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Genickschuss

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Mark Ames meldet sich wieder auf Radar Online und berichtet, er  habe dem eXile nun den Genickschuss verpasst. Damit sei “der Tod des Exilanten” amtlich.

Ames schreibt, er habe sich mit seinem russischen Publizisten getroffen um ihm (dem eXile) “eine (Kugel) ins Hirn zu geben”. Zwischen den Zeilen erliest sich, dass nicht das Eingreifen der russischen Behörden ausschlaggebend für das Ende des Exilanten war. Es war die Flucht der Finanziers.

Wörtlich zitiert schreibt Ames:

“Unsere finanzierenden Partner sind in die Berge geflüchtet, lassen meinen Publizisten und mich, mit der Schuldenbombe in unseren Händen, zurück.”

Seinen russischen Publizisten beschreibt Ames als “großen und einschüchternden Mann”, vergleicht ihn mit Abwehrspielern im American Football. Und weist darauf hin, dass er eine “große Nummer” im Sexbusiness in Moskau ist - mit einer Menge guter Kontakte in der Branche. Jetzt dürfte klar sein wer den eXile in der Vergangenheit finanzierte und beherbergte - Ames nennt den “Rasputin Gentlemen’s Club” seines Herausgebers auch als “Redaktionsadresse”. Zumindest für den Zeitraum 2002 - 2007.

Nun, wenn dieser “Publizist” nun, unter Aufbietung seiner körperlichen Attribute, mitteilt “so wie ich die Sache sehe, lieber Mark, sind die Schulden des eXile auch die Deinigen”, dann dürfte Ames nun langsam wirklich schwitzen. Wörtlich schreibt Ames:

Meine kleine Saga nahm (damit) eine unvorhergesehene und unangenehme Wendung

Ames scheint den eXile nicht nur mit dem Geld seines Publizisten finanziert zu haben, sondern auch mit dem Geld dessen Freunde. Freunde die Ames mit “gute Freunde, wenn man sie hat, und schlechte Feinde, wenn man sie sich zu solchen macht” charakterisiert. Bei Geld hört die Freundschaft eben auf. Oooops !

Ames ist gegenwärtig damit beschäftigt Anrufe und eMails russischer Medien zu beantworten, die Beileidsbekundungen von Eduard Limonow und Garry Kasparow entgegen zu nehmen (bei der Auswahl seiner “Freunde” war Ames anscheinend nicht besonders begabt) und - last but not least - seinen “Mitarbeitern” die frohe Botschaft zu verkünden. Jene rennen ihm auch gerade die Tür ein.

Ames ist nun endgültig zum Paria geworden, ist sich dessen auch bewusst. Im Umgang mit ihm behandeln ihn seine (früheren) Bekannte und Freunde nun, so Ames, “als würde Polonium von ihm tropfen”. Und er bemüht sich redlich diese “Poloniumspur” quer durch Moskau zu ziehen.

FHM feierte gestern wohl eine Party, in irgend einem der trendigen Hochhäuser in Moskau, und Ames kündigte an auf dieser Party erscheinen zu wollen. Dies obwohl er derzeit gemieden wird wie die Pest. Aber er wolle hingehen, Hände schütteln, sich mit den Gästen photopraphieren lassen und sich für die “entscheidende Unterstützung” bedanken. Was immer er auch damit meint.

Mit einem kläglichen Anflug von schwarzem Humor schreibt Ames (sinngemäß):

Seit meiner Kindheit habe ich mir geschworen, sollte ich jemals gelähmt im Rollstuhl landen, so soll mich meine Pflegerin an die Restaurantfenster rollen um mich dort geifern zu lassen - um die herumwandelnden Typen sich winden zu lassen.

Nun,  Ames bezeichnet seine Situation als “nicht fatal”, sie sei aber sehr nahe dran. Jedenfalls sollte er sich schleunigst überlegen wie er seine “Finanziers” befriedigen kann … der Rollstuhl wäre sonst sein geringstes Problem. Aber er wusste hoffentlich auf was er sich mit dem eXile, und dessen Finanzierung, eingelassen hat. Diese Suppe soll er schön alleine auslöffeln.

Und natürlich hat auch Der Spiegel dazu eine Meinung.

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