Spiel … auch kein Stalking .
Blogger “Asolf” stolpert beim Spagat, quasi grenzüberschreitend. Zuhause in Potsdam, da gibt er den wackeren Antifaschisten, zuhause in Kiew, eher den verständigen ukrainischen Nationalisten. Schwer erkennbar ist nur, aus welchem der beiden Domizile er gerade schreibt - in welche Rolle er gerade schlüpft.
Asolf wäre nicht Asolf, würde er sich nicht ständig selbst überholen, sich selbst relativieren.
Am 22. April gibt er jedenfalls den Ukrainer, erregt sich über das Echo, aus einem deutschen Magazin, auf einen Artikel des ukrainischen Journalisten Andrej Kapustin. Aus diesem Artikel zitiert er dann auch, Asolf wäre aber nicht Asolf - würde er der Geschichte nicht seinen eigenen “Spin” verpassen.
Es beginnt damit, dass er zwar auf den Artikel verlinkt (wohl in der Hoffnung man würde die Quelle nicht lesen) jedoch den Titel des Artikels weder angibt, noch übersetzt.
“Раздень Гитлера, или барбифюрер в подарок” … sinngemäß … “Entkleide Hitler, oder der Barbieführer als Geschenk”.
Asolf macht promt den gleichen Fehler wie das deutsche Magazin, das er anprangert. Dies, obwohl er anscheinend ukrainisch und russisch spricht, obwohl Kapustins Artikel in beiden Sprachen online ist.
Der Grenzländer hat den Artikel wahrscheinlich nicht vollständig gelesen, zumindest nicht am 22. April. Wahrscheinlich ist er bei der Lektüre des ”deutschen Echo” auf die Thematik gestoßen, hat dann nach dem ukrainischen Original gesucht. Daher der Schnellschuss aus der Hüfte …
“Das steht so nicht geschrieben!” - echauffiert sich der Grenzländer.
Recht hat er, der Grenzländer, so steht es nicht geschrieben. So, wie er es am 22. April beschreibt und kommentiert, allerdings auch nicht.
Es geht um die Hitler-Puppe, welche der ukrainische Journalist Andrej Kapustin (passend zum 20.April) in einem Kaufhaus, in der Abteilung für “sinnlosen Nonsens” fand. Worüber er einen witzig-intelligenten Artikel schrieb.
Lassen wir beiseite, dass Kapustin nicht “sinnlosen Nonsens” schreibt - sondern vielmehr “sinnlose Kleinigkeiten” - nicht beiseite lassen sollten wir aber, dass Asolf eine offensichtlich fiktive Geschichte seinen Lesern als “die nackte Wahrheit” verkauft, wie einst “Krusenstern” einen Sketch aus “Nascha Russia” als tatsächliche Begebenheit im russischen Straßenverkehr verkaufen wollte.
Kapustin nimmt offensichtlich nicht einen real existierenden ”Barbieführer” zum Anlass seines Artikels, sondern den 20. April, den Geburtstag des “echten Führers”. Er nimmt Stellung zu Fragen der Fremdenfeindlicheit und des Rassismus. Der “Barbieführer” dient dem Transport der Gedanken, spielt keine real existierende Rolle.
Asolf versäumt seine Leser auf den Sachverhalt hinzuweisen, dass Kapustin seinen Artikel mit einem Zitat aus Julian Semjonowitsch Semjonows “17 Augenblicke des Frühlings” beginnt, einem Roman aus einem ganzen Zyklus von Romanen über den fiktiven sowjetischen Spion Maxim Isajew, der als SS-Standartenführer Max Otto von Stierlitz im Europa zur Zeit des Zweiten Weltkriegs agierte. Ein klarer Hinweis auf die nun folgende fiktionale Geschichte mit dem “Barbieführer”.
Also nimmt die fiktive Geschichte ihren Lauf, in einem stereotypischen aber fiktiven Kaufhaus, als “Verkaufsgespräch” zwischen einer fiktiven Verkäuferin und einem ebenso fiktiven Kunden, in dessen Rolle Kapustin nun schlüpft.
“Hitler ist nicht teuer. Nur 1.200 Griwna. - Aber das ist noch nicht alles: Zu Hitler gehört auch noch ein austauschbarer Kopf mit einem etwas gutmütigeren Gesichtsausdruck, Wechselkleidung, diverse Orden und eine Sonnenbrille…”
Kapustin spinnt den Gedanken weiter … ebenso fiktiv. Er treibt die Gedanken um den “Barbieführer” bewusst auf die Spitze, einiges davon übernimmt der Grenzländer, vieles aber nicht.
Aber er schlussfolgert …
Um es klar zu sagen: Hitler-Puppen sind Scheiße. Sicher ist dies die Reportage über die Entgleisung eines profitgierigen Händlers, der - das unterstelle ich, weil ich die dortige Mentalität zu kennen glaube - Schock als Werbung zu instrumentalisieren versucht. Hauptsache über seinen Laden wird diskutiert, das schafft Kundschaft (…und gehört bestraft!) [...] Empört zu sein, ist viel zu profan.
Am 23. April, also einen Tag später, kommen dem Grenzländer Zweifel. Möglich ist, dass diese Zweifel ihm selbst kommen, vermutlich hat ihn aber jemand mit der Nase drauf gestoßen. Anscheinend kennt er “die dortige Mentalität” doch nicht so genau. Er schreibt
Ist die Geschichte von der ukrainischen Hitler-Puppe überhaupt wahr ? [...] Mit ein bisschen Nachdenken kommen die ersten Zweifel [...] Wenn man nun noch ein bisschen nachdenkt, würde man sicher auch noch andere Gründe die für ein Story-Fake sprechen. Aber ist es nicht komisch: In der Ukraine wird eine Hitler-Puppe erfunden… [...]
In sechs Punkten führt er nun an, warum er plötzlich gänzlich anderer Meinung ist als noch am Tage zuvor.
Die Ortsangabe der Entdeckung der Puppe ist zu nebulös.
Es fehlt das Foto von der Verkäuferin und der Puppe.
Es fehlen die Anschlussberichte.
Der unwahrscheinliche Zufall.
Die Plazierung innerhalb der Zeitung
Das Nicht-Aufgreifen der Geschichte von anderen ukrainischen Zeitungen.
Alle Punkte führt er näher aus, setzt sich damit aber nur noch tiefer in die Nesseln. Denn jetzt, oh Wunder, gestattet er einen Kommentar … eine junge Dame schreibt ihm … “Jetzt übertreibst du aber” … und nimmt die “6 Punkte” aufs Korn. Schön schreibt sie zu Punkt 6 …
Ukrainer können mit dem Thema Hitler humorvoll umgehen, Deutsche können es nicht. Deshalb ist es keine Sensation, deshalb greift keine andere Zeitung das Thema auf, deshalb wird es nicht zum Skandal. Das wäre in Deutschland natürlich ganz anders, aber du begibst dich selber grad auf das Niveau, das du am deutschen Journalismus kritisierst.
In guter Erbsenzählermanier, … “15 Jahre Kiew” … “nie eine Hitlerpuppe gesehen” … ” “Mein Kampf” in den Skat gedrückt - weil dies einen deutschen Leser nur verwirrt hätte” … “es wird zuviel der Worte” … ” “Im Prinzip “ja, einverstanden” ” … “Meine liebenswerte Gattin hat es mir ebenfalls erklärt” … “Ja, aber” … “Soll man übersetzen wie es geschrieben steht, oder besser so, wie es im zu übersetzenden Text gemeint sein könnte?” … “Ich vernachlässige nun” …
… und abschließend die asolfsche Rechtfertigung für alles … wie seinerzeit Mielke mit seinem Satz “Ich liebe doch, aber ich liebe doch alle … alle Menschen … aber ich liebe Euch doch alle !” …
Ansonsten ist es nur laut gedacht, und hinter der Überschrift steht ein Fragzeichen.
Tja … die vielen Fragezeichen … zwei kann ich zumindest auflösen …
Warum heißt dieser Artikel “Na bitte … es geht doch !” und warum wurde er geschrieben ? Letzteres zuerst. Geschrieben wurde er, da die nette Geschichte, die er erzählt, in guter asolfscher Manier, bei ihm bald verschwunden sein wird, der Nachwelt aber erhalten bleiben sollte.
“Na bitte … es geht doch !” heißt er, weil er mit einem Gegenbeweis für die These endet welche die junge Dame dem Asolf ins Gedankenjournal schrieb … “Ukrainer können mit dem Thema Hitler humorvoll umgehen, Deutsche können es nicht”.