Frau Del Ponte, Sie brauchen einen Blog !
Da schrieb sich doch gestern der Schweizerblogger “Mr. Thinkabout” den Frust von der Seele, beschwerte sich über die “gesteuerte Kritik”, mit der sich vermeintliche “Neider” auf ein “Blog” einschießen, welches doch “in seinem Insider-Wissen für einen beschränkten Themenbereich für Informationssucher jeder Art eine erstklassige Quelle darstellt.”
Gut gebrüllt “Mr. Thinkabout”, besonders mit diesem genialen Satz …
So ist mein Blog ein Instrument der freien Meinungsäusserung, das ich in einem freiheitlichen Land nach Lust und Laune nutzen kann. Das ist doch phantastisch.
Danke, lieber “Mr. Thinkabout” … jetzt wissen wir es … Sie leben in einem freiheitlichen Land, in dem man die freie Meinungsäußerung nach Lust und Laune nutzen kann. Now think about this !
Bern pfeift Carla Del Ponte zurück
“Am Sonntag wollte Carla Del Ponte eigentlich an der Präsentation ihres Buches «Die Jagd. Ich und die Kriegsverbrecher» in Mailand teilnehmen. Klar ist: Die persönliche Präsenz der Chefanklägerin des Uno-Kriegsverbrechertribunals für Ex-Jugoslawien hätte dem Buch zu einem guten Start in den italienischen Buchhandlungen verholfen. Doch die Vorgesetzten der heutigen Botschafterin in Argentinien im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) haben Del Ponte kurzerhand zurückgepfiffen. Mit einem Brief per Fax, über den die Schweizerische Depeschenagentur berichtet hat, untersagte der Chef der Direktion für Ressourcen und Aussennetz, Martin Dahinden, Del Ponte die Teilnahme an der Buchvernissage sowie weitere Promotionstätigkeiten. Sie seien nicht vereinbar mit der gegenwärtigen Rolle als schweizerische Botschafterin in Buenos Aires.”
Außenamt verbietet Carla del Ponte Buchpräsentation
“Das Schweizer Außenamt hat eine Präsentation des Buchs “Jagd, ich und die Kriegsverbrecher” von Carla del Ponte, ehemals Chefanklägerin des UN- Tribunals über Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) am vergangenen Sonntag in Mailand verhindert. Das Schweizer Außenamt fordert del Ponte zur “möglichst baldigen Rückkehr” nach Buenos Aires auf, wo sie seit Januar als Botschafterin tätig ist. “Dieses Werk enthält Erklärungen, die mit dem Amt einer Vertreterin der Regierung der Schweiz nicht vereinbar sind”, zitiert die Nachrichtenagentur AFP den Außenamtssprecher Jean-Philippe Jeannerat.”
Besonders freiheitlich, lustig und launig, sowie die Meinungsfreiheit fördernd und phantastisch, ist folgendes …
“Noch Schlimmeres, nämlich ein Publikationsverbot, ist Del Ponte nur erspart geblieben, weil es sich um eine Veröffentlichung handle, welche die frühere Tätigkeit Del Pontes als Chefanklägerin betreffe. «Wäre es (das Buch) während Ihrer Zeit als Missionschefin entstanden, hätten wir es nicht autorisieren können» schreibt Dahinden an Del Ponte.”
“Der Schlusssatz des Schreibens, das Del Ponte am Vortag der Vernissage erreicht hat, verdeutlicht den insgesamt rüden Ton zwischen dem EDA und der Botschafterin: «Wir danken Ihnen für eine rasche Rückkehr nach Buenos Aires.»”
Ihnen, lieber “Mr. Thinkabout”, danken wir für die hoffentlich rasche Rückkehr zur Realität. Sie schreiben doch so nett …
Also: Ich bin doch glücklich, wenn ich manchmal eine Überraschung sein kann, eine Art externe Beilage zum täglichen oder vielleicht auch nur monatlichen Medienkonsum.
Leider müssen wir Sie enttäuschen, Ihre externe Beilage zum täglichen (oder vielleicht auch nur monatlichen) Medienkonsum war leider keine Überraschung. Sie sind leider auch nicht ganz “up to date”.
Das “Weblog, welches in seinem Insider-Wissen für einen beschränkten Themenbereich für Informationssucher jeder Art eine erstklassige Quelle darstellt” ist längst über den “WebZwoNulligen Fachblogstatus” hinaus und firmiert zwischenzeitlich als “Internet-Magazin”. Ihnen sei zu wünschen, dass die “Nicht-Mehr-WebZwoNullige-Internet-Fregatte” nicht allzu unvermutet den Anker auswirft, Sie liefen sonst Gefahr auf deren Heck aufzulaufen und sich einen Bugschaden zu holen. Oder eine braune Nase.
Apropos … haben Sie Ihren redlich verdienten 8 GB iPod Nano schon abgeholt ?
An Frau Del Ponte’s Adresse sei folgender Rat gerichtet …
Sehr geehrte Frau Del Ponte, Sie brauchen einen Blog. Sie repräsentieren schließlich ein freiheitliches Land, in dem man die freie Meinungsäußerung nach Lust und Laune nutzen kann. Auch wenn Sie derzeit in Argentinien die Eidgenossen vertreten … Sie sehen ja, man dankt es Ihnen.
