Die Große Krusenstern*Крузенштерн Lotterie
Das “Internet-Magazin” Krusenstern*Крузенштерн “verlost” noch bis Sonntagabend um 23.59 Uhr unter allen “Lesern”, die sich für ein kostenloses E-Mail-Abonnement anmelden, einen iPod Nano 8GB im Wert von 300 Franken! Ist das nicht Pfanni ?
Laut eigner Angabe zählt das im Mai 2006 “gegründete Internet-Magazin” Krusenstern*Крузенштерн heute “genau” 275.000 Leser. Zu den Lesern gehören (selbstverständlich, wie könnte es anders sein) neben Russischsprachigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch “zahlreiche Slawisten, Journalisten, Diplomaten, Geschäftsleute, NGO-Mitarbeiter und der russische Botschafter in der Schweiz”, schrieb die renommierte “Neue Zürcher Zeitung” in einem ganzseitigen Porträt über den “Krusenstern”-Autor am vergangenen Wochenende.
Natürlich schrieb die “Alte Tante NZZ” dies, Herr Krusenstern*Крузенштерн hatte diesen Satz ja seinem Kollegen und Mit-Schweizer, dem “freien Wortarbeiter der NZZ” (der, dessen Namen mich immer an Kokain erinnert) direkt in die Feder diktiert.
Diese “journalistische Glanzleistung” bewegte bereits die Blogosphäre, so auch den kritischen “Admiral Golowko”, der dem Werk des “Wortarbeiters” einen Artikel widmete: Der Kaiser ist nackt.
Allerdings verarbeitete der “Wortarbeiter”die krusensternschen Worte nicht, wie von Vollmer behauptet, zu einem “ganzseitigen Portrait des Krusenstern*Крузенштерн”, sondern zu einem Artikel über drei (in Zahlen “3″) Schweizerblogger, darunter eben auch der Krusenstern*Крузенштерн. Aber was solls, Genauigkeit und Präzision sind eben nur Tugenden der Schweizer Uhren, nicht der Schweizer Journalisten. An Kleinigkeiten soll der kollektive Jubel nicht scheitern.
Wie “Admiral Golowko” treffend feststellte, ist es immer kritisch das Privatleben einer Person mit in eine öffentliche Auseinandersetzung zu ziehen, wenn sich aber der Autor des Umjubelten quasi selbst zur “öffentlichen Person” macht, mit seinem “Internet-Magazin” quasi den “Olymp des Internet-Journalismus” erklimmt, provoziert er direkt die Frage was er wohl so getrieben hat, bevor er mit seinem Krusenstern*Крузенштерн online ging. Weltbekannt dürfte die “Kennenlern-Geschichte” sein, die zur Gründung des Dream-Teams der Schweizer Blogosphäre führte …
“..Ich arbeitete für ein Hilfswerk in der Ukraine, Stichwort Tschernobyl und seine Folgen. Um die schlimmen Bilder zu verarbeiten, reiste ich danach auf die Krim-Halbinsel am Schwarzen Meer. Es kam, wie es kommen musste: Ich habe mich in die Hafenstadt Sewastopol verliebt – und in eine charmante Kunsthistorikerin…”
… wie sie von Krusenstern*Крузештерн gerne und oft erzählt, von gefälligen Schweizer Blogfreunden verbreitet wird.
Also, liebe Leser des “Internet Magazins Krusenstern*Крузенштерн”, verpassen sie nicht den Einsendeschluss und sichern Sie sich die Chance den iPod zu gewinnen. Es ist zwar höchst unwahrscheinlich, dass Sie im Falle des “Gewinns” das schicke Teil vom Botschafter der Russischen Föderation in der Schweiz persönlich überreicht bekommen, vielleicht überreicht es Ihnen aber die charmante Kunsthistorikerin aus dem Krusenstern-Team …
… und sollte dies der Fall sein, dann fragen Sie doch bitte in unser aller Namen nach, warum sie der Dame “Elena” aus dem Online-Katalog “Russische Frauen heiraten Bekanntschaften” (Interfriendship-Profil: ELY102) so frappierend ähnlich sieht.
Und wenn die Krimsektkorken knallen, Sie im Kreise der illustren russischsprachigen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, den zahlreiche Slawisten, Journalisten, Diplomaten, Geschäftsleuten, NGO-Mitarbeiter und vielleicht auch des russischen Botschafters in der Schweiz Ihren Gewinn überreicht bekommen, dann fragen Sie doch bitte in unser aller Namen nach der “Geschichte vom Schneesturm” …
… Es war einmal eine Dame aus der Ukraine, die suchte über das Internet eine Bekanntschaft zwecks Eheschließung. Als der Flieger aber im schweren Schneesturm in der Schweiz landete, war der erwartete potentielle Ehemann indisponiert und abwesend. Aber, Gott sei Dank, gab es ja den “Marathonmann”, den Schweizer mit dem “Sixpack-Bauch”, der trotz sportlicher Erscheinung, edler Kleidung und perfekten Manieren, trotz noblem Charakter bisher keine Ehefrau hatte finden können. Der schwang sich in seinen (grünen) Range Rover V8, durchpflügte den Schnee wie einst die Schweizer an der Beresina, und rettete die Dame … und wenn sie nicht gestorben sind, dann bloggen sie noch heute.
Aber vermutlich wird niemand die Heldengeschichte erzählen, warum auch … die andere Geschichte klingt doch viel professioneller … und wird auch häufiger erzählt.


