Российская Федерация

26 03 08

Propagandakrieg

Gespeichert unter: Albanien, Deutschland, Die NATO, Die UNO, Kosovo, Russland, Serbien, USA, Österreich — Heribert Schindler @ 14:09

Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion. (Quelle)

Propaganda ist auch bestens geeignet Sympathien zu verscherzen und die Glaubwürdigkeit der eigenen Position zu schwächen, besonders wenn die niedrigsten Instinkte angesprochen und die ältesten Knüppel aus dem Sack gelassen werden.

Im Jahre 2003 bezeichneten die USA den „Irak mit seinen Massenvernichtungswaffen“ als „Bedrohung für die USA“ und warb so um Akzeptanz für einen Krieg bei der eigenen Bevölkerung.

UN-Waffeninspekteure konnten jedoch vor ihrer Ausweisung aus dem Land keine Massenvernichtungswaffen im Irak finden. Der damalige Außenminister Colin Powell legte Satellitenfoto und Geheimdienstberichte als Gegenbeweis vor, die sich später jedoch als gefälscht erwiesen.

Auch lange nach dem Ende der Feindseligkeiten fanden die USA keine Massenvernichtungswaffen im Irak vor, bis US-Präsident George W. Bush eingestand, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gab.

Bereits für den Krieg zur Befreiung Kuwaits im Jahre 1991 brauchte die US-Regierung Unterstützung der Regierungen anderer Staaten. Saudi-Arabien weigerte sich jedoch, nach dem irakischen Überfall auf Kuwait, US-Truppen ins Land zu lassen.

Da behauptete das Pentagon, irakische Truppen würden auch an der Grenze zum Königreich aufmarschieren. Das würden Satellitenfotos ihres Geheimdienstes belegen. Bis heute verweigert das Pentagon Journalisten einen Blick auf diese Fotos. Russische Satellitenaufnahmen, ebenfalls im besagten Zeitraum gemacht, zeigen keine irakischen Truppen an der saudischen Grenze.

Einen der größten Propagandacoups der Geschichte aber landete die US-Regierung unter Bush sen. mit der Anhörung einer vermeintlichen Augenzeugin, die den irakischen Einmarsch angeblich miterlebt haben wollte.

Irakische Soldaten hätten Frühgeborene aus den Inkubatoren im Krankenhaus auf den Boden geworfen, erzählte sie unter Tränen dem US-Kongress. Die “Brutkasten-Story” ging um die Welt.

Zuerst als Beleg für die Brutalität der irakischen Soldaten und als Anlass, die Befreiungsaktion zu beginnen, danach machte die Aussage als krasse Fälschung Schlagzeilen.

Die Aktion war von der PR-Firma Hill & Knowlton inszeniert worden, bei der Zeugin handelte es sich um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, die sich zum Zeitpunkt der Invasion in den USA befunden hatte. 

Die irakischen Truppen haben in Kuwait Verbrechen verübt, dies ist über jeden Zweifel erhaben, doch die für die öffentliche Meinung so entscheidende Baby-Geschichte stellte sich 1992 als eine Erfindung heraus.

Auch das Kosovo bliebt bis heute nicht von der Propaganda verschont. Zuerst richtete sie sich gegen Serbien.

Auslöser der Nato-Angriffe im Kosovo-Krieg am 24. März 1999 wurde das Massaker von Racak, das im Januar stattgefunden haben soll. Der damalige “grüne” Außenminister Joschka Fischer erklärte Racak sei für ihn der  “Wendepunkt” gewesen.

Ohne die Empörung über den von den Serben angeblich verübten Massenmord hätte es nicht genug Unterstützung in Deutschland für die Intervention gegeben. Fischer nahm damals Worte wie “Auschwitz” und “Völkermord” in den Mund, wohl gegen besseres Wissen. 

Finnische Gerichtsmediziner, die von der EU mit der Untersuchung beauftragt werden, konnten später nicht bestätigen, dass in Racak ein Massaker stattgefunden hat.

Angesichts der Massenflucht aus dem Kosovo, nach Beginn der Bombenangriffe, wuchs aber die internationale Kritik an der Militäraktion der NATO. Nun brillierte der “rote” Verteidigungsminster Scharping in der Öffentlichkeit, zog plötzlich den “serbischen Hufeisenplan” aus dem Zylinder.

Das österreichische Heeresnachrichtenamt (HNA) sei angeblich in den Besitz des serbischen Operationsplanes “Potkova” gelangt, könne damit belegen, dass Slobodan Milosevic schon vor Beginn der Bombardierungen die Vertreibung der Kosovo-Albaner beschlossen habe.

Das Papier, so stellte sich heraus, war eine Erfindung. Nicht ausschließlich weil “Potkova” nur im Kroatischen und Bulgarischen für “Hufeisen” steht, nicht jedoch im Serbischen. Das serbische Wort für Hufeisen lautet “Potkovica”.

Auch weil sein Verfasser ein Mann namens Hufschmied im österreichischen Außenministerium gewesen sein soll, der seine Phantasie nicht im Zaum halten konnte.

Da nun die “Kosovounabhängigkeit” entgegen dem Völkerrecht und der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates “vollzogen” wurde, schießt die “serbische Seite” zurück und greift ebenfalls tief in die Trickkiste.

Als Knüppel dient nun das noch nicht erschienene Buch der ehemaligen Chefanklägerin des “Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien”, Carla Del Ponte, die angeblich Beweise für Greueltaten der Kosovo-Albaner gegen die Serben haben soll.

In ihrem Buch “The Hunt” soll sich Del Ponte auf eine Gruppe nicht näher benannter “verlässlicher Journalisten” berufen, die Informationen hätten, dass nach der Bombardierung der NATO - jedoch vor dem Eintreffen der KFOR -, eine gewisse Anzahl an Kosovo-Serben ins benachbarte Albanien verschleppt und dort als “lebende Organspender” regelrecht geschlachtet worden zu sein. Die so “geernteten” Organe seien danach über den albanischen Schwarzmarkt als “Spenderorgane” verkauft worden sein.

Die “Serbische Propagandamaschine” , die sinniger Weise nicht in Belgrad sondern im kanadischen Vancouver beheimatet ist, schlachtet die Story natürlich weiter aus. Hier wird von der “Rückkehr des Mr. Mengele” geschrieben, von “Massengrab der Serben, namens Albanien”, vom “Gelben Horrorhaus” … usw… . 

Gesichert ist, dass ca 1200 Kosovo-Serben derzeit immer noch als vermisst gelten, ihr Verschwinden fällt vermutlich in den Zeitraum zwischen dem Ende der NATO-Bombardierungen und dem Eintreffen von KFOR im Kosovo. Ihr Verbleib ist ungewiss.

Die Propaganda aber sieht die Männer als “Sklavenarbeiter” in privat betriebenen Minen in Albanien, die Frauen als “Sexsklavinnen” in albanischen Zwangsbordellen, oder eben auch als Opfer der albanischen Mafia und derem vermeintlichen Schwarzhandel mit menschlichen Organen.

Derzeit ist wohl keine Karte zu schmutzig um nicht ausgespielt werden zu dürfen. Da sind die Attacken gegen Erik van Heijningen, dem niederländischen Vertreter der LEN , noch harmlos.

Van Heijningen zeichnet für die Sperre des Schwimmers Milorad Čavić verantwortlich, der während der Siegerehrung für seinen Erfolg über 50 m Schmetterling (bei den Schwimmeuropameisterschaften 2008 ) ein T-Shirt mit der Aufschrift „Косово је Србија“ („Kosovo ist Serbien“) trug und sich in eine serbische Fahne hüllte.

Čavić durfte zwar Titel und Medaille behalten, wurde aber von der weiteren Teilnahme am Wettkampf ausgeschlossen. Seitdem wird jedoch van Heijningen von Serben als “Obersturmführer” beschimpft, die Niederlande als “das 4. Reich” verunglimpft. Anscheinend hat man nun die “Nazi-Keule” ausgepackt.

Was Čavić zu seiner Aktion bewegte ist unklar, ist er doch gebürtiger US-Amerikaner und nutzt seine serbische Abstammung anscheinend nur um an Europameisterschaften teilnehmen zu können. Laut eigenem Bekunden konnte er bis kürzlich die kyrillische Schrift nicht lesen.

Auch wenn man über die Härte der Entscheidung diskutieren kann, gerechtfertigt bleibt sie. Sportveranstaltungen dürfen nicht zu Politveranstaltungen werden, egal ob es sich um Serben, Tibeter oder Amerikaner handelt.

Bleiben die Serben bei ihrer gegenwärtigen Propagandasprache, verspielen sie bitter notwendige Sympathien.

11 03 08

Аутогол - Serbisches Eigentor ?

Gespeichert unter: Die Blogosphäre, Kosovo, Serbien, Österreich — Heribert Schindler @ 14:16

Ein Eigentor (oder auch Selbsttor), so erklärt uns Wikipedia, kommt im Fußball, Eishockey und vergleichbaren Mannschaftssportarten vor, wenn ein Spieler den Ball ins eigene Tor schießt. Der gegnerischen Mannschaft wird die Punkteanzahl für ein erzieltes Tor gutgeschrieben.

Im metaphorischen Sinn nennt man ein Eigentor eine Handlung, die sich entgegen der Absicht gegen einen selbst richtet.

Ein Eigentor, im metaphorischen Sinn, könnten sich nun die serbischen Immigranten in Österreich geleistet haben. Sie lassen sich vom österreichischen Rechtsausleger und FPÖ-Frontmann Heinz-Christian Strache vor seinen Polit-Karren spannen.

Eine österreichische Webseite in serbischer Sprache, ISTINA, lobt Strache für sein Auftreten während eines Gottesdienstes in der orthodoxen Kirche im 17. Bezirks Wiens.

Ausführlicher berichtet hierzu, in englischer Sprache, Svetlana in ihrem Byzantine Sacred Art Blog.  Bereits am 7. März erschien der Artikel “Serbs Defending Europe’s Gates Again” , am 10. März nun ein weiterer, mit dem Titel “Strache Sides With Serbs”.

Letzterer bietet nicht nur die Übersetzung des serbischen ISTINA-Artikels, es findet sich auch ein Interview welches Vera Marjanovic (Istina.at) mit Strache geführt hat.

Es gibt auch einen Brief Straches an ISTINA in deutscher Sprache, in dem er sein Eintreten für Serbien kundtut.

Man ist voll des Lobes für Strache, bezeichnet seine Ausführungen nach dem Gottesdienst als “einen heilenden Balsam für eine offene Wunde” und als “ein Heilmittel für die verwundete serbische Seele”.

Strache ist es gelungen bei der serbischen Kirchengemeinde in Wien zu punkten. Er erstaunte die Kirchgänger nicht nur mit der Tatsache das er sich gemäß dem orthodoxen Ritus bekreuzigte ( … mit drei Fingern der rechten Hand - welche die heilige Dreifaltigkeit symbolisieren - die nach der Berührung der Stirn zuerst an die rechte Schulter - nicht an die linke wie bei den Katholiken - geführt werden … ) , sondern auch mit erstaunlicher Kenntnis der orthodoxen Lithurgie … indem er dem Geistlichen mit der korrekten Erwiderung im Gebet antwortete.

Strache zeigte auch demonstrativ eine orthodoxe Gebetsschnur, nach eigener Erklärung ein Geschenk serbischer Freunde, die er mit Stolz trage. [Nachtrag: Im Serbischen heißt diese Gebetsschnur "Brojanica".]

Straches offene Solidarisierung mit Serbien erscheint mir ziemlich verwunderlich. Nach meinem Dafürhalten steht Strache mit seiner FPÖ im rechten Lager der europäischen Politik, steht wegen diverser Photographien in der Kritik, die ihn als Jugendlichen in einem Wehrsportlager zeigen sowie Photos die Strache vermeintlich bei der Ausführung des “Kühnen-Grußes” zeigen.

Diese Abwandlung des Hitlergrußes, bei dem drei Finger der rechten Hand am ausgestreckten Arm gezeigt werden (die 3 Fínger sollen angeblich den Buchstaben “W” für “Widerstand” symbolisieren) soll in rechten Kreisen das Verbot des “Deutschen Grußes” (Hitlergruß) unterlaufen … Strache besteht seinerseits darauf, dass das besagte Photo ihn lediglich “beim Bestellen von 3 Bier” zeigt, keinesfalls bei der Ausführung eines Nazi-Grußes.

Wie dem auch sei … woher kommt die Wandlung vom Saulus zum Paulus ? Strache weist im ISTINA-Interview darauf hin, dass er keineswegs fremdenfeindlich sein … auch nichts gegen Muslime habe … obwohl er sich kürzlich erst gegen die “Islamisierung Europas” aussprach und mit entsprechenden Schildern öffentlich für die Kameras posierte.

Straches Hinwendung zu den Serben stößt auch in weiten Teilen der serbischen Diaspora auf Verwunderung, allerdings nicht bei Svetlana vom “Byzantine Sacred Art Blog”.

Svetlana, die tief religiös ist, beantwortet auch schon einmal einen Kommentar eines Geistlichen, auf ihrem Blog, mit den Worten “Ich küsse Ihre rechte Hand” und vertritt vehement die Position des Serbisch-Orthodoxen Bischofs Artemije, dem geistigen Oberhaupt der Diözese Kosovo und Metochien, der zur Verweigerung des Dialoges mit den Vertreten von UNMIK , KFOR sowie der anlaufenden EULEX - Mission aufruft.

Bischof Artemijes Aufruf, der eher einem Befehl an die ihm unterstellten Geistlichen gleicht und auf Kritik seitens seines Patriarchen Pavle (seit 1990 Metropolit von Belgrad und Karlovci, Erzbischof von Peć und serbischer Patriarch) stößt, findet sich ebenfalls bei Svetlana (hier).

In den letzten Einträgen auf meinem Blog habe ich mich deutlich gegen die “Unabhängigkeit des Kosovo” ausgesprochen, dies jedoch ausschließlich auf der Basis der UNSR Resolution 1244 und des Völkerrechtes. Ich stelle mich gleichzeitig aber gegen jedweden Aufruf zur Gewalt, wie sie sich leider zuhauf in den Kommentaren auf Svetlanas Blog finden.

Dort wird seitens eines vehementen Kommentators immer wieder zu militärischen Aktionen aufgerufen, der versucht seine Landsleute davon zu überzeugen Russland stehe hinter ihnen, wäre bereit Truppen und Waffen zu schicken, bis hin zu Nuklearwaffen.

Ich glaube man muss nicht erst in Moskau nachfragen, um bestätigt zu bekommen, dass es keine militärische Intervention Russlands im Kosovo geben wird. Und Atomwaffen wird Russland ganz bestimmt nicht schicken.

Leider versäumt es Svetlana solchen Aufrufen entgegen zu treten, sie sieht sich als Serbische Patriotin, ist aber nicht patriotisch genug um den versuchten unheilvollen Schulterschluß eines österreichischen Rechtsauslegers, bzw. dessen offensichtlichen Populismus, als schädlich zu erkennen.

Wenn die patriotisch-religiöse Liebe, die Svetlana nun für Strache entwickelt, und die sich dahingehend darstellt, dass jegliche Kritik an Strache als “Rufmordkampagne an einem aufrichtigen, religiösen, aufstrebenden Politiker mit Zukunft und Freund Serbiens” abgetan und untersagt wird, dann setzt Svetlana meiner bescheidenen Meinung nach auf das falsche Pferd.

König Priamos von Troja (ja, ja …ich habe vorgestern den Film “Troja” gesehen) würde heute die Empfehlung abgeben … “Hüte Dich vor Griechen die Geschenke bringen”.

Den Serben in Österreich, oder sonstwo auf dieser Welt, sei geraten … “Hütet Euch vor FPÖ-Politikern die Versprechungen machen”. Diesem “Gaul” sollte man “ins Maul schauen”, und nicht nur “auf’s Maul”, auch wenn er einem vermeintlich geschenkt wird.

Er könnte zum “Trojanischen Pferd” werden, bei dem nicht das drin ist was draufsteht. Die Aufschrift könnte sich als “Аутогол” entpuppen … dem serbischen Wort für “Eigentor”.

11 04 07

Austria to be a Mediator in Ukraine ?

Gespeichert unter: Ukraine, Österreich — Heribert Schindler @ 15:31

The dispute between President Yushchenko and Prime Minister Yanukovych remains unsolved. The government refuses to finance the elections Yushchenko called for, Prime Minister Yanukovych ties his “go ahead” to the ruling of Ukraine’s Constitutional Court.

President Yushchenko fears that the Constitutional Court might need months to come to a decision and suggests to call for international mediators to help solving the problem.

Several media, such as the German Sächsische Zeitung, have announced that President Yushchenko has already called Austria’s Federal Chancellor Alfred Gusenbauer. Yushchenko is reported to have said:

Austria is reknown for being a neutral and democratic state with a profound and solid legal tradition. Austria deserves to be trusted.

Asking Austria to be a mediator in the crisis would be an intelligent thing to do. Austria is a member of the European Union but not a member of the NATO, a member of a political-economical union and not of a political-military alliance. Other countries to act as a mediator could be Switzerland and Sweden.

Austria, Switzerland and Sweden do not have an anti-Russian agenda and could therefore also be accepted by Prime Minister Yanukovych. All three countries are also not very vulnerable to US-American pressure.

Ukraine is a European country after all, calling for help by democratic and independant European countries doesn’t cause any harm, does it ?

Tip: Ulrich Heyden

Bloggen Sie auf WordPress.com.