Ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, …
… umgeben von einem Mysterium, war bisher die Frage, warum Blogger Asolf den Abwasch von Hand macht. Er erklärt zwar, die Spülmaschine sei immer noch defekt, jetzt wissen wir aber endlich warum.
Die ukrainischen Untertitel muss man sich allerdings hinzudenken. Wir bitten diese Unannehmlichkeit freundlichst zu entschuldigen.
Wir schließen uns Andreas an, der schließlich verbindlich feststellt:
Diese Situation darf nicht so stehen bleiben, denke ich nun. ICH BIN DER MANN! - YES!
Genau Andreas ! Du bist DER MANN in der ganzen gottverdammten Kommunalka ! Die Situation darf so nicht stehen bleiben ! Als Grenzländer macht man nichts “von Hand” ! Niemals ! Du bist schließlich kein Быдло, oder ?
“Von Hand spülen” gibt’s genau so wenig wie … sagen wir mal … Лысого в кулаке гонять.
Wir wollen dem Grenzland helfen, schlagen daher eine Maßnahme ähnlich der “Großen Krusenstern-Lotterie” vor. Wie wäre es mit folgendem Vorschlag ?
Bis Monatsende 250.000 mal auf “Krusenstern” kommentieren und einen Geschirrspüler gewinnen!
Dabei wäre allerdings folgendes zu bedenken: Der Spamschutz ! Also immer brav die Summe von x + y eingeben und warten bis der Kommentar nach einer zusätzlichen manuellen Kontrolle publiziert wird. Der Kommentar muss auch unbedingt “wohlwollend, unkritisch und applaudierend” sein. Das ist wichtig ! Hilfreich wäre auch, wenn der Kommentar parallel in der NZZ und der Novaya Gazeta veröffentlicht würde. Man könnte auch jeden der 250.000 Kommentare zusätzlich im eigenen Blog veröffentlichen und dann mit “Krusenstern” verlinken, das hebt die “Technorati Authority”.
Wenn alles klappt, dann lesen wir bestimmt bald …
Krusenstern-Kommentator Andreas “Asolf” Solf hat den Geschirrspüler gewonnen
Ein paar Haken wird die Sache aber wohl haben. Du wirst den Geschirrspüler in Zürich persönlich abholen müssen, der kann nicht über den Postweg versandt werden und passt auch nicht durch den Briefschlitz. Auch wird man sicherlich versuchen Dich zu beschubsen … im Kleingedruckten wird stehen …
… “Sie gewinnen den Geschirrspüler nur, wenn Sie ihn mit einer Hand nach Potsdam / Kiew (unzutreffende Ortsangabe bitte streichen) tragen können, ohne ihn auch nur ein einziges Mal abzusetzen”.
Natürlich muss Mr. Krusenstern noch zustimmen, wir wollen können Dir leider keinen Geschirrspüler spendieren. Weder mit noch ohne Gegenleistung Deinerseits. Wir sind halt keine erfolgreichen Schweizer Fundraiser.
Auch Du, mein Sohn Brutus …
soll Julius Cäsar gesprochen haben, als man ihn meuchelte. Auch Du, Vladimir Vladimirovich ? … fragt sich jetzt die Regenbogenpresse. Bei dieser Frage geht es aber nicht ums Abstechen, hier geht’s ums Abschieben.
Abgeschoben worden sein soll Ludmilla Putina, die (Ex - ?) Ehefrau des amtierenden Präsidenten Vladimir Vladimirovich Putin. So berichtet jedenfalls Московский корреспондент in einem Artikel vom vergangenen Samstag.
Präsident Putin soll sich bereits im Februar klammheimlich von seiner langjährigen Ehefrau Ludmilla scheiden lassen haben, um sich, quasi sub rosa, mit der 24-jährigen Alina Kabajewa zu verloben.
Kabajewa ist in Russland keine Unbekannte. Sie ist Sportgymnastin, gewann als Bodenturnerin im Jahre 2004 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, nachdem sie vier Jahre zuvor in Sydney bereits Bronze geholt hatte. Kabajewas Vater ist einer der bekanntesten Fussballspieler Usbekistans, ihre Mutter spielte einst in der Basketball-Nationalmannschaft. Im Dezember zog sie als Abgeordnete der Partei “Einiges Russland” in die Duma ein. Im Januar kündigte sie an, sie wolle die Sportkarriere an den Nagel hängen, weil sie eine Sportverletzung nicht erfolgreich habe auskurieren können. Außerdem trage sie sich mit dem Gedanken an eine Heirat, wolle auch gerne Mutter werden.
Lange Rede, kurzer Sinn … Gerüchte besagen, Kabajewa und Putin trügen sich mit Hochzeitsplänen, die Trauung wäre für kommenden Juni geplant, geheiratet werden solle im Petersburger Konstantins-Palast und alles sei in trockenen Tüchern. Auch das Buffet sei bereits geordert. Московский корреспондент kam jedenfalls mit der Story, man habe “eine Quelle” des Catering-Services angezapft, der mit der Ausrichtung der Feierlichkeiten beauftragt worden sein soll.
Die “üblichen Verdächtigen”, soll heißen “die üblichen Klatschreporter” im In- und Ausland, stürzten sich wie die Geier auf die Story. Nur der Schweizer Internetmagazinist “Krusenstern”, der sonst jede Ente veröffentlicht, ist erstaunlich schweigsam. Hat wohl noch niemanden gefunden bei dem er abschreiben kann.
Aus den vermeintlich “Kremltreuen Nachrichtenagenturen” ist über die Story nichts zu erfahren, glaubt man den “Kritikern” ist dies aber nicht ungewöhnlich, da die “komplette russische Presse gleichgeschaltet ist”. Und Putin hält bestimmt “den Deckel ‘drauf”.
Bei Московский корреспондент wirds im Moment “a bisserl eng”. Besagter Catering-Service, “Carnivale-Style”, will von einer Hochzeitsfeier Kabajewa-Putin im Juni nichts wissen, Frau Kabajewas Presesprecherin soll auf Anfrage folgendes geantwortet haben
Wir kommentieren nicht. Московский корреспондент hat bis zum Ablauf des 16. April Zeit die Meldung per Veröffentlichung zu widerrufen, oder aber sich zu erklären, dass kein Widerruf geplant ist. Hören wir nichts, oder aber die Erklärung das kein Widerruf erfolgen wird, werden wir rechtliche Schritte einleiten.
Oooops !
Bei Московский корреспондент wird man langsam hektisch. Der Eigentümer, Alexander Lebedev, der auch Anteilseigner bei Novaya Gazeta ist, kommt mächtig ins Schwitzen, scheint zurück zu rudern. Er behauptet zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Angelurlaub gewesen zu sein, sei telefonisch nicht erreichbar gewesen und habe von der Meldung erst nach seiner Rückkehr erfahren. Er wollte nicht bestätigen, dass seine Voice-Mailbox auf dem Handy voller freundlicher Anrufe aus dem Kreml gewesen sein soll. Nochmal “oooops”.
Московский корреспондент versucht nun krampfhaft die “Meldung” anderweitig bestätigt zu bekommen, kündigt an “alles und jeden” zu veröffentlichen, der hierzu etwas zu sagen / schreiben hat. Natürlich auch alle Stellungnahmen seitens Frau Kabajewas. Aus der Redaktion verlautet nun der vielsagende Satz
Wir finden es derzeit nicht angebracht einen Widerruf zu veröffentlich, obwohl es auch uns schwerfällt an die Richtigkeit der Meldung “Olympiasiegerin heiratet Russischen Präsidenten” zu glauben.
Aha !
Krampfhaft versucht man nun aus der Geschichte wieder heraus zu kommen, bemüht sogar die auch in Russland bekannte Tradition des “Aprilscherzes” . Die vermeintliche Urheberin des “Aprilscherzes” scheint man auch schon ausgemacht zu haben … Svetlana Medwedewa, die Frau des zukünftigen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Erneut … Oooops !
Mal sehen wie das weitergeht. Man muss wohl nicht erwähnen, dass sich die Lästermäuler in der English Language Russia Blogosphere kräftig das Maul zerreißen, wie sonst auch. Dort heißt es
… Putin macht den Sarkozy.
Du sollst nicht begehren …
… Deines Nächsten Waffenmarkt. Diese Lektion erhielt der 70-jährige Peter Spitz von den US-Behörden, genauer gesagt von einer Behörde die sich U.S. Customs and Border Protection nennt, und muss sich nun in Ft. Lauderdale vor Gericht verantworten.
Sinngemäß lässt sich die Bezeichnung der Behörde in „Zoll- und Grenzschutzbehörde der Vereinigten Staaten“ übersetzten und steht für eine Behörde im Aufgabenbereich des Heimatschutzministeriums der USA, mit Sitz in der Hauptstadt. Gründungsdatum dieser Behörde war der 1. März 2003.
Ihre Aufgabe ist die Grenzkontrolle, also die Kontrolle der illegalen oder unerwünschten Einwanderung in die USA, die Zollkontrolle, die Bekämpfung des internationalen Drogenhandels und des internationalen Terrorismus, der kommerzielle Urheber-/Markenschutz sowie der Schutz der Landwirtschaft vor eingeschleppten Schädlingen und Pilzen. Die Behörde hat ein Budget in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar und beschäftigt zehntausende Mitarbeiter in ca. 50 Dienststellen.
Aber, neben den oben bereits genannten, scheint es auch Aufgabe der Behörde zu sein, den heimischen US-Waffenmarkt vor unerwünschten Mit- und Wettbewerbern zu schützen. Ganz im Sinne des “Kampfes gegen den internationalen Terrorismus”, denn auch derjenige ist ein Terrorist, der den Amerikanern ihre Waffengeschäfte vor der Nase wegschnappen will.
Spitz, von dem bisher nur bekannt ist, dass er 70 Jahre alt und im US-Bundesstaat Florida ansässig ist, wird zur Last gelegt, er habe versucht 10 Militärhubschrauber aus “russischer Fertigung” ohne Lizensierung durch das US State Department zu versilbern.
Bei diesem Versuch ist er wohl an einen verdeckten Ermittler der U.S. Customs and Border Protection geraten, der mit Spitz eine “rege elektronische Korrespondenz” führte. Im Verlauf dieser Korrespondenz habe Spitz angegeben über 30 Militärhubschrauber und Kampfflugzeuge aus “russischer Fertigung” zu verfügen, bot davon 10 Hubscharuber zum Stückpreis von $750,000 (knapp über 470.000 Euro) zum Kauf an. Der verdeckte Ermittler gab sich als offizieller Vertreter Zimbabwes aus und heuchelte Kaufinteresse.
Die USA widmen dem nationalen und internationalen Waffenhandel wieder verstärkt Aufmerksamkeit, wie sich an der von den USA betriebenen Verhaftung des russischen Waffenhändlers Viktor Bout in Thailand, im letzten Monat, unschwer erkennen lässt.
Viktor Bout, der vermeintlich die “Vorlage” für den Charakter des “Juri Orlov” im Actionstreifen “Lord of War” (mit Nicolas Cage in der Hauptrolle) gewesen sein soll, wird beschuldigt er habe “Waffen an Terroristen geliefert”, bzw. eine solche Lieferung vorbereitet.
Er soll mit der kolumbianischen Guerilliagruppe FARC über einen Waffendeal verhandelt haben. In den “üblicherweise gut unterrichteten Kreisen” wird jedoch doch darüber spekuliert, ob die “Aktion” nicht eher dazu gedacht war einen Konkurrenten auf dem Schwarzmarkt für Rüstungsgüter auszuschalten. Wenn schon “Terroristen” mit Waffen beliefert werden sollen, dann, bitte schön, von den Amerikanern. Getreu dem Motto … “Yes, he’s a son-of-a-bitch … but he’s our son-of-a-bitch”.
Gegenwärtig gehen die USA auch gegen eine Firma namens AEY, Inc. vor, die vermeintlich Waffen aus China, und Munition aus Ungarn, an Militär- und Polizeibehörden in Afghanistan geliefert haben soll.
Beim legalen und illegalen Waffenhandel verstehen die Amerikaner keinen Spaß. Wenn schon Waffen, dann soll wenigstens “Made in the USA” draufstehen.
Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit an den wohl längst vergessenen Vorschlag, die “New Iraqi Army” mit Kalaschnikow-Clonen aus Bulgarien auszurüsten. Ein Vorschlag, der zu seiner Zeit nicht aus Sofia sondern aus dem Pentagon kam, und auf der Vermutung beruhte, die Angehörigen der “neuen Armee” des “befreiten Irak” wären schon seit Kindesbeinen mit Kalaschnikows vertraut, hätten bereits im zarten Alter von 3 Jahren gelernt mit verbundenen Augen Waffen dieses Typs zu zerlegen und zusammenzusetzen. Auch seien Kalaschnikows für die geographischen und klimatischen Bedingungen des Iraks besser geeignet als amerikanische M-16.
Verständlich ist die Ablehnung des “Kalaschnikow Deals” aber schon, wenn der US-Steuerzahler schon Milliarden an US-Dollars für die “Befreiung des Iraks” ausgibt, dann soll die “New Iraqi Army” auch ihre Waffen in den USA kaufen. Quid pro quo. Das die Angehörigen der “New Iraqi Army” in großer Zahl zu den “Aufständigen” überlaufen, wie zuletzt während der Kämpfe gegen die “Mehdi-Armee” im Raum Basra, hatte dabei wohl niemand auf der Rechnung. Die Waffen “Made in USA” nehmen sie vermutlich mit, um sie dann gegen die “Boyz from the USA” einzusetzen.
Für letztere erfüllt sich jetzt der Wunsch “I wannabe an Army Ranger, living a life full sex and danger”. Aber wohl mit einer Menge mehr “danger” als “sex”.
Hooooraaaahhh !
