Das Geld anderer Leute
… will, laut der International Herald Tribune, der Exil-Oligarch Boris Beresovsky. Genauer gesagt, das Geld seines “Oligarchenkollegen” Roman Abramovich. Aber ob er es auch bekommt ?
Am gestrigen Freitag reichte der Anwalt Beresovskys in London eine Klage gegen Abramovich ein, Gegenstand der Klage ist eine Forderung (Schadensersatz) über 2 Milliarden Britische Pfund (4 Milliarden US-Dollar bzw. 2,5 Milliarden Euro) für den Verlust von Aktien der Konzerne Sibneft (heute Teil von Gazprom), des Fernsehsenders ORT und des Aluminiumkonzerns Rusal.
Beresovsky macht geltend, er habe die betroffenen Unternehmensanteile unter Wert, sowie “unter Druck seitens Abramovich“, verkaufen müssen.
Keiner der beiden Kontrahenten war während der Klageerhebung persönlich anwesend, beide ließen sich durch ihre Anwälte vertreten. Andrew Popplewell, der Rechtsbeistand Abramovichs, bezeichnete die Klage als chancenlos. Er sagte, Beresovsky behaupte, dass es eine mündliche Abmachung gäbe, dass Abramovich treuhänderische Sibneft-Anteile halten würde, an denen Berezovsky ein Interesse hatte. Beresovskys Seite wollte sich vor dem Ende des Prozesses nicht äußern.
Die Klageschrift basiert vollumfänglich auf vermeintlichen mündlichen Abreden zwischen den Parteien, die aber nirgends dokumentiert wurden oder sind. Alle diese Ansprüche werden, größtenteils auf die vageste und unspezifizierte Weise, vorgeschützt. Sie werden auf eine dilettantische Art und Weise vorgetragen, auf einem sich stets ändernden und widersprechendem Weg, welcher einfach einen Geschmack der Verzweiflung aufweist.
Wow … für den Gegenwert von 4.013.175.000 Schweizer Franken könnte man 8.333.333 und 1/3 8-GB-iPod-Nano kaufen, mit etwas Verhandlungsgeschick sogar noch mehr. Mit weit über 8 Millionen iPods als “Werbegeschenke” könnte man kurzfristig zum meistgelesenen Internet-Magazin der Schweiz aufsteigen …
… jetzt aber ran, Herr Krusenstern.
